09. November 2021
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Thomas Renggli

Gehören in Zürich Dachterrassen und Balkone bald zum öffentlichen Grund? Falls ja, droht ein massives Sicherheitsproblem. Die Linke wiegelt ab

Die Richtplan-Änderung der Stadt Zürich, über die am 28. November abgestimmt wird, hat es in sich.

Zur Debatte stehen die Enteignung von Privatbesitz und das Ende des geschützten Raums.

Geht es nämlich nach der rotgrünen Ideologie, sollen Innen-Höfe, Dach-Terrassen und Balkone künftig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Im Interview mit der NZZ wiegelt SP-Gemeinderat Marc Denoth zwar ab und sagt: «Wenn die Bürgerlichen behaupten, die privaten Dachterrassen würden zu öffentlichen Grill-Stelle, stimmt das nicht.»

Schaut man aber genauer auf die Vorlage, sind darin Balkone und Terrassen explizit erwähnt – immer mit der Absicht, privaten Raum für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Dieser Gedanke mag aus sozialromantischer Sicht vielleicht einen gewissen Reiz besitzen, doch in der Realität würde er ein gravierendes Sicherheitsproblem schaffen.

Würde man beispielsweise die Kinder noch im Hof spielen lassen, wenn dieser plötzlich für alle zugänglich wäre? Könnte man noch einen unbeschwerten Grill-Abend mit der Familie verbringen, wenn die Dach-Terrasse unvermittelt zum Sammelplatz des gesamten Quartiers würde?

Die Antwort auf diese Fragen ist auch das einzig richtige Votum in der Abstimmung: Nein.

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16 Kommentare zu “Gehören in Zürich Dachterrassen und Balkone bald zum öffentlichen Grund? Falls ja, droht ein massives Sicherheitsproblem. Die Linke wiegelt ab”

  • Hans Wolf sagt:

    Ich kenne viele, die in der Stadt Zürich wohnen, keiner von denen ist links oder grün. Es gibt doch viel mehr Menschen in Zürich, die sich ebenso ab dem Verkehr-Behindern und Versozialisierung des Lebens ärgern, als solche die das gutheissen oder davon profitieren. Entweder können die Linken einfach viel mehr Wähler mobilisieren, oder, was wahrscheinlicher ist, die Wahlen und Abstimmungen werden seit Jahren von Linksgrün im grossen Stil frisiert. Für das Gute natürlich.

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  • Bischi49 sagt:

    Stellt euch mal vor, da hockt ein Zürisozi auf seiner quersubventionierten Dachterrasse, hat einige extra Steaks neben den Grill gelegt in Erwartung der jungen hübschen Frauen, die nun den neu geschaffenen öffentlichen Raum für sich entdecken. Und was passiert? Es kommen ein paar kräftige Burschen mit Migrationshintergrund, vermöbeln ihn kräftig, weil er es wagt, öffentlich Schweinefleisch zu essen, ziehen mit seinem Grill ab um anderswo Schafsfleisch zu grillen. Schönes neues Tsüri.

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  • peter.b sagt:

    Es ist mir als Nicht-Zürcher ziemlich egal was in dieser rot-grünen Stadt geschieht, das haben sich die dortigen Wähler selbst eingebrockt (lies: gewählt!).
    Wenn "liberal" zum Fremdwort wird und man stattdessen "tsüri" wählt, darf man sich nicht wundern. Ich frage mich höchstens, wann Zürich zum schweizerischen Kaputt-Berlin werden wird......

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    • Hans Wolf sagt:

      Haben sich das die Stadt-Zürcher Wähler wirklich selber eingebrockt? Wenn man sieht wie die fünfeinhalb linken Bundesräte heute ungeniert am Volk vorbei durchregieren, fragt man sich schon, ob der Staat wirklich das Risiko eingeht, dass die Bewohner der grössten Schweizer Stadt und Wirtschaftsmetropole der Schweiz frei entscheiden und wählen dürfen. Man stelle sich die Signalwirkung vor, Zürich würde plötzlich nach rechts kippen.

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      • Max Tschudi sagt:

        Fünfeinhalb linke Bundesräte? Nein, 6 von sieben = 5 mal ganz und 2 mal ein halber!!
        Wann haben die beiden Halben endlich den Mut, gegen das Kollegialitätsprinzip anzugehen und endlich "tacheles" zu reden?

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Es ist ja schon absurd und erstaunlich, was die Links-Ideologen alles anzetteln und vernichten! Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung scheinen die 3 elementarsten Eigenschaften in unserem erfolgreichen Kleinstaat zu sein, die den links/grünen Gesellschaftsumgestalter "im Wege stehen"! Was aber jetzt in Zürich zur Abstimmung kommt, übertrifft doch alles....!

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  • olive sagt:

    Spinnen die eigentlich?

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  • VP-Falger sagt:

    Je weniger empathiefähig jemand ist, desto vehemenert kann er die grösste Dummheit, ja sogar höchst gefährliches mit vollster Überzeugung vertreten und sogar diktatorisch durchzusetzen versuchen. Das Wort Dummheit ist dazu viel zu eng gefasst.

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    • Andreas sagt:

      Aber gerade Frauen wird doch zugestanden, dass sie mehr Empathie und Einfühlungsvermögen als Männer haben.
      Es gibt genügend Beispiele für Frauen, die grüne oder linke Ideologie Realitätsfern vertreten. Und wenn diese durch Quote dann auch an einflussreiche Positionen kommen, haben sie nichts gegen totalitären Druck

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      • Edmo sagt:

        Die Empathie der Frauen ist für die Aufzucht des Nachwuchses essentiell. Auf diesen Aspekt ist die Empathie fixiert. Dann hört sie aber ganz schnell auf. Ideologie und Macht machen aus Frauen leider viel zu oft Hyänen, die auf ihrem eingeschlagenen Weg kein Hindernis, noch nicht einmal Schattenwurf, akzeptieren. Extremismus und Diktatur sind vielen Frauen näher als man gemeinhin denkt. Weibliche Führungskräfte in Wirtschaft und Politik zeichnen oft ein radikal empathiebefreites Bild.

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    • buelope sagt:

      Der wahre Pandemie-Grund beginnt sich abzuzeichnen!

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  • Alpenfurz sagt:

    Ich dachte, der Kommunismus seit besiegt worden, als die Sowjetunion 1991 unterging. Und jetzt kommt er mithilfe von SP Politikern durch die Hintertür direkt in die grösste Schweizer Stadt. Wer jetzt noch links wählt, sollte dazu stehen, dass er die gescheiterte Gesellschaftsform des Kommunismus vertritt.

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    • T sagt:

      Der Kommunismus wurde nie besiegt. Er tarnte sich lediglich, entwickelte sich als Grün weiter und übernahm die Schlüsselpositionen in Politik und den staatlichen Institutionen. Möglich war das nur weil die Bürgerliche schwach und korrumpierbar war und ist. Seit dem Tod von Franz Josef Strauß, einem der letzten Kämpfer gegen den Sozialismus, sind alle Dämme gebrochen. Der Prozess ging schleichend und perfide vonstatten.

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