26. August 2021
Christoph Mörgeli

Asylanten wollen sich nicht impfen lassen. Das stellt der staatlichen Betreuungs-Industrie ein schlechtes Zeugnis aus

Laut Migrations-Staatssekretär Mario Gattiker ist die Covid-Situation in den Kollektivunterkünften der Asylbewerber sehr angespannt.

Das Bundes-Asylzentrum Basel, meinte er gegenüber der NZZ, musste praktisch stillgelegt werden, weil es unter Quarantäne gestellt wurde. Zwar besteht laut Gattiker das Angebot an die Asylanten, sich impfen zu lassen, doch sei die Impfbereitschaft tief: «Die Quote liegt leider lediglich zwischen 10 und 20 Prozent.»

Das sind keine beruhigenden Neuigkeiten. Vor allem zeugen diese Zahlen von einem bemerkenswerten Versagen der staatlichen beziehungsweise staatlich beauftragten Betreuungsindustrie.

Selbst wenn hierzulande die Asylgesuche sinken, steigen die Kosten für die Steuerzahler ständig. Längst stehen wir bei über zwei Milliarden Franken pro Jahr. Vor zehn Jahren war es noch die Hälfte.

Es gibt ungezählte Amts- und Fachstellen, Firmen und NGOs, Hilfswerke und Sozialwerke, die sich um unsere Asylsuchenden kümmern. Keine andere Gruppe von Einwohnern ist staatlich dermassen umsorgt, betreut und betütelt.

Da zeugt es von einem grandiosen Scheitern all dieser Heerscharen von hochbezahlten Betreuern, wenn sie es nicht einmal fertig bringen, die Asylsuchenden von einer Covid-Impfung zu überzeugen. Unser Asylwesen erweist sich also auch in dieser Hinsicht als Desaster.

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23 Kommentare zu “Asylanten wollen sich nicht impfen lassen. Das stellt der staatlichen Betreuungs-Industrie ein schlechtes Zeugnis aus”

  • D. Keller sagt:

    Keine Impfung bei Asylbewerbern = unmöglich ausgeschafft zu werden

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  • Marcus Porcius sagt:

    Von mir aus kann man alle Asylsuchenden gerne in Dauerquarantäne stecken, bevor mindestens 99 % wieder abgeschoben werden. Wir sind, meines Wissens, von Demokratien umzingelt. Ausser vielleicht dem Fürstentum Liechtenstein. Und die nehmen vermutlich keine Asylanten auf und haben auch keine Personenfreizügigkeit mit der EU. Könnte sich die Schweiz dem FL anschliessen? Wir in der Schweiz kriegen ja kein grösseres Problem nachhaltig gelöst, so mein Eindruck.

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  • M sagt:

    Ganz gleich wie man sich zum Asylwesen stellen mag: Wenn sie dahinsterben würden wie die Fliegen, würden sie sich impfen lassen. Tun sie aber nicht, also lassen sie sich nicht impfen.

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  • Guy Tiger sagt:

    Lieber ein ungespritzter Asylbewerber als ein gespritztes NGO.

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  • kritisch2020 sagt:

    Herr Mörgeli, zur Impfung muss mich niemand überzeugen. Das regle ich mit mir. Was es braucht, sind Fakten und Gesamtzusammenhänge. Wie belastbar sind die Daten innerhalb der Schweiz? Was können wir aus den Daten aus Israel lernen? Der Impfstoff ist ungenügend getestet. Dass man da noch Zeit braucht, um sich zu entscheiden, erachte ich als legitim. Wer es mit der Gesundheit ernst meint, der schürt auch nicht 18 Monate Panik. Die Infektionssterblichkeit beträgt rund 0.2% im Schnitt.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Obwohl ich kein Asylant bin, möchte auch ICH mich nicht impfen lassen. Diese mRNA-Genspritze ist keine Impfung, sondern das Rezept für eine globale Katastrophe. Eine Impfung, die nicht vor der Infektion schützt, die Geimpften weiterhin andere anstecken können, die schwere Nebenwirkungen und Todesfälle zur Folge hat, die nur bedingt zugelassen und für die der Hersteller keine Haftung übernimmt, und dann erst noch die natürliche Immunität zerstört. Alles zusammen: Ein vernichtendes Resultat!!!

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    • Marlisa Schmid sagt:

      ... und das wohlgemerkt bei einer Krankheit, die 99,85 Prozent überleben, und bei der das Sterbealter der Coronatoten mit 86 Jahren über der durchschnittlichen Lebenserwartung von 84 Jahren liegt. Befinden wir uns tatsächlich in einem Irrenhaus oder ist es nur ein böser Traum?

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      • kritisch2020 sagt:

        Ich denke, die Politik ist unter Druck. Warum war der Bundesrat am letzten WEF? Welche Agenda wurde dort besprochen? In der aktuellen Situation distanziere ich mich von unserem Bundesrat. Er hat die Relationen völlig verloren. Ich denke, es bräuchte einen Lockdown in Bern.

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  • Beat Furrer sagt:

    Die Asylanten sind anscheinend vernünftiger als deren Betreuer und die politisch korrekten Schweizer. Die merken, dass die Impfung nichts Gutes bringt und verweigern zu Recht die Impfung. Das mache ich auch!

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  • ToWa sagt:

    Wo holen Sie denn morgens Ihre Milch? Sind Sie auf Mallorca in den Ferien? Im Ernst: Es geht hier um Corona und nicht um eingebürgerte Schweizer oder dunkelhaarige Ausländer. Die sind oft kritischer als die „richtigen“ Schweizer, welche alles mit sich machen lassen.

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    • VP-Falger sagt:

      @ToWa: Meine Milch hoe ich in einem der drei grossen Lebensmittelkonzerne in der Schweiz. Sehr wohl geht es dabei um Coraona, genauso wie um Grippeerkarankung. Persönliche Hygiene ist das A&O, denn damit schütze ich auch die anderen. An kritischer Standfestigkeit mangelt es bei mir sicher nivht...

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Die ganze "Asyl-Industrie" scheint in dieser Covid-Situation völlig überfordert zu sein! Sonst geniessen Leute mit einem "Asylstatus" alle nur erdenklichen Betreuungs- und Verwöhnungs-Hängematten! Kein Wunder , dass die Intensiv-Stationen der Spitäler mit mehrheitlich Migranten belegt sind! Langsam wird klar, dass Eingewanderte Leute aus aller Welt (in der Schweiz ist jeder 2. Bewohner ein Migrant der letzten 50 Jahre!) mehr Rechte und Toleranz hat , als wir "Meiers, Hubers oder Müllers"!

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  • eduardkeller sagt:

    NGO's sind kein Segen und kosten den "nichtsahnenden" Steuerzahler Millionen. Putin, russische Föderation, erkannte den NGO Unsinn längst und verbot diese obskuren Organisationen und Sekten. Auch Viktor Orban geht den NGO's an den Kragen. Ich träume davon, dass Sommaruga auch den Klima NGO's das Geld verweigert!

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  • Florence sagt:

    Vielleicht, Herr Mörgeli, sollte man den Asylanten einfach zugestehen dass ihnen niemand - wie Herr Köppel vor einiger Zeit noch forderte- in die Körpersäfte regiert. Ihre Position ist natürlich schlechter als die eines Schweizers. Obwohl… die Rechte der CH Bürger gehen stetig bachab ….
    Sollten Sie Ihre Kolumnen nicht eher darauf konzentrieren? Dass eine Regierung den Nicht-geimpften Steuerzahlern verbietet in Restaurants zu gehen? Das, Herr Mörgeli, als SVP ler ,sollten Sie hinterfragen

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  • VP-Falger sagt:

    Fast jeden Morgen hole ich mir meine Milch und sehe vorwiegend Gesichter ausländischer Herkunft an mir vorbeilaufen, während ich gerade dabei bin, mir die Hände zu desinfizieren. Es sind nicht nur Asylanten. Es sind hauptsächlich südstämmige Ausländer oder Eingebürgerte. Wer sich hygienisch verhält und gesund ist, braucht bei Gott kein Covid-Zertifikat... Was heute stattfindet, ist eine unrechtmässige Subventionierung der weltweiten Pharmaindustrie durch unsere Politiker und deren Medien.

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  • fuchs85ch sagt:

    Asylbewerber sind überwiegend Jung und gesund. Wieso sollten diese sich impfen lassen? Man kann das Virus trotzdem weitergeben.
    Asylbewerber haben wie Schweizer das Recht über Ihren Körper selbst zu entscheiden.
    Alles andere ist Impfzwängerei

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    • Andreas sagt:

      Covid19 ist die erste Krankheit, bei gesunde ansteckend sein sollen bzw können. So wird es uns erzählt

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      • landart sagt:

        Es wird ihnen nicht erzählt...sondern die Virologen haben es festgestellt. Sie können ja selbst ihren Covid-Immunstatus feststellen lassen...und sogar ihren Ansteckungsgrad im Elektronenmikroskop anschauen. Ja so ist das mit der Wissenschaft...in der Notaufnahme zählen Erzählungen über Covid19 nicht mehr.

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    • landart sagt:

      Das stimmt ja nur bedingt, was die schreiben. Auch Covid geht nicht an Asylbewerbern und Migranten vorbei...aktuell sind die meisten Infektionsbetten mit diesen Menschen belegt. Und von Geimpften geht nur im Gegensatz zu Ungeimpften nur eine sehr geringe Weitergabe der Covid-Viren aus. Ich kenne niemanden, der sich im Gefahrenfall gegen seine Körperschutz entscheidet, auch nicht, wenn diese sehr gefährliche Lungenerkrankung ihn ereilen sollte. Covid ist eine hochansteckende Seuche.

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  • Putin sagt:

    Scheitern? Nein diese Betreuer respektieren die Meinung der Asylsuchenden. Diese sind ja gerade von totalitären polit- Systemen geflüchtet, von Staaten die rücksichtslos die Menschen beherrschen, so wie es Herr BR Berset gerne tut wenn er nur die Chance dazu bekommt.

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