25. Mai 2021
Alles lesen
Beat Gygi

Die Bauern im Spiel von Trinkwasser-Initiantin Franziska Herren: Ihr macht, was ich will, sonst kriegt ihr kein Geld  

Franziska Herren, Urheberin der Trinkwasser-Initiative, ist als Fitness-Trainerin bekannt, aber eigentlich wäre der Begriff Herrin eher am Platz.

Was will die Initiative für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrungsmittel? Dass Bauern keine Direktzahlungen mehr erhalten, wenn sie synthetisch-chemische Pflanzenschutzmittel einsetzen oder Futter für ihre Tiere zukaufen oder vorauseilend Antibiotika einsetzen.

Es geht den Initiantinnen also nicht einfach darum, dass Nahrungsmittel oder Sickerwasser frei von bestimmten Rückständen sein sollen. Nein, sie wollen den Bauern vorschreiben, wie sie arbeiten sollen. Fast wie im Computerspiel.

Dreinreden ins Leben anderer. Etwa: Kaufen und Verkaufen von Futter gefällt uns nicht, Bauernhöfe gehören isoliert, Handeln verboten. (und miteinander sprechen?)

Chemische Pflanzenschutzmittel auch verboten, nur Sachen wie Kupfer für Bio sind erlaubt. (auch wenn sie die Böden belasten?)

Ruhe, keine Widerrede, wir sagen, wie es geht, sonst kriegt ihr kein Geld.

Immerhin wird nicht vorgeschrieben, wer alles grüne Stiefel tragen muss.

549 28

18 Kommentare zu “Die Bauern im Spiel von Trinkwasser-Initiantin Franziska Herren: Ihr macht, was ich will, sonst kriegt ihr kein Geld  ”

  • Anna sagt:

    ...warum kommt mir da spontan "brunnetrögle" in den Sinn?

    14
    0
  • steinlin sagt:

    Was mich interessieren würde, warum ist unser Insekten- und Vogelbestand um 60% gesunken, das hat Zusammenhänge ?

    20
    8
    • verena sagt:

      Wenn der Menschenbestand um soviel sinken würde, gäbe es seeeehhr viele Probleme nicht. Sogar die hauseigenen Luxusprobleme, wie sie aktuell sehr im Trend sind, würden schwinden. Also, wieso wird nicht eine Geburtenregulierung ins Auge gefasst? Das würde der Spezie Mensch und der Natur um vieles Mehr helfen.

      45
      5
  • FrankZMarg sagt:

    Micromanagement von oben herab, via Gesetze. Hier Micromanagement eines ganzen Berufsstandes. Die Überzeugung, dass man die "richtigen Werte" an alle vermitteln muss, ist bei den Linken dermassen stark, dass sie sich nichts anderes vorstellen können. Immer mit der moralischen Mission, die "Zukunft für alle zu retten". Dabei würde es reichen, die Gegenwart zu verbessern. Aber das machen die Bauern ja schon selber, da kann man sich gar nicht mehr wichtig fühlen...

    60
    2
  • Guy Tiger sagt:

    Unser Wasser liegt mir sehr am Herzen. Unsere Landwirtschaft produziert in der Mehrheit nicht wasserschonend, das ist leider eine Tatsache. Jedoch überzeugt keine der aktuellen Vorlagen weder die Trinkwasser Initiative, welche "zweckgebunde und allgemeine Bundesmittel" ausgeben will, um gefügige Landwirte zu belohnen, noch die Pestizid Initiative, welche den einheimischen Produkten den (bio) Wettbewerbsvorteil entziehen will, indem sie auch Importe den selben Richtllinen unterstelllt. 5xNEIN

    86
    4
  • VP-Falger sagt:

    Jede grünmoralisch angehauchte und ideologisch verblendete Person sollte ein Pflichtjahr auf einem schwach mechanisierten Bauernbetrieb, auch Bergbauernbetrieb absolvieren müssen. Ausserdem sollten sich die Politiker damit befassen, wieviel Bauernstand es benötigt, um das Schweiter Volk autonom zu ernähren. Dann würde die reguliete, allein von der Schweiz bestimmte Zuwanderung bestimmt in einem anderen Lichte erscheinen... inklusive der zum Grossteil die Gefängnisse füllenden Pseudo-Flüchtlinge.

    161
    1
  • Angy Scheiwiler sagt:

    Frau hat keine Ahnung von Landwirtschaft, - das ficht sie auch keineswegs an - möchte diese als Fitnesstrainerin jedoch so richtig fit und fett grün machen - frei nach der Maxime, dass Fitness nie schaden kann, egal wie, wo, unter welchen Umständen. Hurra, wir leben im Zeitalter des fit for fun!

    100
    3
  • Edmo sagt:

    Franziska Herren ist der Prototyp der Gutmenschin. Sich einmischen, befehlen und bestrafen sind die Kernkompetenzen dieser Leute. Von der Sache müssen sie nichts verstehen. Im Gegenteil, je weniger die Gutmenschen von einer Sache verstehen, desto überzeugter können sie für ihr diktatorisches Ansinnen eintreten. Niederschmetternd ist einzig, dass die unter Dauerbeschuss stehenden Bauern nichts begreifen und sich genau gleich verhalten. Der Bauernverband befürwortet das CO2-Gesetz. Unfassbar!

    274
    5
    • Reininghaus sagt:

      Diese Tatsache zeigt es überdeutlich! Die Bauern tun alles dafür, dass diese beiden Initiativen abgelehnt werden, weil sie partout nicht das Kleinste ändern wollen. Es ist - meiner Meinung nach - reinster Egoismus, oder Angst vor Neuerungen. Und bevor nun eine künstliche Empörung losgetreten wird, hier der Beweis: Das Befürworten des Co2 Gesetzes zeigt, dass es ihnen egal ist, wenn Familien mehr bezahlen müssen. Es geht allein nur um ihre Interessen!

      19
      11
  • hape sagt:

    Denken wir einfach mal daran - Domina Franziska hin oder her - die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Und sorry - ich pinkle mir auch nicht selber in meinen Gartenteich.

    Ich bin es langsam leid, den Bauernstand zu verklären und weiter mit Sonderprivilegien zu beschicken. Denn auch mein Steuergeld fliesst da.

    Und ja - ich bin nicht im Ansatz links-/grünfreundlich...

    38
    174
    • Realistin sagt:

      Man muss den Bauernstand nicht verklären. Man kann aber davon ausgehen, dass sie die letzten sind, die ihr Wasser und ihr Land vergiften wollen. Denn sie sind die einzigen, die unmittelbar von ihrem Land leben.
      Es ist eine Tatsache, dass die Bauern nicht ohne Zuschüsse existieren können. Aber es würde nicht schaden, die mal zu reformieren. Es muss nicht sein, dass ein Grossbauer im Mittelland 500'000.- Subventionen bekommt. Die Subventionen sollen die Existenz sichern, mehr nicht.

      84
      3
    • verena sagt:

      @Hape
      Wir haben sehr viele Gutmenschen im Lande.
      Ich führe ein Lebensmittelgeschäft. Bin bemüht einwandfreie Ware anzubieten. Wenn aber Obst und Gemüse kleine Wetterschäden aufweisen, im Grunde aber noch längstens geniessbar sind, sind die Moralapoostel der Gutmenschfraktion sehr bedeckt mit einkaufen!
      Es gibt immer mehr Leute, die zurück zur Natur wollen. Macht das, aber geht zu Fuss und kauft auch Produkte, die etwas verformt sind oder wetterentsprechend aussehen. Danke....:)

      51
      0
    • verena sagt:

      @Hape zum 2.
      Meine Steuergelder fliessen auch! Seit 14.Monaten finanziere ich ihre Mitläufer mit und von diesen gibt es nicht gerade wenig in der Politik. Und warum? Weil dort das Geld am einfachsten zu verdienen ist. Das Salär fliesst, wenn auch eine ganze Natuon an die Wand gekarrt wird. Es wird viele geben, die diese Machenschaften an den Abgrund treibt. Alle die dies beschlossen haben leben von Steuergeldern und da wollt ihr unseren Bauern sagen, was zu tun ist? Einfach nur lächerlich......

      39
      1
    • Reininghaus sagt:

      Sie sprechen mir aus dem Herzen, danke!

      30
      2
    • holsderkuckuk sagt:

      Bei Messungen der Schadstoffe im Rhein bei Basel ist ungefähr der siebzigste Teil der Schadstoffe der Landwirtschaft zugewiesen. Offenbar ist das der grösste Brocken den es sofort zu beseitigen gilt. Keine Weltretter geschweige denn ein Gutmensch lässt sich zu den anderen Schadstoffen vernehmen. Wie wäre es mit den vielen Drogen, Kokain, synthetische aller Art das lässt sich auch im Wasser feststellen. Anscheinend sind chemische und andere Drogen lebensnotwendig.

      3
      0
  • Rolf Bolliger sagt:

    Franziska Herren wird langsam zur "Lebensmittel-Diktatorin" ! Wenn die Landwirte nicht so arbeiten, wie es die Trinkwasser-Initiantin will und aufzwingt, sollen also die Bauern keine Direktzahlungen mehr vom Bund bekommen! Was sagt eigentlich diese "Trinkwasser-Schützerin" zu den überfüllten, meterlangen, vollgestopften Verkaufsregalen mit Putz, WC- oder anderen Giftstoffen in den Einkaufsläden? Bis jetzt gar nichts! Sie prügelt nur auf jene ein, die am meisten Stunden im Tag arbeiten müssen!

    248
    7
  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Darum ein doppeltes NEIN zu den beiden Agrarinitiativen am 13. Juni. NEIN. NEIN. NEIN. NEIN.

    217
    9

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.