27. Mai 2021
Rolf Hürzeler

Die BBC erhält die Quittung dafür, dass sie Kritik jahrelang in den Wind geschlagen hat – eine Warnung für die SRG

Politische Zufälle sind oft brutal: Eben wurde bekannt, dass die BBC den journalistischen Diana-Interviewer und Fälscher Martin Bashir jahrelang deckte. Und zufälligerweise gibt der einstige BBC-Star-Interviewer Andrew Neil gerade jetzt bekannt, dass Mitte Juni sein, seit einiger Zeit geplanter News-Kanal auf Sendung geht.

Dieser soll dem Publikum eine Alternative zur BBC bieten, die von vielen als linkslastig empfunden wird und zusehends qualitative Mängel aufweist.

Das kommt Schweizer Medienkonsumenten irgendwie bekannt vor.

Für manche ist die SRG seit Jahrzehnten politisch links der Mitte angesiedelt – das ist ein alter Hut. Neu ist hingegen, dass zumindest SRF das journalistische Handwerk zusehends abhanden gekommen ist.

Wer es nicht glaubt, schalte doch einfach die «Tagesschau» ein, deren Nachrichtenwert nach und nach Richtung Null tendiert wie etwa in den letzten Tagen.

Wer weiss, vielleicht liefern Andrew Neil und sein Team den Beweis, dass ein unabhängiger Nachrichtenkanal privat finanzierbar und erst noch journalistisch gut sein kann?

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9 Kommentare zu “Die BBC erhält die Quittung dafür, dass sie Kritik jahrelang in den Wind geschlagen hat – eine Warnung für die SRG”

  • Santenbergler sagt:

    SRG und Warnschuss?!? Selbstgefälligkeit und Überheblichkeit verhindern das Gehör für Warnschüsse. Am 14.6.15 wurde mit dem RTVG und medienministerieller Fehlinfo und Angstmacherei eine dicke Betonglocke über die SRG gespannt, die jegliche Kritik abprallen lässt. Solange PolitikerInnen aus Angst vor Kamera/Mikrofon-Entzug nicht den Mut haben, mal geschlossen einer "Arena" fernzubleiben; solange Sexismus folgenlos wüten kann, solange wird sich beim Staat im Staat leider nichts ändern . . .

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  • Anstolmi sagt:

    Höchste Zeit für eine Gebührenabstimmung! Mediensubventionen und die mehr als üppige finanzielle Ausstattung von SRF durch die Politik ist nichts anderes als Korruption. Gegenseitige Korruption...

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  • Sandro Consoli sagt:

    Auch hier sollte klar geschrieben werden, dass die Billag Initiative abgelehnt wurde und zwar wegen Versprechen seitens der Regierung SRG neutral zu gestalten. Dies ist bis heute nicht eingehalten worden. Der Klientelschacher in der Direktion der SRG ist weiterhin geblieben. Die Weltwoche sollte doch wieder eine Kommunikations-Intiative die freie Senderwahl erlaubt in die Wege leiten.

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  • hape sagt:

    Habe gestern mal in der "Sonder-Arena" und im "Club" reingeschaut. Fazit: Warme Luft, ein respektloser Broz animiert mich zum Kotz...

    Und im Club die FDP Klima-Aktivisitin "iregndeinname-Stauffacher" (wobei ich mich wundere, weshalb die noch nicht aus der FDP entsorgt wurde - na ja, wenn ich mir Gössi so ansehe, kein Wunder), nach deren überhitzter Luft wir ohne Klimageld-Umverteilung das nächste Jahr nicht mehr erleben...

    Und die Moderatorin hat sie gefühlte 3/4 der Sendezeit schwafeln lassen

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  • Stefan Mueller sagt:

    Links der Mitte...der ist gut...der Gag des Jahrhunderts!
    Wo Heimatmüde Schwätzer Lügner Blender und protzige CIA-Ringier-Spezialgenossen-Betrüger grossklapprig resp. klappigrot, dem Bünzli tagtäglich versifftes Linksgesindel-Geschwafel einzuhämmern versuchen, wo Tötschli Stuhlkreise mit Lichterketten-Atitüden "präsentieren"...Göttchen Hürzeler...Links der Mitte!?!
    O.k. wenn man den linksextremen Schnorrer-Stil nimmt, wo sich Linksradikale à la Badran selber als ..hihi.-..liberal..bezeichnen...

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  • winner16 sagt:

    Habe auch genügend eigene Erfahrungen damit! Der Hammer war aber, als SRF merkte, dass die Corona-Stimmung auf den Kommentar-Plattformen kippte, hatten sie einfach die "Zustimmen/Ablehnen"-Funktion entfernt!

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  • UrsD sagt:

    Verfälschte Nachrichten zu verbreiten könnte man ja noch halbwegs akzeptieren, wenn es nicht um ein mit Zwangsgebühren finanziertes Staatsfernsehen ginge und wenn diese Institution sich nicht dermassen gegen jegliche Meinungsfreiheit stemmt und sich nicht davor scheut, massivste Zensur ausüben würde, ja sogar immer mehr sogar missliebigen Leuten deren Account sperren würde.

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    • winner16 sagt:

      Habe auch genügend eigene Erfahrungen damit! Der Hammer war aber, als SRF merkte, dass die Corona-Stimmung auf den Kommentar-Plattformen kippte, hatten sie einfach die "Zustimmen/Ablehnen"-Funktion entfernt!

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      • UrsD sagt:

        Ja, das war die oberprimitive Verzweiflungsreaktion mit einer Begründung (technische Probleme, Missbrauch), die nur zu leicht zu durchschauen war. Mittlerweilen haben sie nach monatelangen Protesten, selbst von Seite ihrer ideologischen Anhänger, das "Zustimmen" (nicht aber das "Ablehnen") wieder eingeführt, was natürlich wenig aussagefähig, aber so gewollt ist.

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