20. August 2021
Alles lesen
Rolf Hürzeler

Die britische Polit-Aktivistin Lily Cole bewirbt ihr neues Buch mit einer Burka – keine gute Idee

In normalen Zeiten hätte ihr Publikum gejubelt. Die britische Politaktivistin, Sängerin und Schauspielerin Lily Cole posierte in einer Burka auf Instagram, um für ihr neues Buch «Who Cares» zu werben.

Sie propagiert darin eine multi-ethnische Gesellschaft, in der sich alle um alle kümmern.

So weit, so schön in ihren Kreisen, sollte man meinen. Doch die Zeiten haben sich soeben geändert.

Ausgerechnet bei ihren eigenen Anhängern ist der Promo-Gag mit dem Kopftuch schlecht angekommen. Seit die Taliban in Afghanistan an der Macht sind, finden viele Frauen das Teil nicht mehr ganz so toll und verstehen es nicht mehr als ein gut gemeintes Zeichen multiethischer Integration.

Lily Cole sah sich plötzlich einem Sturm der Empörung ausgesetzt und muss sich nun öffentlich «ernsthaft entschuldigen».

Stellt sich die Frage, ob dieses Mea Culpa tatsächlich ankommt, denn Lily Coles Begründung ist etwas dünn: «Ich habe die Nachrichtensendungen nicht gesehen.»

290 2

3 Kommentare zu “Die britische Polit-Aktivistin Lily Cole bewirbt ihr neues Buch mit einer Burka – keine gute Idee”

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.