21. Januar 2021
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Alex Baur

Die britische Mutation von Covid-19 geistert seit Monaten in der Schweiz herum, ohne messbare Folgen. Das BAG hat das gewusst – und verschwiegen.  

Bei der nachträglichen Untersuchung einer positiven Corona-Probe vom letzten Oktober hat das Universitätsspital Lausanne die genetischen Sequenzen des britische Mutanten B1.1.7 nachgewiesen. Das BAG wurde am 5. Januar informiert. Andere Forscher hatten bereits im Dezember diese Covid-19-Variante im Abwasser gefunden, wie der Tages-Anzeiger aufgedeckt hat.

Als der Bundesrat letzte Woche eine weitere Verschärfung des Covid-Regimes verordnete, gab er vor, es müsse nun unbedingt das Eindringen des ominösen Briten-Virus in die Schweiz verhindert werden. In Wahrheit treibt sich B.1.1.7 längst im Land herum. Und wenn diese Variante wirklich so viel ansteckender wäre, wie spekuliert wird, müsste sich dies in Reproduktions-, Hospitalisierungs- und Todesraten niederschlagen.

All diese Werte weisen seit Anfang Dezember aber stetig nach unten.

Coronaviren kommen und gehen, kein Mensch weiss wirklich warum. Man findet immer nur, was man sucht. Die Jagd nach dem Briten-Virus gleicht einer Jagd nach Flöhen auf der Prärie. Die Sequenzierung eines Genoms ist aufwendig. Die Vorstellung, dass man B.1.1.7 in den Griff kriegen oder ausrotten könnte, erscheint aberwitzig. In der Not hält man sich an Zufallsfunde, um dem Volk noch mehr Opfer abzuverlangen. Aufs Geratewohl werden Betriebe durchgetestet und Dörfer unter Quarantäne gesetzt.

Hätte jemand vor einem Jahr einen derartigen kollektiven Irrsinn prognostiziert – man hätte ihn als Verschwörungstheoretiker verhöhnt oder für verrückt erklärt. ​

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6 Kommentare zu “Die britische Mutation von Covid-19 geistert seit Monaten in der Schweiz herum, ohne messbare Folgen. Das BAG hat das gewusst – und verschwiegen.  ”

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