29. September 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Die Debatte um Afghanistan-Flüchtlinge ist ein Etiketten-Schwindel: Es geht nicht um Menschen, die vor den Taliban flüchten

Wir haben alle noch die Bilder von den chaotischen Zuständen nach dem Abzug der US-Truppen aus Kabul vor Augen. Unter diesem Eindruck beschloss das Parlament für Donnerstag eine dringliche Debatte zu diesem leidigen Thema.

Dabei wird die Aufnahme afghanischer Flüchtlinge ein zentraler Punkt sein. Die Medien haben die Stimmung mit Gräueltaten der Taliban angeheizt.

Doch die Menschen, um die es geht, wenn die Rede davon ist, zusätzliche Asylbewerber aus Afghanistan aufzunehmen, sind nicht jene, die jetzt vor den Taliban flüchteten. Es sind afghanische Frauen und Männer, die seit Jahren in Lagern Pakistans, dem Iran und der Türkei leben.

Freilich sind das auch Schutzsuchende, doch vor was sind sie vor langer Zeit geflohen? Vor dem Elend, vor dem Krieg, vor den Truppen des Westens? Das wüsste man halt auch gerne. Und haben sie überhaupt einen Anspruch auf Asyl?

Es ist aber ein Etikettenschwindel, wenn man die  humanitäre Krise in Afghanistan zum Vorwand nimmt, um eine Personengruppe in die Schweiz umzusiedeln, die eigentlich gar nicht unmittelbar bedroht ist, nur weil die Umstände günstig sind.

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12 Kommentare zu “Die Debatte um Afghanistan-Flüchtlinge ist ein Etiketten-Schwindel: Es geht nicht um Menschen, die vor den Taliban flüchten”

  • Rolf Bolliger sagt:

    Fortsetzung meines Kommentars: Die importierte Kriminalität bleibt weiterhin in unseren links/grünen Medien ein völliges Tabuthema! Da muss schon ein Bundesrat mit einem Freiheitshemd für unsere bewährten Werte (Direktdemokratie, Freiheit und Selbstverantwortung) ehrlich einstehen, dass die Medienschaffenden tagelang ein "höchst kriminalistisches" Thema beim Namen nennen! Ich hoffe, dass Herr Köppel einmal in einem "Weltwochen-Daily" zu diesem Horror ausführlich auf den Grund gehen wird!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Vor einigen Tagen gab es in Lausanne bei einem "Gruppenkrieg" zwischen gewaltbereiten Jugendgruppen (aus La Chaux-de-Fonds und Biel) einen Toten und ein Schwerverletzter. Vor einigen Minuten las ich in den SF-NEWS eine unendlich lange Abhandlung zu dieser und den sich rasant häufenden Jugengewalttaten. Wer und woher diese Jugendliche stammen wurde im langen Bericht nur in einem einzigen Satz angetönt: Die meisten dieser Berufs-Strassenkrieger hätten einen Migrationshintergrund! Punkt!

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  • feldmaus01 sagt:

    Die sechs Kommentare alle sehr gut geschrieben. Unserem BR empfehle ich für die morgige dringliche Debatte: Sofortige Aufhebung der 3G Regeln. Das würde für mich Sinn machen. Jeder Krieg ist scheusslich für die Menschen .....

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  • Eliza sagt:

    2. Teil
    DK: Sprach- und Kulturunterricht ab Asylantrag obl.!. Geht man nicht, 30% Finanzen-Abzug. - Nach einem Jahr: kein Dolmetscher mehr.! - Nach drei Jahren MUSS jede! Arbeit angenommen werden...

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  • Eliza sagt:

    1. Teil: Bund soll Pflichten und Rechte von DK und S übernehmen.
    S: Flüchtlinge erhalten nur zeitlich begrenzte! Aufenthaltsdauer.
    Drei Jahre, danach kann die Person einen dauerhaften Aufenthaltsstatus beantragen. Voraussetzungen: Nachweis Wohnsitzund Einkommen, welches die Lebenshaltungskosten deckt sowie ausreichende Schwedischkenntnisse und Kenntnisse der Gesellschaft. Es wird überprüft, ob die Person eine Straftat begangen hat.

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  • MiG-63 sagt:

    Ist es Zeit für eine Volksinitiative? "Stabilisierung des Asylwesens" (Details noch genauer zu prüfen): (1) Begrenzung Asyl auf Bürger der OSZE Staaten (Stand 2020), (2) Zehnjahresmoratorium Migration und Einwanderung von Bürgern von Staaten außerhalb OSZE und Australien/Neuseeland, (3) Ausnahmen gem. strikten Kontingenten und Regeln wie in Australien. Dies würde Asylwesen stabilisieren UND die heimische Asylindustrie zerstören. 2. Initiative: Durchsetzungsinitiative 2.0 für obige Initiative...

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  • olive sagt:

    Zum Thema Flüchtlinge hier interessante Gedanken vom Psychiater Wolfgang Meins:
    https://www.achgut.com/artikel/haben_wir_wirklich_2015_derart_viele_wahnsinnige_aufgenommen/P30#comment_entries
    Es ist verrückt, was die "guten Menschen" hier wieder planen. Sie denken offensichtlich weder an die Folgen für das Aufnahmeland noch an die Folgen für die Migranten, sie fühlen sich einfach gut dabei, wenn sie so gut sind.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Eine gute Kennerin von Afghanistan und deren Bevölkerung warnt die Europäer eindringlich vor der drohenden Flüchtlingswelle und vor der Aufnahme von Afghanischen Flüchtlingen. Sie warnt auch davor, die Taliban zu verteufeln, wie es unser Staatsfernsehen und die linke Presse mit Vehemenz tun. Afghanen sind schwer integrierbar, sind äusserst kriminell und lehnen westliche Werte ab. Die dummdreisten naiven Willkommenseuphoriker können es kaum erwarten,unser Land mit noch mehr Kopftüchern zu fluten.

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  • andreaswerb sagt:

    Die Schweiz ist gut beraten, dem deutschen Migrationswahnsinn nicht zu verfallen und Scheinasylanten bzw. Asyltouristen unmissverständlich klar zu machen, dass es keine illegale Einwanderung in Schweizer Sozialsysteme und Kriminalstatistiken geben wird. Der deutsche Weg, alle ohne Sinn und Verstand erst ins Land zu lassen und dann nicht mehr loszuwerden, führt in die Katastrophe.

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Es geht darum, die Homogenität und Stabilität souveräner Nationalstaaten zu zersetzen. Ein Angriff auf selbstbestimmte Freiheit und Lebensqualität. Zugunsten eines One-World Einheitsbreis ohne jede Lebensqualität. Ausser für die Globale Elite, die davon natürlich nicht betroffen ist. THE WINNER TAKES IT ALL!

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    • markus.schudel@gmx.ch sagt:

      Ja, was die Gutmenschen in ihrer grenzenlosen Multikulti-Weltumkrempelung immer übersehen, ebenso wie die vielen Grünen, die vermutlich wirklich davon überzeugt sind, etwas Gutes für die Welt zu tun:
      Zum Schluss frisst die Revolution die eigenen Kinder. Ganz wenige Gewinner haben sich gut etabliert und profitieren enorm. Die meisten jedoch werden enttäuscht und wehmütig ihren verlorenen Idealen nachtrauern.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Wenn alle "noch echten Volksvertreter(innen)", gegen das Vorantreiben des Asyl(un)wesens durch die links/grünen "Gutmenschen"-Parteien in der Debatte sachlich und klar antreten, haben solche Wirtschaftsflüchtlinge kein Anrecht zu uns umgesiedelt zu werden! Aber genau hier muss jeder klar denkender Politbeobachter in grösster Sorge bleiben! Keiner der Parlamentarier wäre ja bereit solche reine Wirtschaftsprofiteure daheim aufzunehmen und ihre fremde Kultur zu akzeptieren! Einfach JA stimmen!

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