08. Juli 2021
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Wolfgang Koydl

Die deutschen Grünen haben kein Problem mit den Schummeleien von Annalena Baerbock. Das sagt alles über ihr Staatsverständnis

Spätestens seit Watergate gilt für politischen Skandal: Nicht die Untat bringt den Urheber ins Straucheln, sondern die Versuche, sie zu bemänteln, zu vertuschen oder zu leugnen.

Derzeit beweisen die deutschen Grünen die Gültigkeit dieses Gesetzes: Je mehr sie die Schummeleien ihrer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock relativieren, desto mehr verpufft auch ihre eigene Glaubwürdigkeit.

In einer Kombination aus Dünnhäutigkeit und Dickfelligkeit, Weinerlichkeit und Bissigkeit reden sie von «Lappalien» – so der Grüne Oliver Krischer in der Sendung von Markus Lanz. Vor ihm hatten übrigens 28 Spitzen-Grüne eine Teilnahme an der Talkshow abgesagt.

Doch wenn eine Frau, die «leitende Angestellte der Bundesrepublik» (Helmut Schmidt) werden will, stiehlt, lügt und betrügt, dann ist das keine Petitesse.

Dass die Grünen das nicht sehen wollen oder schlimmer: nicht sehen können, sagt alles über ihr Staats- und Selbstverständnis: Alle sind gleich, aber manche sind gleicher.

Deshalb haben die deutschen Grünen kein Baerbock-Problem. Das Problem sind und waren sie schon immer selber.

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18 Kommentare zu “Die deutschen Grünen haben kein Problem mit den Schummeleien von Annalena Baerbock. Das sagt alles über ihr Staatsverständnis”

  • Freigeist sagt:

    Die Grünen zeigen in der Reaktion auf die Entlarvung von Baerbocks zusammenkopierten Buch ihr wahres , autokrates Gesicht : die übelsten SED Funktionäre waren Hippies dagegen .

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  • steinlin sagt:

    Es ist doch wurscht, grüne oder Sozis, beide sind unwählbar

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  • Realo100 sagt:

    Die Grünen haben kein Problem, denn sie SIND das Problem

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  • Alwis54 sagt:

    Dem aktualisierten Lebenslauf von Frau Baerbock entnimmt man einen Masterabschluss ohne vorhergehenden Bachelorabschluss - welcher Personalchef einer normalen Firma würde so jemanden einstellen. Ich habe den Eindruck, dass man bei sehr vielen Politikern der Grünen wenig findet, dass in einem Beruf der freien Wirtschaft sinnvoll verwendbar wäre, viele Studienabbrecher, vom Hörsaal in den Plenarsaal.

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  • Bischi49 sagt:

    Treffend analysiert! Die Unehrlichkeit ist tatsächlich ein Geburtsfehler der Grünen (auch der schweizerischen), denn das grüne Mäntelchen dient lediglich zur Tarnung des roten Kerns.

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  • Hans Peter sagt:

    Höchste Zeit, dass auch der hinterletzte möchtedochsooogerne Moralsaubermann nicht nur im dafür notorischen Deutschland zu realisieren beginnt, welche Monströsitäten uns hinter dem nun glücklicherweise abblätternden grünen Lack erwarten.

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  • baloiszydeco sagt:

    Wenn die No 1 Grüne stiehlt, lügt und betrügt, muss man Klimaskeptiker werden.

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    • oazu sagt:

      Nein nein, wenn Grüne (und Linke) stehlen, lügen und betrügen, ist das alles für gute Zwecke, wie Bekämpfung von Klimawandeln, Schaffung von Klimagereichtigkeiten, Bekämpfung von Klimaleugnern und allen rechts ihrer ideologischen Brüder und Schwestern der SP Stehenden, All das heiligt fast sämtliche Mittel dazu.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Die Netten und Linken,
    die immer so haarscharf aufpassen, dass alle anderen gaaanz fest anständig bleiben; sowie der Linksstaatssumpf, also der Müllstream und die Rotfunkanstalten mit ihren Lakaien und Vasallen, die sich aber noch so gerne mit der Kohle der phösen Anderen, durch den Linksstaatsfilz schmieren lassen um bei der Hetze gegen Andersdenkende und der Suche nach Nazis gaaanz fest anständig mitzuhelfen...gestanden bisher noch nicht mal ein, dass gar der Name Baerbock peinlich gefakt ist

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    • Garymh sagt:

      Die Geisteshaltung und das Denkschema der Grünen ist das ursächliche Problem. Konsequentes Ausblenden von anders Denkenden, Marginalisierung, Verteufelung und Abschieben in die Lächerlichkeit. Dies zeigt sich jetzt auch beim Thema Baerbock-Ungereimheiten, und das ist vor allem in der grünen Politik-Stossrichtung der Partei so.

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    • Peter Eschmann sagt:

      Die meisten Bären haben ein braunes Fell und die weissen sollen scheint‘s bald ausgestorben sein.

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