01. Juli 2021
Florian Schwab

Die Deutschen haben die EM politisch aufgeladen. Zum Glück sind sie gegen England rausgeflogen. Jetzt kann es wieder um den Sport gehen

Als Manuel Neuer nach dem 0:2 gegen England vor die Kameras trat, war sie bereits ab, seine berühmte Regenbogenbinde. Zu jedem einzelnen Spiel hatte sie seinen Oberarm umschlossen.

Klar, geben sich auch manche Spieler oder Mannschaften anderer Länder gerne progressiv. Bei den Deutschen war es aber penetrant.

Auf dem Gipfel ihres fussballerischen Moral-Trips überlegten sie sogar, die Allianz-Arena in München in Regenbogenfarben anzuleuchten. Ausgerechnet zum Ungarn-Spiel – ein vernehmliches «Fuck You» an die Osteuropäer.

Man kann inhaltlich zum jährlichen «Pride»-Spektakel und zur Regierung von Viktor Orban stehen, wie man will. Der Sport ist nicht dazu da, politische und weltanschauliche Differenzen auszutragen. Im Gegenteil – er soll aus sich selbst heraus etwas Völkerverbindendes schaffen.

Die Deutschen haben die EM politisch aufgeladen. Ihr frühes Aus ist daher eine gute Nachricht. Nicht auszudenken, wie sich das Land an seiner politischen Moral berauscht hätte, wäre es Europameister geworden.

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16 Kommentare zu “Die Deutschen haben die EM politisch aufgeladen. Zum Glück sind sie gegen England rausgeflogen. Jetzt kann es wieder um den Sport gehen”

  • holsderkuckuk sagt:

    Wer glaubt eigentlich bei uns wäre es besser als in der Deutsch-Demokratischen-Bundesrepublik? Die Roten und die Grünen und die Einpersonenpartei KKS streben die Herrschaft über die Köpfe und Geldbeutel ihrer, wie sie meinen, Untertanen an. Die Visionäre, die an der Wahnvorstellung leiden sie müssten und könnten die Welt retten sollten an der Urne zu Teufel gejagt werden. Die Schweiz braucht eine Revolution gegen alle Politiker. Keiner sollte wieder ein öffentliches Amt versehen dürfen.

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  • Unbunt sagt:

    Die Deutschen waren, sind und bleiben immer Mitläufer und hinterher haben sie von nichts etwas gewusst.

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  • peterlinz sagt:

    Das gesamte Knie- und Regenbogentheater wurde ausgeprägt durch Brüssel inszeniert gegen Ungarn. Aus diesem Grunde war ich schon von Beginn an kein Fan der Mannschaft (Deutsche Nationalmannschaft darf man ja nicht mehr sagen oder schreiben). In der Schweiz sind wir noch nicht so weit; aber vielleicht wird der Apfel doch schon von innen ausgehöhlt durch nördliche Zuwanderung einer angeblichen Elite.

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  • Bernhard Bossard sagt:

    Viel eindrücklicher wäre es, wenn die Spieler vor dem Torschuss kurz niederknien würden. Ob das Spielgerät mitmacht ist eine andere Frage.

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  • Alt-Badener sagt:

    Danke, Florian Schwab, für Ihren Beitrag, der meiner geschundenen Seele so gut tut. Welch ein erbärmliches Schauspiel diese "Mannschaft" bei diesem Turnier gezeigt hat, war nur schwerlich zu ertragen. Ich hatte nur noch einen Wunsch, nämlich ihr schnellstmögliches Ausscheiden. Aber diese "Mannschaft" zeigte ja ein großartiges Abbild des Landes, das sie repräsentierten. Sie zeigten perfekten Kniefall, dokumentierten Antirassismus, Weltoffenheit, Toleranz, Buntheit und sexuelle Vielfalt . . .

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  • Guy Tiger sagt:

    Ich habe echte Schdenfreude empfunden, dass die D Mannschaft ausgeschieden ist. Und ich schäme mich ein wenig dafür. Aber diese "recht"-gesinnten Armbindenträger gehören in die Versenkung - für immer. Gerade als Deutscher darf man keine Arminden mehr tragen, egal für was - nie wieder. Das sie es trotzdem machen, zeugt von einer totalen Geschichtsignoranz der linken und woken.

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  • andreaswerb sagt:

    Die "Mannschaft" ist in hohem Regenbogen rausgeflogen. Die hätten sich eben mehr reinknien sollen ... . 😂

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Ja, viele "reine" Fussball-Sportbegeisterte" sind froh, dass die Deutsche Mannschaft gegen England ihr letztes Spiel ausgetragen hat! Die deutsche, selbstherrliche Arroganz wäre wohl noch deutlicher zur "Politschau" verkommen, wenn die 11 und deren vielen Betreuer weiter gekommen wären! - Schon das ewige Niederknien vor den jeweiligen Anpfiffen (gegen Rassismus!) ist reines politisches Theater und inszenierte Schau! Was sind denn wohl die vielen willentlichen Hakenstellereien beim spielen?

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  • UrsD sagt:

    Geht es bei diesem gigantischen Businessevent überhaupt noch um Sport, wenn eine Truppe von Söldnern im Bereich Sp(r)itzen- und Profi(t)"sport" sich auch in einer "Nationalmannschaft" ein Bein ausreist? Ich denke, es geht ihnen einzig um Marktwertsteigerung und möglichst viel Geld kassieren und nicht um etwas für die Schweiz zu tun. Mit Sport im Sinne von Gesundheitssport hat's schon gar nichts mehr zu tun; im Gegenteil, es gefährdet die Gesundheit und hält viele davon ab, sich selber zu bewegen

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    • Waldi Wick sagt:

      UrsD. Das haben Sie vollkommen richtig erkannt. Eigentlich bin ich erstaunt über die "Kehrtwendung" unseres 'Chefkommentators' RK, der seit Dienstag sogar sein Outfit veränderte. Wie anders hat er doch noch zu Zeiten der Partien in Baku und Rom getönt. Da ist mir Ihre klare Haltung wesentlich sympathischer, UrsD. Danke.

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    • UrsD sagt:

      Vielen Dank, Waldi Wick und all denen, die meinem Kommentar ein Like gegeben haben. Im SRF wäre ich deswegen zerrissen worden und es zeigt deshalb bestens, wo die sogenannten "bildungsfernen und denkfaulen Leute" sich tummeln, die wohl nie über das seit dem alten Rom so verbreitete "Brot und Spiele für das (dumme) Volk" hinauskommen werden. Aber dieses BigBusiness ist eine Art Ersatz für die Religion, das Opium fürs Volk. Warum auch RK sich hier wie eine Windfahne verhält, ist mir schleierhaft.

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  • Erista sagt:

    Trikot durch Regenbogenfarben ersetzen und zukünftig fürs Regenbogenland die Turniere spielen. Frei nach dem Motto: „Komm mit uns ins Regenbogenland. Der Eintritt kostet den Verstand.“.
    Aufreizend, mit Regenbogenarmbinde vor dem Werbeschild von Qatar Airlines zu sitzen, das ist der Hohn hoch drei!
    Aber wie sagte doch Beckenbauer, also der Mann mit den 6,7 Mio.: Ich habe in Katar keine Sklaven mit Kugeln am Bein gesehen. Na, denn….

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  • Markus Saurer sagt:

    Prädikat: wohltuend!

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  • Stefan Mueller sagt:

    Die Zeichensetzer sind raus!
    Wieder ein Zeichen gesetzt; Multikulti funktioniert nicht mal wenn die Hummels und Müllers versagen!
    Allerdings, da kein Warsteiner wie damals den Eishockey-Abstieg verhindert, auch keine Aufstockung wie beim Nations-Cup-Abstieg mithalf, und gar die Grossmächte bevorteilenden Zuteilungen/ Auslosungen und massenhaften Auswechslungen (oder gar wie mittlerweile überall- übliche Wilde-Cards kein Weiterkommen ermöglichten?!
    Muss es denn auch hier noch die Mutti richten??

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