29. Juni 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Die EU schliesst die Schweiz von ihren Forschungs-Programmen aus. Warum erhöhen wir nicht die Gebühren der Studenten aus EU-Ländern?

Es ist wieder das gleiche Kesseltreiben im Gange wie 2014 nach Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative. Damals schon hetzte die linksliberale Elite im Lande gegen das Abstimmungsresultat, weil die EU die Mitgliedschaft der Schweiz beim Forschungsprogramm Horizon 2000 sistierte.

Diesmal veranstalten die ETH-Präsidenten Joël Mesot in Zürich und Martin Vetterli in Lausanne viel Wirbel, aus Angst, dass wegen dem geplatzten Rahmenabkommen und ausstehenden Kohäsions-Zahlungen den in der Schweiz arbeitenden Wissenschaftlern der Zugang zum Programm Horizon Europe verwehrt werden könnte.

Geholfen hat das Jammern nicht viel.

Länder wie Albanien, Türkei und Grossbritannien dürfen am 9. Forschungsprogramm teilnehmen, die Schweiz bleibt aber vorläufig aussen vor. Eigentlich eine Ungeheuerlichkeit, welche die Schweiz hinnimmt.

Unsere Schulen geniessen weltweit den besseren Ruf als fast alle EU-Bildungs-Einrichtungen. Ein Drittel der Studenten an den Schweizer Unis sind Ausländer, der Grossteil stammt aus EU-Staaten. Die EU schädigt also mit einem Ausschluss der Schweiz von Horizon Europe nebenbei auch die eigene Jugend.

Die Schweizer Hochschulen sind für Ausländer billig – an der weltweit renommierten ETH betragen die Gebühren 1500 Franken pro Jahr. Warum verdoppeln oder verdreifachen wir nicht einfach diese Gebühren? Vielleicht versteht man uns dann in Brüssel besser.

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38 Kommentare zu “Die EU schliesst die Schweiz von ihren Forschungs-Programmen aus. Warum erhöhen wir nicht die Gebühren der Studenten aus EU-Ländern?”

  • verena sagt:

    Den ‚Gutmenschen‘ sei Dank! Die EU wird ihre Spielchen weiter spielen, solange wir Politiker haben die kein Pfeffer im A….. haben und nicht für das eigene Land einstehen. Das ganze Politikum muss mit ehrbaren Leuten ausgetauscht werden, denen es klar ist, wie unser Land funktioniert, zur Freiheit und der direkten Demokratie gekommen ist. Erst dann wird wieder Ruhe einkehren. Was aktuell abgeht,,,,, ist mit Worten nicht mehr fassbar!

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      Es ist "Krieg mit anderen Mitteln" ( quasi das 4. Reich - diesmal D & EU umfassend unter der Schirmherrschaft von NATO/USA) und keine "Mitgliedschaftsoption". Mitglieder lösen sich im Nu auf. Das ist das Ziel. Kein Zurück in eine freie selbstbestimmte Zukunft als Nation. Und unsere gewählte Regierung tut alles, um das Volk (diese "Deplorables", also uns, die immer noch glauben sie seien der souveräne 730-jährige Eigentümer dieses Territoriums) von dieser "grandiosen Idee" zu überzeugen.

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  • ADLO37 sagt:

    zZeit wird die PFZ glorifiziert, dass wir Probleme hätten ohne. Tatsache ist, das Gesundheitswesen zeigt dies zZeit deutlich, dass wir zu wenig Personal im Gesundheitswesen ausbilden, weil wir die nötigen Leute bisher, dank PFZ, problemlos erhielten! Da nun viele in ihre Heimatländer zurückreisten, um daheim zu helfen, fehlen diese Leute. Die Verbliebenen sind überlastet und Teile davon suchen sich andere Jobs. Die vielen Zugewanderten müssen auch gepflegt und versorgt werden.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Ja, der Bundesrat soll eine erste Tranche von 100'000 deutschen Zuwanderern und deutschen Grenzgängern heimschicken mit Hinweis auf weitere, fogende Tranchen.

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  • Juerg Schneeberger sagt:

    Es braucht jetzt endlich Politiker, welche einstehen und handeln und zwar in dem Sinne für was diese gewählt wurden!
    Einzig gangbarer Weg im Umgang mit der EU ist: Endlich diejenige Politikerkaste wie Wermuth, Molina, Nussbaumer und Markwalder gem. Schweizerischem Strafgesetzbuch Art. 266 unter Anklage wegen Landesverrat zu stellen.
    Als zweite wirksame Massnahme steht das Anheben der Studiengebühren an.
    Und schlussendlich führt kein Weg mehr vorbei die Gotthard-Durchfahrtsgebühren zu erhöhen!

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    • Waldi Wick sagt:

      Bravo Juerg Schneeberger. So ist es genau. Frage mich nur, wer dazu den Mut hat! Noch vor Beginn des nächsten Semesters. Und die WerMoNuMa etc. sofort ab ins Felsenloch. Im Gotthardgebirge gibts noch genug Überreste der Verteidigungshöhlen aus dem 2. Weltkrieg. Die richten so schon genug Schaden an.

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  • Realo100 sagt:

    1) Stopp der Erpressung durch die EU
    2) Numerus Clausus - Prüfung zuerst für Studenten der EU, und wenn es dann immer noch zu viele Anwärter auf Studienplätze hat evtl. auch NC-Prüfung für CH-Studenten
    3) Gebühren für EU-Studenten multipliziert mit der Anzahl EU-Mitglieder = Semestergebühren

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  • chemiepetet sagt:

    Dieser Ausschluss vom Forschungsprogramm ist aus der Schublade "Schmollen" gezogen worden und gehört in die Kategorie "Nadelstiche". Die europäische Kommission ist düpiert, das ist alles. Also, was soll das Ganze?

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  • wiesenda sagt:

    Der Zugang für ausländische Studenten sollte nicht erschwert werden. Aber Europa-übliche Studiengebühren sind angezeigt, völlig unabhängig von Schikanen der EU.
    Die richtige Antwort auf den Ausschluss von Horizon ist der Aufbau eigener, weltweiter Kooperationen. Das Budget ist ja gesprochen. Statt ein Nationalfonds ein Internationafonds.
    PS: Das Budget von Nationalfonds plus der vorgesehene Beitrag für Horizon sind etwa 50% der Amerikanischen DARPA. Nicht schlecht für die Grösse der Schweiz.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Also bitte
    ist doch überall so!
    Z.B. beim Sport: da dürfen gesunde erolgreiche Sportler auch nicht bei Para-Wettkämpfen mittun!

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  • Erista sagt:

    Die EU Unis gehören im Ranking NICHT zur Welt-Spitzenklasse. Nützen wir doch die CHF 1.3Milliarden besser und vorteilhafter mit US und GB Uni_kooperationen. Die überschuldete und konkursreife EU kann kein Massstab sein. Im Internetzeitalter hat der geographische Standort an Bedeutung verloren. Was bildet sich die EU eigentlich ein. Die EU exportiert mehr in die Schweiz als wir in die EU. Was bezahlen sie uns dafür?

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    • THINK sagt:

      Ja genau - ABER:
      Was werden uns die Horden arbeitsloser Professoren, Assistenten und deren Familien aus dem benachbarten Ausland (sprich Deutschland) an Unterstützungsgeldern kosten? Wer entschädigt die Hausbesitzer für den Ausfall der Mieten leerer und überteuerten Wohnungen ? Was machen Lidl und Co mit den menschenleeren Verkaufsläden allerorts? Wer bezahlt dann die horrenden Parkplatzmieten in unseren Städten? Wer besetzt dann noch unsere Seeufer und Plätze mit Studenten und deren Abfall?

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    • landart sagt:

      Also behaupten kann man viel...es stimmt einfach nicht den Rankings , auch nicht der beiden ETHs. Das muß man doch sehr nach Fakultäten und der Nachfrage nach den Absolventen differenzieren. In Deutschland müssen die vielen Schweizer Studierenden nichts bezahlen...sie bekommen sogar Förderungen. Billiger Revanchismus bringt nichts.

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    • ADLO37 sagt:

      Zudem kommt noch die PFZ dazu! 1.5Mio EU-Bürger verdienen ihren hohen Lohn bei uns. iIn der EU befinden sich nur ca 430Tausend Schweizer:innen, meist noch tätig für Schweizer-Unternehmen. Etliche Staaten, die in Horizon mitmachen haben keine weiteren Verbindungen mit der EU! Also ist die Ausgrenzung der Schweiz eindeutig ein sinnloses Trotzen. Im Weiteren beteiligt sich die Schweiz an vielen internationalen Projekten mit namhaften Leuten und ordentlich Geld.

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  • Janosh sagt:

    Auf die paar 'Milliönchen' EU-Beiträge kann die Schweiz doch problemlos verzichten.
    Unsere Hochschulen gehören auch ohne diese Gelder zu den Weltbesten!
    Wir sollten stattdessen die von Brüssel mit viel Druck eingeforderten Kohäsions-Milliarden in unsere eigenen Hochschul- und privaten Entwicklungsprojekte stecken, statt diese Steuergelder in den gierigen Rachen der EU zu werfen.

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    • winner16 sagt:

      Weltbesten? Mit den Herren Mesot und Vetterli wohl nicht mehr lange!

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      • Realistin sagt:

        Mit diesem Personal plus all den deutschen Professoren und Studenten, die hier sind, weil es hier viel mehr Geld zu kassieren gibt und nicht etwa, um Besonderes zu leisten.
        Wann gab es zum letzten Mal einen Nobelpreisträger von einer Schweizer Hochschule?

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    • landart sagt:

      Die beiden ETHs sind wirklich gut, aber nicht die anderen Hochschulen...Horizon Europe hat doch nichts damit zu tun.
      Es geht um die Teilnahme an gegenseitigen Forschungsprogrammen. Die Schweiz will einerseits mitmischen und profitieren, aber Zusammenarbeit nur nach „Rosinengusto“ haben. Dies gilt ja sogar für die Nichtteilnahmen an ERASMUS...so verspielt man echte Kooperation und Kommunikation der eigenen studentischen Jugend. Im eigenen populistischen „Bubble“ zu verharren, hat keine Zukunf

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Immer wieder wird uns vorgejammert, dass wir nur dank der Personenfreizügigkeit genügend Fachkräfte (Aerzte, Pflegepersonal, technische Spitzenleute, usw.) zur Verfügung hätten. Solange wegen den mit ausländischen Studenten vollbesetzten Stühlen und Bänken in den Hörsälen Universitäten für viele Schweizer(innen) der "Numerus Clausus" ein Studium verunmöglicht wird, sollten die "EU-Turbos" vorsichtiger mit ihrer Wortwahl umgehen! Die Schweiz zahlt zudem auch den ausl. Studenten hohe Sozialhilfe!

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  • baloiszydeco sagt:

    Würde gerne wissen wer, was für ein Organ, Namen bitte, diese Entscheidung trifft, warum Türkei und nicht Schweiz? Dann die grandios propagierte EU Rechts- und Wertegemeinschaft fordern, anklagen, inkl. soziale Medien 'name & shame'.

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  • Arnold Ganz sagt:

    Es wäre langsam Zeit, die kleinkarierte Politik der EU-Kommission gegenüber der Schweiz einfach zu ignorieren. Der Brexit hat doch die EU-Papiertiger klar als das gezeigt, was sie sind, nämlich verständnislose Kleingeister, welche zwar gut sind, wenn es um Absichtserklärungen geht, im übrigen aber kaum in der Lage sind bis zur Nasenspitze vorauszudenken. Gerade „Horizon Europe“ wäre doch geeignet, es einmal darauf ankommen zu lassen und die 6 Mia unseren eigenen Hochschulen zukommen zu lassen!

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    • Juerg Schneeberger sagt:

      Ja, Herr Ganz, nur sie bedenken nicht, dass es eben in unserer Politikkaste eine erhebliche Menge an Landesverrätern gibt welche alles unternehmen um eben eine rationale Antwort zu verhindern. Hier gibt es nur eine funktionierende Lösung:
      Setzen wir diese Landesverräter wie Wermuth, Nussbaumer Molina und Markwalder gemäss Art. 266 des Schweizerischen Strafgesetzbuches unter Anklage wegen Landesverrat.
      Jürg 51

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  • Marcus Porcius sagt:

    Der Bundesrat sollte auf diese Erpressung und Nötigung angemessen reagieren: Das Freizügigkeitsabkommen ist temporär auszusetzen.

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  • steinlin sagt:

    Ich glaube nicht, dass es in der jetzigen Situation gut wäre, sofort mit Sanktionen gegen die EU zu beginnen. Unsere Diplomaten, wohlverstanden nicht der Bundesrat, könnten der EU vorerst einmal klar machen, was wir machen könnten: Tunnelgebühren, Erhöhung Lastwagengebühren, Erhöhung der Studiengebühren, Kontrolle aller übrigen Gebühren auf denen EU Rabatt ist. Es gäbe mit Sicherheit noch mehr was wir machen könnten, die EU muss merken, dass wir uns nicht alles gefallen lassen.

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  • lagom sagt:

    Studiengebühren sollten 10 x mehr betragen wie in Harvard, Boston, MIT, pxford & Stanford

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  • Bischi49 sagt:

    Soviel ich weiss zahlt die Schweiz jeweils mehr an solche Programme als sie selbst an Forschungsgeldern umsetzt. Da ist die Rechnung schnell gemacht. Das für die EU-Programme reservierte Geld direkt den eigenen Hochschulen zukommen lassen und Forschungskooperationen mit den Spitzenuniversitäten in den USA, in GB etc. aufbauen. Wir brauchen die EU nicht, deren Programme sind für die Forschenden nur bequemer, nicht besser. Merke: das Getöse aus Brüssel wird von einem hohlen Popanz verursacht.

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    • Edmo sagt:

      Sie bringen es auf den Punkt. Da kann ich mich nur anschliessen. Und selbstverständlich sollten die Studiengebühren von ausländischen Studenten deutlich erhöht werden. Es kann nicht sein, dass der hiesige Steuerzahler das Drittel ausländische Studenten mit Milliarden subventionieren muss, während die EU eine Strafaktion gegen uns reitet.

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  • VP-Falger sagt:

    Richtig! Die EU will Vereinheitlichung. Also sollen EU-Bürger dieselben Kosten aufgebürdet bekommen, wie in ihren Heimatstaaten. Wer einseitig immer die Schweiz piesacken will, soll auch einmal eine Retourkutsche erhalten. Dass wir nebst der Eisenbahnsubvention der EU auch noch universitäre Sozialhilfe leisten, um dafür immer wieder auf der neutralität-demokratischen Schiene abgekanzelt zu werden, das geht mir nicht nur auf den Sack, sondern eindeutig zuweit.

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