11. März 2021
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Marcel Odermatt

Die FDP kommt nicht aus dem Tief. Dank Susanne Vincenz-Stauffacher gibt es auch Lichtblicke

Die FDP kämpft im Augenblick mit Negativschlagzeilen. Kein Tag vergeht, ohne dass die einst stolze Partei einen Dämpfer in Form einer parteiinternen Auseinandersetzung, eines abrupten Kurswechsels oder einer Wahlniederlage hinnehmen muss.

Doch es geht auch anders. Das beweist Susanne Vincenz-Stauffacher: Die Präsidentin der FDP-Frauen lancierte diese Woche mit Mitstreiterinnen die Initiative für eine Individualbesteuerung.

Ehepaare sollen steuerlich nicht bestraft werden, weil ihre Einkommen ungerechterweise zusammengerechnet werden. Die Politikerin will damit insbesondere für erwerbstätige Mütter einen Anreiz schaffen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Eine vernünftige Idee, die zeigt, dass liberale Konzepte beim Freisinn immer noch vorhanden sind. Und sicher gescheiter als Frauenquoten, Lohngleichheitsanalysen, ein teurer Vaterschaftsurlaub und ein noch teurer Ausbau von Kinderkrippen.

Gleichzeitig setzte die St. Galler Nationalrätin mit ihrer Offensive einen erfreulichen Kontrapunkt zum allgemeinen Hick-Hack der FDP der vergangenen Tage. 

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7 Kommentare zu “Die FDP kommt nicht aus dem Tief. Dank Susanne Vincenz-Stauffacher gibt es auch Lichtblicke”

  • hape sagt:

    Meine Forderung seit 40 jahren!

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  • jjg sagt:

    Hoffentlich kriegt sie die Unterstützung der SVP.

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  • J. Lee sagt:

    Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

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  • Hans Peter sagt:

    Ich sehe da keinerlei Lichtblick, sondern nur die in dieser verachtungswürdigen Pöstchenhascherpartei mittlerweile altbekannte Reduktion von liberal auf Steuerfragen.

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  • Edmo sagt:

    Es ist ja schön, wenn von der FDP wieder einmal ein Vorstoss mit liberalem Gedankengut kommt. Doch etwas mehr Denkleistung wäre noch viel schöner gewesen. Die Individualbesteuerung macht nur Sinn, wenn die Ehepartner in konsequenter Gütertrennung leben und auch während der Ehe kein gemeinsames Eigentum erwirtschaften. Dann wird allerdings der Ruf nach Ausgleichszahlungen des besser verdienenden Partners an den andern sehr laut werden und das Eheleben extrem verkomplizieren.

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  • Arnold Ganz sagt:

    Frau Gössi werkelt und pinselt fleissig an der FDP-Fassade herum und hat dabei die ehernen bürgerlichen Grundsätze aus den Augen verloren. Mit Zickzack-Kurs zwischen links und rechts und grünem Mäntelchen versucht sie allen politischen Strömungen gerecht zu werden, um den gefährlichen Mitgliederschwund aufzuhalten. Was wir brauchen ist eine bürgerlich ausgerichtete FDP, und keine zweite Mitte-Partei. Dort träumt man von einem dritten politischen Weg, der aber noch immer nicht gefunden ist.

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