09. Juni 2021
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Marcel Odermatt

Die Freisinnigen sind ausser Kontrolle. Alle gehen aufeinander los. Einen letzten Trumpf hat Präsidentin Petra Gössi noch

Die FDP ist ausser Rand und Band. Neben dem Krach beim CO2-Gesetz gehen freisinnige Schwergewichte nun auch beim Rahmenabkommen aufeinander los. Ueli Forster, Ehemann der ehemaligen St. Galler FDP-Ständerätin Erika Forster und Ex-Präsident von Economiesuisse, greift Karin Keller-Sutter im Tagblatt frontal an.

Die FDP-Bundesrätin aus dem gleichen Kanton gebe – aus Wiederwahlüberlegungen – innenpolitischen Themen den Vorrang. Sie hätte zudem eine «enge Beziehung» zu den Gewerkschaften. Aus diesen Gründen habe sie sich nicht genug für den EU-Vertrag eingesetzt, so der Vorwurf des Unternehmers.

Das bringt wiederum den ehemaligen Privatbankier Konrad Hummler auf den Plan: Er verteidigt Keller-Sutter. Forster würde für «ein paar mögliche aussenwirtschaftliche Vorteile die Substanz unseres Landes aufs Spiel setzen». Hummler fordert jetzt wiederum von Forster eine Entschuldigung.

Während sich die freisinnigen Granden in aller Öffentlichkeit Saures geben, steht die Parteileitung um Präsidentin Peter Gössi wie paralysiert an der Seitenlinie und wartet – so scheint es – bis das nächste Debakel die Partei trifft. Lange kann das nicht mehr gutgehen. Einen allerletzten Trumpf hat Gössi noch in der Hand. Diesen Job, so wie er sich heute präsentiert, will wohl keiner.

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17 Kommentare zu “Die Freisinnigen sind ausser Kontrolle. Alle gehen aufeinander los. Einen letzten Trumpf hat Präsidentin Petra Gössi noch”

  • Hegar sagt:

    Die Frage ist doch nur die:
    Wer wird bei der FDP beauftragt, „s‘Schüfeli ond s‘Börschteli“ in die Hand zu nehmen?!
    FDP, wir ,Liber-aalen‘.
    Es wäre an der Zeit, wenn das Parteiblatt namens NZZ sich den liberalen und nicht mehr den ,liber-aalen‘ Werten verpflichtet fühlen würde! Dies täte der ganzen Polit-Landschaft in der CH wohl!

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  • Stefan Mueller sagt:

    Scheint bei den FDP-Wir-Liebenalle nur noch die Anhängsel-""Qualität" zu geben.
    Nach dem Bauchredner-Unternehmer-Schwiegersohn-Bundesrätli...also auch noch das Ex-Ständerätin-Anhängsel!
    Tja die peinliche Personaldecke wo nur noch Larven mit den immergleichen identischen Phrasen hin und her geschoben werden.
    Logo dass die Schweizerin-des-Jahres-Doppelname-Blenderin...nachdem die Sozn diese Pöstchengeile 8 Jahre lang schmoren liessen, bis die zu jeder Judaslohnzahlung bereit war, perfekt passt...

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  • Stefan Mueller sagt:

    Peter Grössi...dachte es doch immer dass da nicht wirklich "Frau" dahinter steckt!

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  • Arnold Ganz sagt:

    Herr Forster urteilt aus seiner Sicht, als wirtschaftlicher Interessenvertreter nicht im Gesamtinteresse der Schweiz. Die Kritik von Herrn Hummler an die Adresse von Herrn Forster bestehen also völlig zu recht. Ein anderes Kapitel ist natürlich das Verhalten der FDP-Parteiführung unter Frau Gössi, welche nur bald nur noch auf Tagesereignisse im Strudel der Aussenpolitik und der „Klima-Katastrophe“ reagiert. Schuld am ungemütlichen Debakel ist in den Augen von Gössi und Walti wie immer die SVP.

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  • Hans Peter sagt:

    Man kann es kurz fassen: die Gründerpartei unseres liberalen Bundesstaates hat abgewirtschaftet wie es im Buche steht.
    Wenn praktisch nur noch karrieristische und publizitätsgeile Windhunde wie die ultraberechnende Keller-Sutter, Gössi und Walti den Kurs prägen gehört die "FD"P in den Abfalleimer der Geschichte, bzw. in den Einstelligkeitsbereich, entsprechend der SPD in Sachsen-Anhalt.

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  • VP-Falger sagt:

    Der Gössi- und FDP-Film lenkt von der grün-roten Gefahr ab. Wiederum ein taktisches Manöver der politisch linken Seite??

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  • Adrian Lichtsteiner sagt:

    Sehr geehrter Herr Odermatt,
    treffend formuliert.
    Erlauben Sie mir jedoch nur einen kleinen Hinweis...
    Man kann "paralysiert", d.h. im übertragenen Sinn "wie gelähmt" an der Seitenlinie stehen. Was Sie der Leserin und dem Leser jedoch mit "parallelisiert" vermitteln wollen, entzieht sich meinem Verständnisvermögen...
    Freundliche Grüsse

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Gössis Aufstieg auf den Zug der "Klima-Hysteriker" einerseits und das nie annehmbare Rahmenabkommen bei den Wachstums-Wirtschafts-Bossen anderseits. hat und wird die FDP bei den nächsten Wahlen tief erschüttern! Petra Gössi wird ihr CEO-Amt nicht mehr lange halten können und die nächsten Wahlen im Bundesparlament und im Bundesrat wird für die FDP zum Debakel! Windfahnen-Entscheide waren noch nie kluge Politwürfe! Die Unstimmigkeiten in der FDP beweist diese Feststellung jeden Tag aufs Neue!

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  • T sagt:

    Richtig! Gössi gehört dahin, wo der Pfeffer wächst!

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    • Mueller sagt:

      Sie hat ja schon vorgesorgt durch ihren Abschluss an der HSG! Nur mit diesem Leistungsausweis als gescheiterte Parteichefin wird sie es schwer haben, eine Führungsposition zu bekommen!

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      • Stefan Mueller sagt:

        ach wass! Bünzlifilz und Leistungsausweis...wo Heimatmüde wie Vogt Hasler Hess Grünenfelder Brupbacher...Arbeitgeber-Verbände präsidieren...gar ein Schädrch-Schnätrch-Schnorriwei...Basel-Handelskammern...(o.k. Chemie/Pharma-Mänätscher) präsidiert?!?
        Und klappt das ja nicht, findet die bestimmt auch einen Karriere-Sponsor-Bünzli wie die Moser-Sirene die Plauder-Kälin die Kasachstan-Quarkwalder etc, ansonsten für sowas ja immer Pardini/Leuvrat/Schwaller/Hollenstein-Plätzchen warm gehalten werden!

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