15. November 2021
Thomas Renggli

Die Nati braucht gegen Bulgarien Tore. Trotzdem verzichtet Murat Yakin auf den Form-stärksten Stürmer. Das ist fahrlässig

Angriff. Angriff. Angriff. Tore. Tore. Tore.

Die Marschrichtung der Schweizer Nationalmannschaft im abschliessenden WM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien (Montag, 20.45 Uhr) ist klar.

Nur wenn das Team von Murat Yakin im Fern-Duell mit Italien zwei Treffer mehr erzielt, erreicht es die WM auf direktem Weg.

Doch die Crux liegt in der Personal-Not: Mit Embolo, Seferovic, Zuber und Fassnacht fehlen die vier treffsichersten Stürmer.

Yakin lässt sich dadurch aber nicht aus der Fassung bringen und ruft Spieler in die Verantwortung, die bis vor kurzem kaum jemand auf dem Zettel hatte: Noah Okafor, Andi Zeqiri, Kastriot Imeri.

Schon fast zu den Arrivierten in der ausgedünnten Schweizer Sturmabteilung zählen Ruben Vargas und Renato Steffen. Beide blieben am Freitag gegen Italien aber einiges schuldig.

Da erstaunt es umso mehr, dass Murat Yakin freiwillig auf den mit Abstand produktivsten Schweizer Angreifer verzichtet: Michael Frey.

Der Berner spielt beim belgischen Traditions-Verein Royal Antwerpen die Saison seines Lebens.

In zehn Ligaspielen traf er zwölfmal. Und in der Europa League misst er sich an europäischen Schwergewichten wie Eintracht Frankfurt, Olympiakos Piräus oder Fenerbahce Istanbul.

Weshalb Yakin diesen Mann mit Verachtung straft, ist in der jetzigen Situation schwer nachvollziehbar.

Scheitert seine Mannschaft am Montag gegen Bulgarien an der fehlenden Tor-Produktion, muss sich der Trainer einige unbequeme Fragen stellen lassen.

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8 Kommentare zu “Die Nati braucht gegen Bulgarien Tore. Trotzdem verzichtet Murat Yakin auf den Form-stärksten Stürmer. Das ist fahrlässig”

  • Heinrich sagt:

    Ich habe da so meine Vermutungen und Bedenken, glaube aber diese nicht schreiben zu dürfen....

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  • Stefan Mueller sagt:

    und in ein paar Stunden, mit Lampiohren....wieder etwas näher am Boden mit den Füssen,...und bei den möglichen Gegnern SWE P RUS etc etc...

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    • Stefan Mueller sagt:

      ok lag total daneben...Die CH-Internationalmannschaft hat das Soll erfüllt gegen einen dankbar-einfachen, auffallend uninspirierten Gegner!
      Allderdings, das Tschütteler-Problem, neben all den Schwalben den Ellbogen und dem Simulieren, bleibt bestehen mit Modus /Setzliste/Auslosungs-Anfällen und jetzt gar 5 ( oder wieviel) Einwechslungen, damit die Grossen Ihr Potential...sollte es mal nicht rund laufen..ausschöpfen können!

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  • Silvio Valentino sagt:

    "Weshalb Yakin diesen Mann mit Verachtung straft, ist in der jetzigen Situation schwer nachvollziehbar". Nein, Herr Renggli, das ist ganz gut nachvollziehbar für jeden, der sich ein wenig auskennt im heutigen Fussball, namentlich in der Schweiz. Gerade Sie mit Ihren Kontakten sollten wissen, dass ein Egozentriker mit dem Charakter eines Michael Freys nicht in ein solches Team passt, schon gar nicht zu einem solchen Zeitpunkt , in dem Solidarität gefragt ist. Selbst unter "Stars". Geht nicht.

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  • Kurt_W sagt:

    Die Aussenstehenden haben meistens den Überblick und wissen es besser… /Ende Ironie

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  • bernhard sorg sagt:

    Lieber Thomas. Hier liegst Du ziemlich sicher falsch. Es ist eine der vielen Stärken von Murat Yakin sein Team so zusammen zu stellen, dass es menschlich zusammenpasst und zu einer verschworenen Truppe wird. Und da dürfte er bei Michael Frey seine Zweifel haben. So einfach ist das. Die Nati dürfte sich heute für die WM qualifizieren ohne Frey, vielleicht mit Schützenhilfe, vielleicht aber auch deshalb weil sie genügend Tore schiesst.

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    In Zeiten von Bersets coronistischer Diktatur hat die Schweiz zum Glück noch wahre Probleme aus der wirklichen Welt. Es geht doch nichts über Sportnachrichten und die in Massen eingewanderten ausländischen Spezialisten!

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