12. März 2021
Rolf Hürzeler

Das Gender-beflissene SRF schmuggelt den Kehlkopf-Schlusslaut in die deutsche Sprache – Hilfe!

Die heute fast verschwundenen Ur-Londoner, die Cockneys, beherrschten die den Halszäpchensprung perfekt: «I ge’ ye…» konnte man früher hören, «ich kann dir folgen». Dem Deutschen blieb der Kehlkopf-Verschlusslaut dagegen fremd; er findet sich nur in vereinzelten Wörtern wie «The’ater».

Bis vor Kurzem.

Nun haben ihn Genderbeflissene vor dem Mikrofon entdeckt, um sprachliche Ungeheuer wie «Professor*innen» oder «Ärzt*innen» zu bewältigen.

Man kann die Qualen geradezu mithören, die ihnen der ungeübte Halszäpfchensprung bereitet.

Da ist die Tessiner-Korrespondentin Karoline Thürkauf von Radio SRF konsequenter. Sie redet nur noch von Tessinerinnen, wenn sie alle meint – recht so!

Im Sinn der Gender-Gerechtigkeit wäre es angezeigt, dass die weiblichen SRF-Leute künftig nur noch die weiblichen Formen wählen, wenn sie alle Menschen meinen, und die männlichen eben die männliche Variante.

Den neuen Laut kann man den letzten Ur-Londonern überlassen, wo immer sie sind. Jetzt wo alle Pubs geschlossen sind.

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15 Kommentare zu “Das Gender-beflissene SRF schmuggelt den Kehlkopf-Schlusslaut in die deutsche Sprache – Hilfe!”

  • Santenbergler sagt:

    Derweil uns die SRG mit ihren angeblichen Sparübungen Sand in Augen und Ohren streut, verschleudern sie kontinuierlich Unmengen an Gebührengeldern für unnötigen Firlefanz wie den hier aufgezeigten.

    Nahtlos daran anzufügen ist die Unsitte , an meist unpassenden Stellen das amerikanische R bis zum Überdruss der Zuhörerschaft zu rollen. Einige tun dies dermassen streberhaft, dass sie noch im nachfolgenden deutschsprachigen Text damit fortfahren. Peinlicher geht nicht!

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  • Hedgehopper sagt:

    Gar nicht drum kümmern - laßt sie ihre Gendersprache sprechen - hautpsache ihr übernehmt das in keiner Form. Sie machen sich damit kenntlich und wundern sich dann, wenn man von vornherein nicht mit ihnen spricht. Im übrigen, alle Briefe mit falscher Anrede oder Gendersprache zurückschicken oder gar nicht drauf reagieren. Zurückschicken mit der Bemerkung: Please, write in English. We don´´ t understand your pidgin-German.

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    • Hedgehopper sagt:

      Korrektur: "Hauptsache" - "Pidgin-German"

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      Das ist ja genau das grosse Problem: Alle - zumindest diejenigen die ein grammatikalisches Geschlecht von einem biologischen unterscheiden können und das dürfte die grosse Mehrheit sein - fluchen über diesen Bockmist der geistig unterbelichteten UNI-Abgänger*innen, die diesen Unterschied geistig nicht nachvollziehen können, und machen den Quatsch dann trotzdem mit.

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      • olive sagt:

        Richtig. Man sagt, nur eine kleine radikale Minderheit versuche uns Gender-Gaga und Sprach-Bockmist, wie Sie sagen, aufzuzwängen.
        Aber weil es dann immer im "Fernseh" kommt, glauben viele, man müsse mitmachen , weil es doch im "Fernseh" kommt und dann wird es schon stimmen.

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  • hape sagt:

    Heisst es jetzt an der nächsten GV des Turnvereins: "Liebe Mit- und Ohne-Glieder?"

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  • D. Keller sagt:

    Im Gegensatz zur Corona-Diktatur haben wir es hier mit einer echten Diktatur zu tun. Ein kleine laute Minderheit, fernab von demokratischen Prozessen, zwingt der Gesellschaft eine holprige Sprache auf.
    Aber der Einzug bei den (meist) öffentlichen Medien hat vielleicht auch was Gutes: das Volk macht nicht mit, rebelliert, es entsteht eine Gegenbewegung "back to the roots", sprich klar verständliche Sprache ohne Vergewaltigung von Gleichberechtigungssprachfanatikern.

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  • Bettina sagt:

    Diese Woche schrieb der Focus über eine Unternehmerin und bezeichnete diese als „Vorständin“ . Ich fragte nach, ob der männliche Vorstand nun „Vorständer“ heißt. Gendergaga ist das byzantinische Geschwätz unserer Tage - Zeichen einer untergehenden Zivilisation

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  • Stefan Christen sagt:

    "Eine zynische, käufliche, demagogische Presse wird mit der Zeit ein Volk erzeugen, das genauso niederträchtig ist, wie sie selbst."
    Joseph Pulitzet. Er ist der Stifter des nach ihm benannten Puliter-Preises. Seine Worte widme ich unserem Staatsfernsehen SRF.

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  • Stefan Christen sagt:

    Srit ich im November einige Lockdown-hezerische Beiträge gesehen habe, schaue ich unser linientreues Staatsfernsehen SRF nicht mehr. Es widert mich so sehr sn, dass ich es nicht mehr ertrage.
    Diese neuesten Entgleisungen sind ein weiterer Grund, das so beizubehalten, und mich anderswo zu informieren.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Das Genderzeitalter verbietet (laut kürzlichem Geschehen im Aargau) das Wort "Grossmutter" und hat anderseits mit den Worten Lesben und Homosexuell längst kein Problem! Dass diese Realität beim Personal der SRG längst Realität geworden ist, zeigt auch dieser obigen Artikel! "Linke Dummheit" wäre der richtige Ausdruck für diese Sprachverstümmelung!

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  • Edmo sagt:

    Der schwachsinnige Genderismus sollte komplett aus der Sprache verbannt werden. Der Unsinn macht die Sprache nur kaputt und ist definitv keine Bereicherung. Wenn man Sprache kaum noch sprechen kann und schon gar nicht mehr hören will, läuft etwas komplett aus dem Ruder. Sprache kann nicht durch ideologische Dummheit ersetzt werden. Wenn es der höheren Gerechtigkeit dient, können meinetwegen die Frauen weiblich und die Männer männlich reden. Dann aber bitte konsequent.

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