12. März 2021
Christoph Mörgeli

Die Gewaltenteilung lebt: SVP-Richter spricht linksextremen Chaoten frei

Es war kein ganz sauberes Früchtchen, das am Mittwoch vor den Schranken des Bezirksgerichts Zürich stand. Ein linksextremer ETH-Angestellter, Doktorand und Professorensohn musste sich wegen nachgewiesener Teilnahme an den Gewaltorgien rund um den G-20-Gipfel in Hamburg verantworten.

Zudem fanden sich seine DNA-Spuren im Gefolge einer blutigen Schlägerei, als ein Pulk von «Antifas» etliche Teilnehmer eines Polterabends im Zürcher Niederdorf spitalreif schlug.

Der Angeklagte verweigerte – vor dem Gebäude lautstark unterstützt von zahlreichen Gesinnungsgenossen – alle Aussagen. Schliesslich setzte er aber doch noch zu einem Referat an, in dem er seinen gnadenlosen Kampf gegen Faschisten, Nazis, Burka-Initiative und SVP zu rechtfertigen versuchte.

Dennoch sprach Gerichtspräsident Roland Heimann (SVP) den Linksextremisten frei. Man könne dem jungen Physiker eigene Gewalttaten nicht nachweisen. Der ihm verhasste Rechtsstaat achtet die Rechtsstaatlichkeit: «In dubio pro reo.» Die Gewaltenteilung funktioniert, unbesehen der politischen Ansichten.

Dennoch sollten sich die Vorgesetzten an der ETH das Professorensöhnchen zur Brust nehmen. Man kann seinen Lohn nicht von den Steuerzahlern beziehen, um in der Freizeit inmitten linksextremer Schlägertrupps durch die Städte zu ziehen.

439 5

8 Kommentare zu “Die Gewaltenteilung lebt: SVP-Richter spricht linksextremen Chaoten frei”

  • Realistin sagt:

    Es ist so. Die Linksextremen dürfen alles. Die Rechtsextremen werden schon verhaftet, wenn sie sich friedlich in einem Restaurant versammeln.

    136
    3
  • Florence sagt:

    Was sind das nur für Zeiten? Wenn seine DNA nachweisbar war, wieso dann in dubbio pro reo?
    Ein solcher linker Typ gehört exmatrikuliert , und nicht beschützt weil Papi Professor ist.

    190
    1
  • Edmo sagt:

    Weshalb sollte sich die ETH das Professorensöhnchen zur Brust nehmen? Lernt er nicht genau in diesem Institut, wie wichtig und edel sein gnadenloser Kampf gegen Faschisten, Nazis, Burka-Initiative, SVP und Rassismus ist? Von der ETH hat er allenfalls eine Ehrenmedaille für den heroischen, blutigen Kampf an vordester Front im gesamten europäischen Raum zu erwarten. Wenn sich etwas ändern soll, muss die Politik die ETH ernsthaft zur Brust nehmen.

    170
    0
  • hampe2 sagt:

    Gibt es in solchen Fällen auch einen Persönlichkeitsschutz?

    14
    32
  • Rolf Bolliger sagt:

    Solche (vermummte) , linksextreme Chaoten und Schläger, die sich gewaltbereit gegen Andersdenkende und den Rechtsstaat stellen, wird kein Gericht und kein Richter von weiteren Gewaltakten abhalten können, Wenn aber für ein Richter auch bewiesene gewaltvolle Straftaten für eine Strafverurteilung nicht ausreichen, dann stimmt vieles nicht mehr in der 3.Staats-Gewalt! Dieser Freispruch ist und bleibt ein Skandal für jede(n) Bürger(in), der (die) sich an Pflichten, Rechte und Anstand hält!

    163
    1
    • Silvio Valentino sagt:

      Ja, eben: Wenn... . In diesem Fall reichten die Beweise "von gewaltvollen Straftaten" für eine Verurteilung aber nicht aus. Solange es Richterinnen und Richter gibt wie Roland Heimann, die nach Gesetz und Strafprozessordnung Urteile fällen und nicht gemäss ihrer ideologischer Ausrichtung, solange können wir uns noch einigermassen sicher fühlen. Die Justiz ist die letzte Bastion vor der vollständigen Willkür, und sie bröckelt. Wem es mehr schadet, wenn sie fällt, darüber sollten nach nachdenken.

      18
      31

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.