03. März 2021
Christoph Mörgeli

Die grosse Sehnsucht nach der Planungssicherheit

Der Bundesrat solle umgehend eine Öffnungsstrategie erarbeiten und Planungssicherheit für kulturelle und sportliche Grossanlässe schaffen. Eine Befristung auf fünf Jahre bei der Medienförderung bringe keine Planungssicherheit.

Die Bauern verlangen Planungssicherheit für ihre lange laufenden Investitionen. Für das Dottiker Jugendfest 2021 gebe es keine Planungssicherheit. Ohne EU-Rahmenabkommen erhalte die Schweiz keine Planungssicherheit.

Und ein Luzerner Gastronom beklagt sich: «Die Planungssicherheit fehlt komplett.»

Planungssicherheit ist das Modewort dieser Tage. Oder vielmehr das Modeunwort. Ein Wort, dass es ohne staatlich verordneten wirtschaftlichen Lockdown gar nicht geben könnte. Und nicht geben dürfte. Denn unsere Marktwirtschaft ist eben gerade nicht planbar. Sonst hiesse sie ja Planwirtschaft. Und diese – die Geschichte hat es gezeigt – war und ist zu jeder Zeit und an jedem Ort zum Scheitern verurteilt.

Hoffen wir, dass die staatliche Gängelung ganzer Wirtschaftszweige raschmöglichst aufhört. Und dass dann statt von Planungssicherheit wieder von Wirtschaftsfreiheit, Markt und Wettbewerb die Rede ist.

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11 Kommentare zu “Die grosse Sehnsucht nach der Planungssicherheit”

  • Quintessenz sagt:

    Man merkt Dr. Mörgeli an, dass er sein Leben in geschützten Uni-Werkstätten verplempert hat bis er auch dort rausgeschmissen wurde, weil er es einfach nicht brachte! Bei der Weltwoche hat er jetzt dank Vitamin B noch ein Altersasyl gefunden.
    Aber von der realen Wirtschaft hat er scheinbar keine Ahnung, denn jedes Unternehmen plant von der monatlichen rollenden Planung bis zum 5-Jahres Long Range Plan.
    Dynamische Planung mittels IT hat nicht mehr viel mit den sowjetischen 5-Jahresplänen zu tun.

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  • Chantania sagt:

    Richtig! Vor allem Letzteres! Ohne die willigen Kollaborateure Cassis, Keller-Suter, Amherd, Gössi, Pfister, Caroni und last not least des medialen Liberalismushochverräters im Chefredaktorensessels der NZZ, Eric Gujer hätte die weit ins Kriminelle reichende Demolierung des Rechtsstaats, dessen Verhältnismässigkeitsprinzips und der Grundrechte niemals stattfinden können.
    Es handelt sich also um einen kleinen, klar benennbaren Kreis von Missetätern, die zur Verantwortung gezogen gehören.

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    • Moning Hans-Joerg sagt:

      Es scheint wir sind im Sozialismus angekommen wie zur Zeit des Kommunismus. Zuerst verbietet man unsere Arbeit, dann zwingt man uns das Geld auf das wir via Steuern einbezahlt haben, und dürfen statt arbeiten Staatsferien machen. Die Linken und die Staatsangestellten sind aus dem gleichen Holz.

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  • Moning Hans-Joerg sagt:

    Meine einzige gewünschte Planungssicherheit als freischaffender Kunstmaler ist Ausstellungen zu machen, sei es in einer Kunst-Galerie oder wo auch immer- zum Beispiel in meinem eigenen Atelier. Da aber unsere Regierung das seit einem Jahr unterbindet, werde ich als "selbstständiger Unternehmer", sprich "Künstler", dazu gezwungen den Bund oder Staat zu bitten mir zu helfen, Notabene mich aus dem "Geldsäckel" des Volksvermögens zu subventionieren. Das ist geistige Vergewaltigung.

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    • Richard Mohler sagt:

      Meine einzige Planungssicherheit die ich gerne hätte ist unseren Betrieb aufmachen zu dürfen. Mehr Sicherheit brauche ich vom Staat nicht!

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    • Melanie sagt:

      Nicht nur geistige Vergewaltigung. Vor allem ist es KRASSE Nötigung. Und das sollte man einklagen können. Hoffentlich kommt es später mal so weit, dass der ganze Schlamassel auch rechtliche Konsequenzen haben wird. Mit fetten Entschädigungszahlungen (woher? ... von allen jenen, die ständig mitgemacht haben! ... unrealistisch - schon klar).
      So wie das ein Rainer Füllmich in Deutschland schon längst fordert.

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  • hape sagt:

    ...Und heute wollen alle Planungssicherheit. Auch zum Teil skurrile Online-Postillen, die Sicherheit in Franken und Rappen fordern.
    Fazit: Ich mach auch eine solche Postille auf, gehöre zur Medienvielfalt und werde dann planungssicher von der öffentlichen Hand gefüttert.
    In die ich dann nach Lust und Laune beissen kann - wie Mike Müller es tut.
    BR Maurer hat gesagt, wir könnten nicht alle retten. Soll er mit den Künstlern, weil systemunrelevant, anfangen. Dann haben die Planungssicherheit.

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  • hape sagt:

    Damals, als Schawinski und Co mit Ihren privaten Radio- und später Fernsehstationen gestartet sind, haben sie hoch und heilig erklärt, nie Geld von der öffentlichen Hand zu brauchen.
    Auch bei Zeitungen war es undenkbar, dass ausser der Förderung mittels vergünstigtem Porto andere Zahlunge gemacht würden.
    Und heute ist alles anders. Mit meinen Zwangs-Serafe-Gebühren zahle ich nicht nur die Desinformation der SRG, nein, ich muss auch den privaten Müll von Radio 24, Energy und Co zahlen.

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  • Melanie sagt:

    Leider sind Erkenntnisse aus der Geschichte -auch aus der noch sehr neuen: z.B. Mauerfall 1989 - nicht vererbbar. Darum wiederholen sich grösste Dummheiten alle paar Generationen ganz zwangsläufig.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Diese Umwandlung zur "Planwirtschaft" ist genau das Ziel der links/grünen Umverteilerparteien! Seit der Klimahysterie und den staatlichen Corona-Anordnungen wittern sie "Morgenluft" für einen wirtschaftlichen Umbau! Wer all die politischen Forderungen, Diskussionen und vehementen Unterstützungen für ihren SP Bundesrat Berset seit Monaten verfolgt, macht sich grosse Sorgen. Vorallem das vermehrte und ständige Abtriften der bürgerlichen Parteien nach "links" macht einem Angst!

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