03. Juni 2021
Alles lesen
Pierre Heumann

Die Hamas sperrt den Uno-Chefbeamten aus – weil er Israels Angriffe auf den Gazastreifen als «präzis» bezeichnet hatte

Die Flüchtlingshilfe UNRWA in Gaza hat ein Problem. In einem TV-Interview hat sich neulich ihr Direktor vor Ort, Matthias Schmale, anerkennend über Israels Luftwaffe geäussert: Sie habe mit einer «enormen Raffinesse» angegriffen.

Das war dann doch zu viel für die Hamas. Sie war wütend, zumal sie sich doch seit jeher darauf verlassen kann, dass sich die UNRWA vorbehaltlos auf ihre Seite stellt.

Auch eine auf Twitter nachgelieferte Entschuldigung Schmales, wonach der Verlust von Menschenleben (auf beiden Seiten) inakzeptabel sei und dass die Angriffe eine nicht annehmbare Kollektivstrafe darstellen würden, vermochte die Hamas nicht zu besänftigen.

Schmale wurde zur persona non grata erklärt. Er dürfe, so die Hamas, wegen seiner feindlichen Aussagen und seiner zur Schau gestellten Voreingenommenheit für den Besatzer nicht länger in Gaza wohnen.

Auf Kundgebungen wird Schmale als «Komplize» beschimpft. Ausgerechnet der Mann, der den Palästinensern in Gaza eigentlich helfen sollte, darf jetzt nicht mehr einreisen, weil er den Mut hatte, seine Wahrheit zu sagen.

374 15

3 Kommentare zu “Die Hamas sperrt den Uno-Chefbeamten aus – weil er Israels Angriffe auf den Gazastreifen als «präzis» bezeichnet hatte”

  • peterlinz sagt:

    Die gesamte linke Schickeria, Lifestyle-Linke schwärmt für die Hamas, die Israel von der Weltbühne bomben möchte. Auch die LBTQI Community mischt im linken Kuchen mit, glorifiziert die Hamas, unter deren Führung ihre Community-Anhänger zum Tode verurteilt würden. Schizophrener könnte man nicht sein. Und die Schweiz und die EU unterstützen das einzige Flüchtlingshilfswerk, das ständig neue Mitglieder und Judenhass generiert ohne Auflagen.

    69
    1
  • Edmo sagt:

    Dumm, dümmer, am dümmsten. Die Schweiz unterstützt nach einer kurzen Phase der Vernunft die UNRWA und damit die Hamas wieder intensiv mit Steuergeldern. Das verletzt die Neutralität unseres Landes und die Intelligenz denkender Menschen.

    62
    1
  • Mueller sagt:

    Da wieder ein Musterbeispiel für unsere Palästina- Versteher wie die hasserfüllte tumbe Hamasbande tickt!

    161
    9

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.