13. Oktober 2021
Rolf Hürzeler

Die irische Bestsellerautorin Sally Rooney verbietet eine israelische Übersetzung ihres neuen Romans. Sie schadet am meisten sich selbst

Erst dreissig Jahre jung und schon Bestsellerautorin: Die irische Schriftstellerin Sally Rooney landete mit ihrem dritten Buch «Schöne Welt, wo bist Du?» einen Knüller, der bei Kritik und Publikum gleichermassen gut angekommen ist. 

Mit Einfühlungsvermögen entwickelt sie darin ein Beziehungsgeflecht zwischen jungen Menschen, die mit ihren Gefühlen nicht zurechtkommen. So weit, so toll – der Erfolg sei der jungen Frau zu gönnen.

Jetzt ist sie jedoch nicht wegen ihrer literarischen Kompetenz ins Scheinwerferlicht geraten: Rooney verweigert vielmehr einem israelischen Verlag die Rechte, ihr neues Buch in modernes Hebräisch zu übersetzen. 

Sie hat sich schon in der Vergangenheit verschiedentlich für die Sache der Palästinenser eingesetzt, Israel bezichtigt sie der Apartheid. 

Anscheinend will sie nun mit ihrer Weigerung ein starkes politisches Zeichen setzen. Damit schadet sie vor allem sich selbst. Sie reduziert sich zu einer engherzigen, intoleranten Propagandistin – und hilft keinem einzigen Palästinenser.

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3 Kommentare zu “Die irische Bestsellerautorin Sally Rooney verbietet eine israelische Übersetzung ihres neuen Romans. Sie schadet am meisten sich selbst”

  • Edmo sagt:

    Was hat eine irische Schriftstellering mit dem Konflikt zwischen Israel und den Paläestinensern zu tun? Null und nichts. So wie Greta mit dem Klima nichts zu tun hat. Die Damen machen sich aufgrund von irgendwelchen Erzählungen ein abstruses Bild, glauben jeden Tag fester daran und werden immer extremer. Das Korrektiv der Realität fehlt oder wird ausgeblendet. Je weiter das identifizierte Problem entfernt ist, desto aggressiver wird es angegangen. Eine krasse Fehlleistung, aber sehr zeitgeistig.

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  • Eulenlaender sagt:

    Alles nur Marketing, so hält man sich in den Schlagzeilen - erfolgreich, wie man am obigen Beispiel sieht. 😉

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  • Mueller sagt:

    Die Dame bekommt hoffentliche eine Klage wegen Rassismus an den Hals!

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