22. Juni 2021
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Florian Schwab

Die Juso wollen Vermögen über 100 Millionen Franken enteignen. Der Vorschlag ist eine Mischung aus pubertärem «Papa kann zahlen» und Kommunismus à la Venezuela

«Make the rich pay for climate change» – die Juso haben entschieden, eine Volksinitiative unter dieser Chiffre zu lancieren. Das Geld für Klimaschutz sei vorhanden. «Bei den Reichsten, welche für den fossilen Kapitalismus verantwortlich sind.« Deshalb schlägt die Jungpartei der SP vor, «dass eine Vermögensobergrenze von z.B. 100 Millionen Franken eingeführt wird». Wer mehr hat, «wird enteignet».

Der Vorschlag ist eine Mischung aus pubertärem «Papa kann zahlen» und dunkelrotem Kommunismus. 

Pubertär, weil die Juso offensichtlich nicht einmal im Ansatz verstanden haben, dass Vermögen nicht einfach da ist, sondern in der Regel aus wirtschaftlicher Wertschöpfung stammt. Es wächst nicht auf den Bäumen und es fällt auch nicht vom Himmel.

Der Initiative zufolge müsste man den Inhaber jedes KMU enteignen, das über 10 Millionen Franken Gewinn schreibt. Denn als Faustregel gilt: Der Unternehmenswert beträgt etwa das Zehnfache des Jahresgewinns. Der unternehmerische Mittelstand aus inhabergeführten Unternehmen in der Schweiz würde ausradiert. Und der internationale Geldadel, der die Schweiz als Wohnsitz schätzt, wäre sofort über alle Berge.

Kommunistisch ist der Vorschlag, weil er in einer Selbstverständlichkeit nach Massenenteignungen ruft, die man zuletzt vermutlich von Hugo Chávez in Venezuela gehört hat. Und dessen Regime hat das Land einer brutalen Verarmung preisgegeben.

Vielleicht sollte einmal jemand eine Volksinitiative starten: «Nehmt den Juso-Kindern ihr Spielzeug weg.»

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18 Kommentare zu “Die Juso wollen Vermögen über 100 Millionen Franken enteignen. Der Vorschlag ist eine Mischung aus pubertärem «Papa kann zahlen» und Kommunismus à la Venezuela”

  • Dimitri Papadopoulos sagt:

    Wenn ich so etwas höre, empfinde ich wieder gewisse Sympathien für die Idee des Zensuswahlrechts. Oder wenigstens einer abgeschwächten Variante davon: Wer noch nie Steuern bezahlt hat, der soll auch keine Initiativen lancieren dürfen...

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  • oazu sagt:

    In Anbetracht im letzten Jahrhuntert geschätzt über 100Mio in kommunistischen Reichen gewaltsam Umgebrachten müssten doch solch auf eben diese kommunistische Ideen sich Berufende dringend mit neuem, am 13.6. angenommenen Anti-Terrorismus Gesetz überwacht und bei jeglichem Gesetzesverstoss zur gebührlichen Rechenschaft gezogen werden. Wenn nicht diejenigen, die auch nur mit solch Millionenfach bewiesenen barabaristischen Ideologen sympatisieren nicht unter dieses Gesetz fallen, wer denn sonst.

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    • T sagt:

      Wenn der Mainstream ideologisch links versifft ist, nützen alle Argumente nichts! Mit der PC macht man den Rest, der genau weiss, dass es falsch ist, mundtot. Jeder ist sich selber der Nächste, auf seine politische Kariere bedacht, wird einen Teufel tun, dagegen etwas zu äussern. Geschickt von den Kommunisten installiert, entfaltet die Taktik seine verheerende Wirkung. Mark Twin sagte: " Es ist einfacher die Menschen zu belügen, als sie davon zu überzeugen, dass sie belogen wurden".

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  • Markus Saurer sagt:

    Da die grossen Vermögen ja nicht unter der Matratze gelagert werden, sondern in Realwerten wie Unternehmen, Liegenschaften, Rohstoffen, Halbfabrikaten, Patenten u. dgl. mehr "gelagert" sind, könnte der Bund damit nach der Enteignung nur dann etwas zahlen, wenn er diese Werte liquidieren würde. Das wäre dann gewissermassen die Auflösung bzw. Verkonsumierung der schweizerischen Volkswirtschaft... ja genau wie in Venezuela. Wer würde denn der Schweiz diese konfiszierten Werte abkaufen... China?

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  • Edmo sagt:

    Die Dummheit der Juso wächst exponentiell. Diese tiefroten Ökofaschisten lassen keine Gelegenheit aus, die Schweizer für einen veritablen wirtschaftlichen Selbstmord an die Urnen zu bitten. Ich verstehe ja, dass unsere vermeintliche Bildungselite keine Ahnung vom Leben hat und annimmt, die Lösung für sämtliche Probleme dieses Planeten zu kennen. Mit 17 Jahren Lebenserfahrung war ich auch ein potentieller Weltenretter. Doch mein Umfeld bremste mich ein, bevor ich mich vollends zum Affen machte.

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  • Gonzo sagt:

    Zuerst die besten Steuerzahler aus dem Land jagen und dann den zukünftigen Sozialhilfebezügern aus aller Welt den roten Teppich ausrollen und am Ende noch ein bedingungsloses Grundeinkommen.
    Bitte liebe Jusos, behauptet einfach nie mehr die SVP sei rückständig und dumm, eure Dummheit ist nicht zu toppen.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Eine Volksabstimmung die Apparatschik-Linksstaatsknechten den Zapfen halbiert!
    1. müssten die 68er und ihre Chill-Kindli-Brut lernen, von eigener Hände Arbeit zu leben, statt im Linksstaatsfilz unterzukriechen, was anscheinend bei Jusokindli DAS Lebensziel ist.
    2. das Einsiechen von Secondo-Schwätzer-Hetzern muss gestoppt werden, so dass Tauge-Habenichtse-Sippen nicht mehr einfach aus ihrer Heimat abhauen, und im CH-Soznfilz unterkriechen könnten, wie die Wermuts Fucinellen Badrans Molinas etc!

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    • Martin Niederhauser sagt:

      Die besten Steuerzahler?Dieser Begriff ist missverständlich .Gemeinhin meint man damit solche,welche hohe Summen zahlen.Dies lässt ausser Acht,dass sie dabei noch grössere Summen hinterziehen können,Die beste Steuerzahlerin ist für mich diejenige,welche genau soviel zahlt wie sie dem Staat laut Gesetzt schuldet.

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  • VP-Falger sagt:

    Der Pubertät nicht entwachsenen Erwachsenen sollten ihre Träume zwar verbreiten dürfen, haben jedoch in der realen Politik nichts zu suchen. Fortschritt ja, Traumschlösser nein!

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  • baloiszydeco sagt:

    Unglaublich! Vermoderte Utopien aus der kommunistischen Mottenkiste. Und das sind 'bestens ausgebildete' Junge? Späte Rache der Abkömmlinge einer verhinderten 68er Lehrerschaft?

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Es gab früher in der Schweiz 2 konservative Kleinparteien (Nationale Aktion und die Republikaner mit James Schwarzenbach)! Diese Parteien wurden staatlich genaustens überwacht und sofort in eine "rechtsextreme" Ecke gestellt, wenn sie sich für unsere eigenen, bewährten Werte einsetzten! Dass aber anderseits die linksextremen, kommunistische JUSO solche Enteignungs-Vorschläge mit einer Volksinitiative durchsetzen möchten, stört offensichtlich niemand aus der Mitte-Links-Elite!

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  • T sagt:

    Am Ende unserer Generation darf es keinen Kommunismus mehr geben!

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  • Realo100 sagt:

    Die Jusos und ihre Anhänger sollten in das Amazonas-Gebiet exportiert werden. Dort können sie den Regenwald wieder aufholzen und das Klima retten…..unglaublich, mit welcher rotzfrecher Dummheit diese Bande argumentiert.

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