22. Februar 2021
Beat Gygi

Die Kampagne gegen Bauernbetriebe ist ein Probelauf für eine Art kriegerische Klimapolitik mit allen Tricks

Der Staat muss seine Kampagne für eine Grünschaltung der Landwirtschaft einen Zacken zurücknehmen. Das Bundesverwaltungsgericht befiehlt dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), bestimmte Informationen zu Relevanz und schädlichen Wirkungen des chemischen Pflanzenschutz-Wirkstoffs Chlorothalonil sowie zu Abbauprodukten anzupassen bzw. deren Publikation zu unterlassen.

Der Pflanzschutzhersteller Syngenta hatte geklagt, das BLV habe nicht haltbare Informationen verbreitet.

Die Verwaltung ist Partei. BLV, Bundesamt für Umwelt (Bafu), Umweltorganisationen und NGOs kämpfen vereint für die Trinkwasserinitiative sowie die Anti-Pestizid-Initiative vom 13. Juni, welche die Landwirtschaft per Befehl radikal grün machen sollen.

Diese Kampagne gegen viele Bauernbetriebe ist ein Probelauf für eine Art kriegerische Klimapolitik mit allen Tricks.

Das Muster: Den Leuten Angst machen, um die Politik in den Diktat-Modus zu bringen. Beim Pflanzenschutz haben Bafu und BLV schon gezeigt, wie man mit dem Gerede von Trinkwasservergiftung Stimmung machen kann.

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8 Kommentare zu “Die Kampagne gegen Bauernbetriebe ist ein Probelauf für eine Art kriegerische Klimapolitik mit allen Tricks”

  • Guy Tiger sagt:

    Gerede von Trinkwasservergiftung…

    Ich bin selber Zeuge von mehreren gravierenden Grundwasserverschmutzungen durch die Landwirtschaft in jüngster Zeit. Das ist leider kein Gerede, sondern eine traurige Tatsache. Aber solange sich die Bauern mehr um ihren Maschinenpark sorgen, als um das Grundwasser, solange muss man hier entschieden gegen die Sorglosigkeit und Ignoranz der Bauern vorgehen. Dem zum Teil irrsinnigen Einsatz von Chemikalien durch Bauern muss definitv ein Riegel geschoben werden.

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  • danke sagt:

    Nach der Corona-Gesundheitsdiktatur, die Landwirtschafts-Umweltdiktatur und gewissermassen als Sahnehäubchen oben drauf noch die elektronische Überwachungsdiktatur. Prost!
    Soviel Alkohol habe ich gar nicht zu Hause, um mir diesen Sch… runterspülen zu können.
    Übrigens: Damit all‘ diese Diktaturen die nötige Wirkung entfalten, haben wir mit dem aufgezogenen Polizeiapparat auch noch eine wirkungsvolle Durchsetzungsdiktatur.
    Vive la Suisse – vive la révolution!

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  • Reutimann Werner sagt:

    Zu Gunsten der schweizerischen Landwirtschaft: ein doppeltes Nein für diese beiden unsäglichen Anti-Pestizid- und Trinkwassser-Initiativen (am 13. Juni 2021).

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  • hape sagt:

    Auch hier wieder ein Beweis für Bersets führungs-Unfähigkeit. Das BAG gehört ja in sein Departement und seine Quotenfrau Levy ist wohl eher mit den Hunden im Büro beschäftigt als mit transparenter Kommunikation.
    Trotzdem stehe ich auch auf der Seite der Leute, die diese Pestizide weghaben wollen. Martin Canindas Bauern hin oder her.

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  • juege sagt:

    Ich frage mich einfach, wie es möglich ist, dass ein Bevölkerung, die Lesen und schreiben kann, diese permanente Belügung nicht merkt.

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    • Realistin sagt:

      Es wird der Bevölkerung seit Jahrzehnten weder lesen noch rechnen mehr beigebracht. Eigenes Denken wird sowieso ausgetrieben und Zusammenhänge erkennen ist nicht erwünscht.
      Je teurer unsere Schulen, desto weniger wissen und können die Schulabgänger.
      Man hat keine Zeit mehr, lesen so zu lernen, dass man auch den Inhalt versteht. Man muss sich um Gender, Rassismus und Fremdenhass kümmern.
      So zieht man gehorsame Untertanen heran.

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  • Bischi49 sagt:

    Man muss sich in diesem und ähnlichen Zusammenhängen immer bewusst sein, dass der Marsch durch die Institutionen inzwischen erfolgt ist. Noch lange nicht alle Verwaltungsangestellten verstehen sich als Diener des politische Vorgesetzten. Sie ziehen es vor, ihre eigene politische Agenda zu verfolgen.

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