06. Oktober 2021
Alles lesen
Thomas Renggli

Die Klima-Aktivisten von Extinction Rebellion stoppten in Zürich zwar kurzzeitig den Verkehr. Aber die Welt wird trotzdem untergehen

Grundsätzlich kämpfen die Klima-Aktivisten von Extinction Rebellion für einen hehren Gedanken: Sie wollen die Welt retten.

Doch die Art und Weise, wie sie es in den vergangenen beiden Tagen auf den Zürcher Strassen zelebrierten, erinnert eher an eine missglückte Slapstick-Komödie als an einen ernsthaften Versuch zur Arterhaltung.

Dass man sich mit Gartenstühlen auf eine Kreuzung setzt, kann mit viel Goodwill noch verstanden werden. Auch, dass Sekundenkleber zur Grundausstattung von Weltverbesserern gehört, wissen wir mittlerweile.

Am Dienstag mussten aber sogar Höhenretter ausrücken: Zwei Aktivisten hatten es sich auf einem gefährlich schwankenden Holzgerüst bequem gemacht.

Obwohl die meisten Demonstranten letztlich auf die Polizeiwacht wanderten, könnte die Darbietung doch noch für einen gesellschaftlichen Mehrwert sorgen. Denn die Nummer mit dem Holzgerüst dürfte die Programmgestalter des Circus Knie interessieren. Und der gastiert ab dem 15. Oktober auf dem (autofreien) Sechseläutenplatz.

Davon abgesehen, fällt die Erfolgsbilanz der Aktivisten nach zwei Tagen eher zwiespältig aus. Zwar retteten sie die Welt kurzfristig vor dem Untergang. Trotzdem ist das Ende unserer Tage wieder 48 Stunden näher gerückt.

522 6

22 Kommentare zu “Die Klima-Aktivisten von Extinction Rebellion stoppten in Zürich zwar kurzzeitig den Verkehr. Aber die Welt wird trotzdem untergehen”

  • Janosh sagt:

    In der Nacht vom 4. auf den 5. Oktober 1994 ereignete sich in Cheiry (Fribourg) ein Massensuizid der Sonnentempler, welchem 48 Menschen zum Opfer fielen. Wegen der fortschreitenden Umweltverschmutzung wollten die Sektenmitglieder nicht mehr weiterleben.
    Ist es Zufall oder Absicht, dass die verzweifelte Bewegung der Extinction Rebellion auf den Tag genau 27 Jahre später in Zürich versuchten, den Strassenverkehr stillgelegten, um den bevorstehenden Weltuntergang zu verhindern?

    3
    1
  • wil.vonier sagt:

    einmal mehr ein vollkommen unnoetiges Vorgehen wie mit dem klima umgegangen werden sollte. einmal mehr zumeist junge Menschen von...wer weiss woher....wer bezahlt diesen Unterhalt/Verpflegung etc. die offensichtlich
    "Streik und Demo ausgebildet sind" un von Ort zu Ort reisen um die
    Bevoelkerung zu nerven. Dass Politik un Polizei mehr oder weniger passiv
    zuschaut ist ein weiteres Uebel. Typ: Wasserwerfer .......

    17
    1
  • Marlisa Schmid sagt:

    Die Polizei hat diese Klimaterroristen äusserst pfleglich und schonend behandelt und sie behutsam und schon fast liebevoll weggetragen, damit ja keine körperlichen Schäden auftreten. Einfach lachhaft! Diesen Aktivisten hätte man zunächst per Megaphon eine Zeitlimite geben müssen, um zu verschwinden. Und dann mit Wasserwerfern, Tränengas, und härterem Eingreifen diese lachhafte Vorstellung beenden müssen. Wetten, dass die am Folgetag nicht mehr aufgetaucht wären. Angezeigt gehören sie ohnehin!

    78
    4
  • Josef Hofstetter sagt:

    Wie viele Ausländer beteiligen sich am Aufbau der Barrikaden und der Demo. Warum werden diese nicht sofort ausgewiesen?

    50
    6
  • T sagt:

    Weshalb werden linksfaschistische Terroristen als Aktivisten bezeichnet? Im Sozialismus bedeutet Aktivist übrigens Person, die im sozialistischen Wettbewerb durch wesentliche Erhöhung der Leistungen und durch neue Arbeitsmethoden die Produktion steigert. Ein Widerspruch in sich. Sozialismus, Wettbewerb, Leistung, Produktion steigern? Der Brüller!

    113
    1
  • FrankZMarg sagt:

    Der Gedanke "Sie wollen die Welt retten" ist nicht hehr oder nobel. Er ist dumm. Statt ständig die Zukunft zu retten, sollte man lernen, die Gegenwart so weit es geht zu verbessern oder das Gute zu erhalten, solange es geht. Alles verändert sich, aber retten muss man in den allerseltensten Fällen. Der CO2-Hype wird vergehen. Die Frage ist nur, wieviel Schade er anrichtet bis dann.

    114
    2
  • Benedikt Ramseier sagt:

    Es war ein Terrorakt mit Ansage. Die Weltverbesserungs-Kriminellen hatten ihren "Wirkungsort" im Voraus kommuniziert. Anstatt die Aktion im Keim zu ersticken hat die Polizei zu lange zugewartet. Man stelle sich vor: Es ist Krieg, der Gegner hat seine Pläne auf den Tisch gelegt, man weiss wo er angreifen wird. Würde dann das Militär auch warten, bis der Feind sich bei uns niedergelassen hat und ihn dann bitten, das Land wieder zu verlassen??? Oder ihn an die Grenzen tragen???

    90
    2
    • Anna Meier sagt:

      Es hätten sich bloss zwei drei Trychler als Unterstützer der "Klimaaktivisten" anmelden müssen, dann wäre alles im Keim erstickt worden.

      40
      1
    • Silvio Brandolin sagt:

      Da schreibt wieder einer, der von Einsatzplanung keine Ahnung hat. Lieber Benedikt, es soll auch im Krieg schon vorgekommen sein, dass die eine Partei (die nennt man "Feind") zum Zwecke der Täuschung dem "Gegner" falsche Pläne zuspielte, um ihn zu einem falschen Einsatz von Ressourcen zu verleiten. Offenbar hat die Einsatzleitung der Stapo Zürich davon gehört und scheint das zu berücksichtigen. Generell versichere ich Ihnen: es mag einzelne dumme Polizisten geben, "die Polizei" ist es nicht.

      10
      10
  • Josef Hofstetter sagt:

    Warum lässt man diese Terroristen gewähren, scheinbar arbeiten Sie mit der Polizei friedlich zusammen. Kein Wunder in Zürich. Die Vorbereitung er Aktionen mit den vielen Gefährten sollte doch der Polizei bekannt sein. Warum werden diese Orte nicht geräumt. Warum lässt man diese mit Ihren Barrikaden an die geplanten Standorte ziehen.

    101
    1
  • Karin sagt:

    Oliver Steffens Haltung und Ausrichtung ist ja auch immer von Anfang an klar, egal welches Thema besprochen wird. Ist jedes Mal ein Absteller.

    61
    2
  • olive sagt:

    Wie liebevoll die Polizei mit diesen Leuten umgegangen ist, im Gegensatz dazu beachte man jeweils das Verhalten und die Aufrüstung bei friedlichen Corona-Demonstranten. ( wie immer: nicht alle Polizisten)

    167
    3
  • Andreas sagt:

    Für diese Terroristen ist der Weg in eine lukrative Anstellung aufgrund fehlender Ausbildung nicht möglich. Fremdfinanzierte Krawalle heben das Selbstbewusstsein, sie können anderen ihren Willen aufzwingen.
    Welt retten? Pahh,! Für die Hintermänner lockt das große Geld.
    Wer jedoch nachgibt, der wird nicht in Ruhe gelassen, sondern weiter erpresst.
    Argumente gibt es keine.

    140
    2
  • oazu sagt:

    Anstelle eines sofortigen Einschreitens der Polizei scheint das Ganze von Oben angewiesen erst mal am Laufen gelassen zu werden, so dass links-grün durchsetzte Medien (TA, SRF, usw) genügend Zeit und Bildmaterial haben, darüber schweizweite Top-News daraus zu machen, so dass möglichst grosse Kampagne daraus wird. Bei einer Frau Rykart von den Grünen als Sicherheitschefin muss das sicher nicht wundern.

    165
    0
  • Edmo sagt:

    Extinction Rebellion wollen die Welt nicht retten. Sie wollen sie beherrschen. Sie sind ein Teil der globalen NGO-Mafia, die zusammen mit machtgeilen Oligarchen und einem riesiegen Heer verblödeter Politiker eine Neue Weltordnung, also eine globale antikapitalistische Diktatur, errichten wollen. Das Klima dient bloss zur Verbreitung von Panik und zum Anwerben junger, ahnungsloser Aktivisten. Sie wollen uns das Ende der guten Tage bescheren. Das Ende der Welt bleibt unbeeinflusst.

    183
    2
    • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

      Auffällig ist, dass Multimilliardäre diesen Kreuzzug gegen unsere Demokratien finanzieren und die meisten im versteckten agieren: George Soros kennen wir in zwischen beim Namen. Die niederländische Familie Tobé konnte ihren Namen aus der Presse heraushalten. Der Exil-Berner Jürg Wyss treibt dieselben manipulativen Spielchen, aber er steht wenigstens mit seinem Namen dazu.

      162
      2
      • Edmo sagt:

        Die intensive Beteiligung der Multimilliardäre ist auffällig, aber nicht verwunderlich. Wenn man so viel Geld hat, verliert es seinen gefühlten Wert. Dann kommen neue Gelüste auf. Der Stellenwert von Macht steigt in der Wahrnehmung plötzlich exponentiell an. Die Milliardäre organisieren sich im WEF und weniger öffentlichen Zirkeln, finanzieren Kampftruppen der NGO-Mafia und korrumpieren die Politik. Für sie ist es ein spannendes, unterhaltsames Spiel, für uns bitterer Ernst.

        99
        0
  • VP-Falger sagt:

    Die Schweizer Verfassung basiert auf Dialog und nicht auf Strassenblockaden und Gesinnungsterror. Hoffentlich werden diese Typen ausser erkennungsdienstlich erfasst, auch kostenpflichtig für die Verdienstausfälle des Gewerbes gemacht und für ihr Tun hinter Gitter gebracht... dies nicht nur für 24 Stunden.

    149
    0
    • beatz sagt:

      VP-Falger: träum weiter, die alibi-verhafteten sind noch schneller als die chügelidealer auf freiem fuss, auch wenn die lügenpresse etwas anderes schreibt.ich habe das glück die stadt meiden zu können. da muss ich nicht an jeder ecke einem oder mehreren idioten begegnen.
      im wald ist es schöner 🙂

      98
      0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.