08. Juni 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Die Klima-Jugend jammert, dass die Alten über ihre Zukunft entscheiden. Daran würde auch ein Stimmrechtsalter 16 nichts ändern

Haben Sie schon einmal einen Jugendlichen nach den Namen der sieben Schweizer Bundesräte gefragt? Mit etwas Glück werden ihnen die Buben und Mädchen die Namen von Bundesrätinnen oder Bundesräten aufzählen, die schon lange nicht mehr in der Landesregierung sind. Und das nur, weil sie diese Namen irgendwann einmal während der Schulzeit gehört haben und der Meinung sind, dass diese Magistraten ihren Job auf Lebenszeit innehaben.

Trotzdem denken wir aktuell darüber nach, ob man den 16-jährigen das Stimm- und Wahlrecht geben soll. Das ist eine Forderung der Klimastreikbewegung Schweiz, die der älteren Generation vorwirft, sie entscheide über ihre Zukunft. Die Jungen wollen selbst darüber befinden, was ein legitimes Anliegen ist.

Fängt politisches Engagement nicht zuerst einmal damit an, dass man sich über die Zusammenstellung der Regierung kundig macht oder wie politische Entscheide zustande kommen?

Die Erfahrungen zeigt, dass ihnen die Namen von Influencer geläufiger sind als jene von Bundesräten – dass sie lieber chillen, anstatt über politischen Vorlagen zu brüten.

Vor 30 Jahren hat man das Stimmrechtsalter auf 18 heruntergeschraubt. Es ist nicht so, dass diese Altersklasse seither durch übermässigen politischen Aktivismus und Ausübung des Stimm- und Wahlrechts aufgefallen ist. Im Gegenteil: Die junge Generation ist sogar ausgesprochen stimmfaul, das konnte man immer wieder bei wichtigen Vorlagen feststellen.

Selbstverständlich ist es eine gute Sache, wenn sich Jugendliche zusammentun, um sich für ein Anliegen zu engagieren. Man kann ihnen auch keinen Vorwurf machen, dass sie ihre Weltsicht für die Wahrheit halten. Die Vorwürfe muss man Journalisten machen, die Teenager-Bewegungen überhöht darstellen, woraus dann abgeleitet wird, es brauche ein Stimmrechtsalter 16.

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26 Kommentare zu “Die Klima-Jugend jammert, dass die Alten über ihre Zukunft entscheiden. Daran würde auch ein Stimmrechtsalter 16 nichts ändern”

  • Waldi Wick sagt:

    Bravo Mueller. So ist es. Hoffentlich denkt die Mehrheit der Eidgenossen so !!

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  • Karin sagt:

    Das Leben bildet den Charakter, die Schule gibt nur das Wissen, und weil man die Schule vergöttert, leidet man jetzt an dem schweren Übel, dass man allerlei Wissen hat, aber schrecklichen Mangel an Charakter.
    J. Gotthelf

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  • Stefan Mueller sagt:

    "Klima-Jugend", sind ja nur ein paar wenige Dummerchen/Schulschwänzer, die der Linksfilz/Göre-Mafia auf den Leim kriechen, die ekelerregend Kohle abzocken mit der zur Schau gestellten behinderten dumpfen Göre mit Wahnanfällen!
    Jugendliche mit anständiger Erziehung Wille zur Bildung und Selbständigkeit, sind da nicht dabei!
    Zudem, Secondos Arbeitsscheue Ausländer krawallieren ja auch im Namen der von Secondos aufgehetzten Gewürgsaften, tun dies aber immer nur wie üblich bei Linken ...für Geld!!

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  • baloiszydeco sagt:

    Muss beichten: als Teen kaum BR beim Namen nennen können. War viel zu beschäftigt mit unserer Band, Gigs und nachher vielleicht noch 'groupies' (wenn nicht zu müde).

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    • Stefan Mueller sagt:

      so müsste es auch sein, dass Bundesräte einfach ihren Job tun...ohne PR-Heer, ohne Müllstream-Homestorys!
      Da der Müllstream aber mit hunderten von Steuer- und Corona-Millionen dafür geschmiert wird, dem Bürger zu erklären, dass mit Nix gefüllte Kartoffelsäcke als Apparatschiks, Klavierspielerinnen und verlogene Schweizerinnen-des-Jahres 1 und 2, nun unsere beliebtesten fähigsten Anstands-Bundesrätli sein sollen...ist es vermutlich besser, wenn man sowas nicht nur als Jugendlicher, nicht kennt!

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  • T sagt:

    Die Absicht dahinter ist klar. Alle internationalsozialistische und nationalsozialistische, sowie kommunistischen Regime, missbrauchten Kinder und Jugendliche für ihre Zwecke. In diesem Alter sind Menschen verführ- und formbar. Linkes Stimmvieh, Denunzianten, Parteisoldaten und schlimmeres, soll herangezüchtet werden. Manipulierte und ideologisch Verblendete, als Nachschub für den globalen Ökosozialismus. Solche Machenschaften dürfen in einer Demokratie auf keinen Fall zugelassen werden!

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    • scavenger sagt:

      Das war in den 68ern schon so , da ist Moritz Leuenberger mit de Mao Bibel unter dem Arm durch Zuerich gezogen und uns aufgefordert Ho Ho Ho chi Minh zu schreien . Die Jugend war dazumal auch doof, aber wir hatten keine Secondos welche aus kriminellen Familien stammten und unter dem Deckmantel des Fluechtlings Asyl bekamen und dann die Politik der Schweiz beeinflussen wollten. Das passierte erst Jahre spaeter.

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      • T sagt:

        "Bist Du bis 20 kein Sozialist, hast Du kein Herz! Bist Du mit 40 noch immer Sozialist, kein Verstand"!

        "Im Geist Rot und Grün im Sinn, ist im Kopf nur Scheisse drin"!

        Alt-68er Terroristen, Marxisten und RAF-Sympathisanten, machten Karriere in der Politik der Schweiz und in Deutschland. Der "Marsch durch die Institutionen" war erfolgreich. Mit Zersetzungs- und Auflösungserscheinungen der westliche Kulturen und Gesellschaften. Neu ist, dass sich Teile der Wirtschaft mit den Marxisten verbünden.

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        • Stefan Mueller sagt:

          Sozialisten/Islamisten funktionieren weltweit identisch, und immer sind es die selbsternannten "Intelligenten" die den grössten Schlächtern Hetzern Volksbetrügern als Erste auf den Leim kriechen
          1. schalten ZK's die Medien auf Einheitsbrei
          2. Wächterräte-Installation
          3. schmieren und bestechen der widerlichsten Kriecher und Schleimer.
          5. die wiederum umgeben sich mit noch grösseren Kriechern und Schleimern damit sie selber nicht als Unfähige und Versager auffliegen
          6. IM's Stasi
          7. DDR 2.0

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    • Waldi Wick sagt:

      T: I
      ch kann nur den Finger hochhalten. So ist es. Genau.

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Unmündig aber Stimmrecht? Man sollte die 16 bis 18 Jährigen beruhigen: die Mitbürger, die älter sind als sie, sind erstens in der erdrückenden Mehrheit und zweitens nicht viel dümmer als sie selber. Geniesst Eure noch unbeschwerte Jugend.

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  • lionmo sagt:

    Jeder Regenwurm ist überlebensfähiger als jeder U-20-jährige.Schlicht und einfach weil man vorher weder fertig studiert noch eine Lehre abgeschlossen hat.Und von Lebenserfahrung reden wir hier auch noch nicht.

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  • Thonas Wirth sagt:

    Lieber Herr Köppel
    Machen Sie sich punkto „time limit „ keine Sorgen. Es ist eine Ohrenweide Ihnen zuzuhören und sogar einen Zeitgewinn für Ihre Abonnenten, denn ich kann mir das Lesen der vom Bund subventionierten linken Medien ersparen.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Was wollen die denn noch alles! Die Jugend hat heute schon viel mehr Macht als vielen lieb ist. Die Erscheinung der 16jährigen Klima-Göttin Greta hat gereicht, um eine weltweite kollektive Hysterie auszulösen, die nun den ganzen Globus, Politiker, Medien, Professoren...bis hinauf zum Papst, hyperventilieren lässt. Die Politiker rufen sogar den Notstand aus, und die Folgen davon sind absurde Gesetze wie das CO2-Gesetz, das den Mittelstand ruiniert und dem Klima sogar mehr schadet als nützt.

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  • Beri sagt:

    Diese verwöhnten Kinder vergessen, wem sie ihren Wohlstand und ihr Luxus Leben zu verdanken haben. Keine Generation lebte bisher so in Saus und Braus. Zu Rechten gehören auch Pflichten. Wenn Stimmberechtigung ab 16, dann bitte Steuern bezahlen, keine Vergünstigungen mehr, weder bei Krankenkassen, ÖV, Studium, Eintritten und vielem mehr. Da 16-jährige kaum in der Lage sein werden Steuern zu bezahlen, muss man die Eltern in die Pflicht nehmen. Man wird dann sehen, wie viele noch dafür sind.

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  • DominikRi sagt:

    Ja, die sozialistischen Erziehungsmethoden und antiautoritären, maturisierten Fehlpriorisierungen dürfen uns mit Stolz auf das Erreichte zurück blicken.

    Ich erlebe aber auch eine ganz tolle junge Kaderschmiede in der dualen Berufsausbildung.

    Es kommen da top Berufsleute heraus - die können auch Verantwortung stemmen. Ich freue mich mehrheitlich - wenigstens ob meinem Umfeld!

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  • verena sagt:

    Die Jugend jammert immer! Eine Distanzierung gegenüber den Erwachsenen und das pupertierende Verhalten gehört zur Reifung des Menschen bei. Es liegt an den ‚Alten‘ hier Gegenwind zu geben, sodass die jungen daran wachsen können um später im Leben zu bestehen. Meines Erachtens, beginnen junge Erwachsene erst mit ca. 18-20 erwachsen zu werden.Ich glaube, das konnten schon alle Erwachsenen Personen auf die eine oder andere Weise erfahren,,,,,,

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  • olive sagt:

    Hans-Joachim Maaz, deutscher Psychiater und Psychoanalytiker , erkennt eine Infantilisierung der Gesellschaft , damit einhergehend ein Nichtübernehmen-wollen von Verantwortung.
    Die Instrumentalisierung von Kindern und Jugendlichen gehört dazu.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Wenn es um die stündlichen rein ideologischen "Anweisungen" und Manipulationen auf den Handys oder im Internet geht. sind die Jugendlichen sofort ansprechbar und manipulierbar! Geht es aber um unsere Direktdemokratie und seinen politischen Einrichtungen (Bundesrat, Parlamente, usw.) erschreckt einem ihr Unwissen und die völlige Ahnungslosigkeit immer wieder aufs Neue! Ausgerechnet solche politisch uninteressierte "Nochkinder" sollen also das Stimmrecht ab 16 Jahren erhalten! Um was geht es...?

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  • coronistan.blogspot.com sagt:

    Es wird höchste Zeit, dass die Leute endlich die Dimension der Klimalüge und der Coronalüge erkennen. Diese beiden Monsterlügen werden den Westen komplett vernichten.

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  • VP-Falger sagt:

    Als ehemaliger Jungschützenleiter konnte ich den fast schon krassen Unterschied zwischen 16-jährigen und 18-jährigen Teilnehmenden feststellen. Ein geradezu kindliches Verhalten der Mehrheit der 16-jährigen erforderte erhöhte Aufmerksamkeit betreffs Sicherheit und Vorsicht im Umgang mit einem Gewehr. Damalige Bezirksschüler, Kadetten genannt, wurden bereits auf die Wehrpflicht trainiert. Mit 16, beim Eintritt in den Jungschützenverein, fielen diese schon durch erhöhte Waffenverantortung auf.

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  • Edmo sagt:

    Die Klima-Jugend, in einem Luxus aufgewachsen wie noch nie eine Generation zuvor, jammert und klagt an. Diese dekadenten 16-Jährigen könnten sich wirtschaftlich nicht einen Tag lang selbst über Wasser halten. Wozu auch? Das Hotel Mama funktioniert schliesslich perfekt, inklusive Limousinen-Service. Da bleibt genügend Zeit, um das Klima zu retten und den Systemwechsel herbeizusehnen. Es ist unsere Pflicht, diese unausgegorenen Jungen vor dem Stimmrecht schützen.

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  • Mueller sagt:

    Bürger, welche nicht volljährig sind, keine Steuern und Sozialbeiträge bezahlen ,haben bei politischen Entscheiden nicht mitzureden!

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