14. Oktober 2021
Thomas Renggli

Die linksgrünen Zürcher Städte drücken beim Tempo 30 aufs Gaspedal – zu Lasten des ÖV. Bezahlen soll der Kanton

Die links-grün regierten Zürcher Städte drücken bei der Einführung von Tempo 30 aufs Gaspedal – zu Lasten des ÖV. Bezahlen soll der Kanton. Das ist absurd.

Die schöne neue Welt auf den Zürcher Strassen – zumindest, wenn es nach den Vorstellungen der Zürcher Stadtregierung geht – sind Autos im Schritttempo und flächendeckende 30-er- und 20-er-Zonen. 

Doch die Sache hat einen Haken: Auch der ÖV wird eingebremst – und massiv teurer. 

Dies zeigt sich nun am Beispiel des Aussenquartiers Höngg: Dort plant die Stadt auf zwei Strassen Tempo 30. Davon betroffen sind je eine Bus- und Tramlinie. Dies verursacht zusätzliche Kosten von mehreren Hunderttausend Franken – weil mehr Busse und Tramkompositionen nötig sind, um die Pünktlichkeit zu gewährleisten.

Den Mehraufwand will die Stadt (bzw. die städtischen Verkehrsbetriebe VBZ) auf den (kantonalen) Zürcher Verkehrsverbund abwälzen. Der Verkehrsrat allerdings legte sein Veto ein. Nun hat die rot-grün dominierte Stadtregierung ihrerseits beim Regierungsrat einen Rekurs deponiert.

Dieses Katz- und Mausspiel dürfte erst ein Vorgeschmack auf künftige Diskussionen in der Verkehrspolitik sein. Denn einerseits wollen Zürich und Winterthur den Privatverkehr drosseln; andererseits soll der Kanton (bzw. der Steuerzahler) die Rechnung begleichen. Dies entbehrt jeglichen gesunden Menschenverstandes. Denn den Fünfer und das Weggli erhält man selten – auch nicht als linke(r) Politiker(in).

403 2

9 Kommentare zu “Die linksgrünen Zürcher Städte drücken beim Tempo 30 aufs Gaspedal – zu Lasten des ÖV. Bezahlen soll der Kanton”

  • Stefan Mueller sagt:

    Nochmals:
    Bünzli-Downtown-weltoffen-urban-Tsüri zum Halbkanton oder grad EU-Satellit machen!
    Win-win: die können rumbünzeln wie sie wollen.
    - ZH-Land wird nicht mehr zu jährl.Mrd-Zahlungen erpresst!
    - Roadpricing an Getto-Ausfall-Strassen inkl Bussenterror
    - Velolöli ÖV-ler Hundeli-Gaggi-Macher etc. können nur mit 3G, Maske,Vignette einreisen
    - Gebühren für Zentrumslasten wie ZRH Wandergebiete CO2-Ausstoss
    - Wölfe an Tsüri und Uetliberg ansiedeln
    - nur noch Wind/Sünneli-Energie für's Tsüri-Kaff!

    1
    0
  • simba63 sagt:

    Wirklich aller höchste Zeit für das Gemeinde-Referendum!

    13
    0
  • Edmo sagt:

    Die sozialistische Party endet, wenn das Geld der andern aufgebraucht ist. Aber sie endet garantiert nicht früher. Es sei denn, die andern lassen sich nicht mehr von den Sozialisten abzocken. Doch das dürfte schwierig werden. Die Regeln sind längstens gemacht und die Party muss weiterhin grosszügig finanziert werden. Für jene, die zu den andern gehören und den Mist finazieren müssen, gibt es nur ein Rezept: Ausschliesslich SVP wählen. Wer davon abweicht, verliert immer schneller immer mehr.

    79
    0
  • Nepo sagt:

    Wie steht es dann eigentlich mit den Velos? Dürfen die dann auch nur noch 30 bzw. 20 km/h fahren. Würde mich wundern, wenn die dann auch kontrolliert würden. Und ein Jogger oder Rollbrettfahrer in der 20er-Zohne?

    54
    1
  • T sagt:

    Gesunder Menschenverstand bei Linken und Grünen? Bei Ideologen welche unseren Wohlstand und unsere Staatsform zerstören wollen? You made my day.

    82
    0
  • VP-Falger sagt:

    Politische Verlogenheit mit Produktion träumerischer Fabel-Zustände. Wieviele dieser Kantonshauptstadt-Führer leben in einer intakten Famili und tragen Verantwortung für ihre Nachkommen?

    111
    1
  • Benedikt Ramseier sagt:

    Die fehlenden Gelder werden mit Bussen eingetrieben. Überall stehen Blitzgeräte. Und natürlich werden die netten Radfahrer einen Solidaritätsfonds gründen und die Differenz begleichen 😜😜😜

    120
    1
  • Mueller sagt:

    Die Rotgrünen sollen nun schön langsam in ihrem ihrem vergötterten ÖV zur Arbeit fahren! Die Arbeitgeber werden sie hoffentlich wegen ihrem stetigen Zuspätkommens zum Teufel jagen!

    133
    1
    • T sagt:

      Nein, nein. Die Rotgrünen, wenn sie denn überhaupt arbeiten und nicht nur von Steuergelder anderer leben, sind in städtischen "Geschützen Werkstätten" beim Kanton, Bund, den Mainstreammedien, oder bei NGO`s tätig. Da spielt Zuspätkommen in der Regel keine Rolle.

      104
      0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.