01. November 2021
René Hildbrand

Die Prognose der Muotathaler Wetter-Schmöcker: Die Ameisen haben fette Oberschenkel. Es gibt einen kalten Winter mit viel Schnee

Ob es die Sonne scheint, ob es regnet, stürmt oder schneit, hängt einzig vom Wetter ab.

Die Muotathaler Wetter-Schmöcker prophezeien seit über 70 Jahren, wie es im nächsten Halbjahr wird. Ihre Prognosen basieren auf Beobachtungen in der Natur. Kein bewölkter Tag kann es aufnehmen gegen die sonnige Stimmung der Wetter-Schmöcker.

Diese sind einfach gut drauf. Kein Corona-Gemurre. Haupt-Protagonist der Hobby-Meteorologen ist Martin Horat aus Rothenthurm, dem Hochland der Biber.

Wenn es dieses Original nicht gäbe, müsste man es erfinden. Horat stellt seine Prognose aufgrund von Erkenntnissen aus Ameisen-Haufen.

Vor wenigen Tagen ergründete der 77-Jährige im Wald: «Die Ameisen sind gut im Fleisch. Wenn sie wie jetzt fette Oberschenkel haben, ist es ein Zeichen, dass es einen kalten und strengen Winter gibt.»

Und: «Für die ersten drei Dezember-Wochen ist kaum Schnee in Aussicht. Doch in den letzten zehn Tagen des Jahres wird es richtig viel davon geben. Der bleibt dann bis Ende März liegen.»

Horat, ehemaliger Werbe-Star von Schweiz Tourismus, leidet derzeit unter einer Erkältung. «Die Ameisen haben mich angesteckt. Ich habe gehorcht, dass sie gehustet haben. Dazu braucht man ein gutes Gehör.»

Horats Kollege Roman Ulrich, ein Bauer aus dem Bisisthal, zieht seine Rückschlüsse aus Brennnessel-Stauden. «Diese sind im Sommer nicht hoch gewachsen. Darum gibt es im kommenden Winter viel weniger Schnee als in der letzten kalten Jahreszeit.»

In einem halben Jahr werden wir wissen, welcher der beiden recht hatte. Den Wanderpreis für die genaueste Prognose hat letzte Woche erneut Martin Horat gewonnen. Zum 17. Mal ist er Wetterkönig geworden.

Ich freue mich auch, wenn Petrus grollt. Denn wenn ich mich nicht freue, ist trotzdem schlechtes Wetter.

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10 Kommentare zu “Die Prognose der Muotathaler Wetter-Schmöcker: Die Ameisen haben fette Oberschenkel. Es gibt einen kalten Winter mit viel Schnee”

  • minibixi2008 sagt:

    Meine Katze hat sich einen richtig dicken Bauch angefressen, was sie vorher noch nie gemacht hat.
    ich vermute das gibt einen richtig kalten Jahrtausend-Winter der sogar das Coronavirus vernichtet.

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  • simba63 sagt:

    Wenn Horat seine Prognosen begründet, kann man, muss man schmunzeln, wenn Knutti spricht, kann man nur den Kopf schütteln!

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  • Juerg Schneeberger sagt:

    Müsste man aus Gründen des Alters von Herrn Horat nicht langsam daran denken, ihm jemanden zur Seite zu stellen. Ich denke, dass die Auswahl dazu nicht schwer fällt, denn in Zürich haben wir eine geeignete Person in der Witzfigur von Herrn Knutti, womit dann neben dem Wetter auch gleich noch das Klima den gleichen Stellenwert bekommt.

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  • TillhemWell sagt:

    trotzdem verschwindet das Arktis Eis und auch unsere Gletscher, viele Zuflüsse unserer Bergseen werden sich verändern und wie bereits viele andere Seen, methan abgeben.
    und in zeiten der Energiekrise wird es wärmer. Viele Wissenschaftler könnten sich irren und trotzdem pokern wir mit unser Zukunft.

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    • ThinkAgain sagt:

      Und das Antarktis-Eis nahm so viel zu wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr, bei einer Durchschnittstemperatur von unter -60.

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    • Kulti sagt:

      Nein wir pokern nicht. Hatten wir alles schon mal. Sie sollten sich mal wieder RICHTIG informieren! Das Eis in der Arktis ist am zunehmen aber das sagt niemand, passt nicht zum Gretli. Komischerweise kommen unter den Gletschern Sachen hervor aus ganz früheren Jahrhunderten aber auch das wird niemand erwähnen. Also nicht einfach nachplappern.

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    • eduardkeller sagt:

      Das Antarktische Eis verschwindet nicht bei Jahrestemperaturen zwischen -40° und über >-60° im Winter. Das arktische Eis war mitte September rund 1,2 Mio. Km2 grösser als 2012. Und in der Mitte von Grönland ist es bereits wieder bitter kalt mit >-34°. Das sind überprüfbare Fakten.

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    • holsderkuckuk sagt:

      Die meisten grosse Flüsse werden in Europa nicht von Gletschern gespiesen. Die Donau, die Wolga, die Seine, die Loire, die Elbe, die Maas, die Oder, die Weichsel und viele mehr entspringen niedrigeren Gebirgen unter der Gletschergrenze. Die Flüsse werden durch Niederschläge gespiesen.

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  • olive sagt:

    Gute Unterhaltung sind diese Wetterschmöcker allemal und vor allem: nicht schädlich im Gegensatz zum Panikorchester der Politiker und ihrer Instrumente.

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  • Rote Pille sagt:

    Das sind immer noch treffsichere Prognosen als die der Ökosozialisten und ihren Klimamodellen.

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