27. April 2021
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Rolf Hürzeler

Die Rache des Gefeuerten: Boris Johnson gerät ins Visier seines früheren Intimus Dominic Cummings

Boris Johnson gewann die letzten Unterhauswahlen glamourös, weil er den Briten den Brexit versprochen hatte – und ihn erfolgreich umsetzte.

Hinter diesem Coup stand sein ehemaliger Buddy, Dominic Cummings, ein Strippenzieher der ruchlosen Sorte.

Doch dann überwarfen sich die beiden. Johnsons neue Lebensgefährtin, Carrie Symonds, soll den Premier überzeugt haben, den rechtskonservativen Cummings in die Weite der englischen Moore zu schicken.

Nun meldet sich dieser zurück und behauptet, Johnson habe sich den Umbau seiner Wohnung in der Downing Street Number 11 von einem Tory nahen Spender finanzieren lassen, ohne die Zuweisung zu deklarieren, was «unethisch und möglicherweise illegal» sei.

Das tönt plausibel, zumal Johnson seit seiner horrend teuren Scheidung wegen Symonds als klamm gilt.

Eine Lappalie sollte man meinen, hat aber politische Sprengkraft.

Cummings geniesst die Unterstützung des konservativen Boulevardblatts Daily Mail, auf das Johnson angewiesen ist. Und vielleicht hat Cummings tatsächlich noch giftigere Pfeile im Köcher, wie er antönt.

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1 Kommentar zu “Die Rache des Gefeuerten: Boris Johnson gerät ins Visier seines früheren Intimus Dominic Cummings”

  • Florence sagt:

    „No greater fury.....”Man könnte diesen Satz, mit dem Sheakspeare die verschmähte Frau beschreibt, hier bestens anwenden.
    Johnson hat die Briten aus dem elenden Sumpf der EU geführt. Das ist das einzige was im Moment zählt. Nicht sehr klug und , sollte es denn so sein, unethisch, sich auf solche „Machenschaften“ einzulassen.

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