14. Oktober 2021
Rolf Hürzeler

Die Rolling Stones verzichten auf den Song «Brown Sugar», um nicht ins «Black Lives Matter»-Visier zu geraten. Die harten Helden kuschen

Sie galten einst als musikalische Rabauken, als die Wilden im Rockgeschäft – die Rolling Stones.

Wer in den Sechzigern milde aufbegehrte, trillerte Beatles-Hits. Wer es härter mochte, setzte auf die Stones. Und jetzt das – die Helden kuschen.

Gitarrist Keith Richards kündigte an, dass die Band auf der US-Tour das Anti-Sklaverei-Lied «Brown Sugar» nicht spielen wird, weil es missverständlich sein könnte.

Was er nicht sagte, aber wohl meinte: Der Refrain des Liedes könnte allenfalls falsch interpretiert werden: «Brown Sugar, how come you taste so good – Brown Sugar, just like a young girl should.»

Diese Worte sind im Kontext des Songs indes offenkundig kritisch zu verstehen – die menschenverachtende Sicht eines Sklavenhändlers.

Dennoch befürchten die Stones anscheinend, ins Visier der «Black Lives Matter»-Aktivisten zu geraten und streichen daher den Titel aus dem Programm.

Aber halt, was sagen eigentlich Feministinnen zum Macho-Hit «I can’t get no satisfaction…?» Schon einmal daran gedacht, Mister Jagger, wenn Sie aufreizend mit den Hüften wippen?

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9 Kommentare zu “Die Rolling Stones verzichten auf den Song «Brown Sugar», um nicht ins «Black Lives Matter»-Visier zu geraten. Die harten Helden kuschen”

  • Ole Olsen sagt:

    Leider verkommen alle meine früheren Musik-Idole
    zu willigen Mainstream – Marionetten.
    Bruce Springsteen
    Udo Lindenberg
    Herbert Grönemeyer
    und jetzt noch die Rollin Stones ....
    Mache ich da etwas falsch oder ist das der neue Zeitgeist den ich nicht mehr verstehe ?

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  • Vincent Vega sagt:

    Exile on Mainstreet wurde 1972 veröffentlicht. Beggars Banquet, Let it Bleed und Sticky Fingers bereits zuvor. Genau das war die Blütezeit der Stones und ich war immer Fan dieser Musik. 50 Jahre später sind diese greisen Männer aber musikalisch und auch durch diese gesellschaftspolitische Verortung beim spießigen Mainstream allerhöchstens noch mit der Muppet Show zu vergleichen. Irgendwann ist es dann mal Zeit - ansonsten lässt Johannes Hesters grüßen.

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  • katarina graf sagt:

    Leider sind die Rolling Stones inzwischen alte, senile Männer geworden. Sie sollten endlich abtreten.

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  • minibixi2008 sagt:

    Kaum zu glaubrn dass die Rollator-Stones noch auf die Bühne gehen. Das ist Leichenschändung.
    Was sie früher gemacht haben war genial aber jetzt kommen ihre vergangenen Drogenexzesse so richtig zum Vorschein.

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  • Edmo sagt:

    Die Stones waren schon immer Musiker. Sie haben Sex, Drugs and Rock 'n' Roll vorgelebt und zelebriert. Die Musik war wild, die Stones selbst weit weniger. Das Bild der Rabauken war bloss Marketing und Image. Politik war nie die Sache der Stones. Mit der faschistoiden BLM Terrororganisation haben sie absolut nichts am Hut. Und ich finde es unnötig, von den Herren, die jetzt auf 80 zugehen, heldenhaften Widerstand gegen die Absurditäten des Zeitgeistes zu verlangen.

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  • T sagt:

    Was haben die rollenden, alten Säcke eigentlich zu verlieren? Wenn man in diesem Alter vor schwarzen Marxisten kuschen muss, ist man entweder senil, hat kein Rückgrat, oder beides.

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  • VP-Falger sagt:

    Ja, wenn das Geschäft nicht mehr so euphorisch läuft, dann kommt der Mainstream gerade recht...

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  • Mueller sagt:

    Die Stones sollen endlich von der Bühne verschwinden, wenn sie im Greisenalter nicht mehr Rückgrat haben!

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