11. August 2021
Florian Schwab

Die rotgrünen Städte sind ein Problem für die Schweiz

Solange die linksgrünen Mehrheiten in den Städten (nicht selten 70 oder 80 Prozent) strittige Abstimmungen für sich entschieden, war es kein Problem. Wie oft wurden die Siege der «progressiven» und «urbanen» gefeiert – egal, wie teuer sie die Landbevölkerung zu stehen kamen?

Erst seit sich die Stimmbürger auf dem Land, mobilisiert durch einen besonders dreisten Angriff auf eine ihrer Lebensgrundlagen, die Landwirtschaft, in Bataillonsstärke an die Urne begaben – und obsiegten! –, zetert der Blätterwald. Von der «Rache der Landschweiz» schreibt der Tages-Anzeiger.

Diesen Stadt-Land-Graben hat auch SVP-Präsident Marco Chiesa in seiner 1.-August-Ansprache benannt. Ihm wird jetzt vorgeworfen, er versuche die Schweiz zu spalten.

An der Spaltung der Schweiz ist nicht derjenige schuld, der das Offensichtliche benennt. Schuld daran sind linksgrün-urbane Eliten, die sich staatsnahe Pöstchen und subventionierte Wohnungen zuschanzen. Und die versuchen, ihre Traumschlösser auf Kosten der produktiven, privatwirtschaftlichen Kräfte zu errichten. Dabei werden sie immer frecher und unverschämter. Stichwort: Einseitige Aufkündigung des Parkplatzkompromisses in Zürich. Oder Korruption in der Schulbehörde.

Die höhere Wirtschafskraft der Städte taugt nicht als Gegenargument. Denn das Bruttoinlandprodukt wird am Arbeitsort gemessen, nicht am Wohnort.

Viele der wenigen Bürgerlichen, die noch in den Städten leben, klatschen Chiesa heimlich Beifall. Und viele Leute auf dem Land sowieso.

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10 Kommentare zu “Die rotgrünen Städte sind ein Problem für die Schweiz”

  • mikueder sagt:

    Die einzigen die das Land spalten sind der BR mit seiner Artillerie, den Medien. Und das in einer nie dagewesenen Hetze gegen normale und gesunde Menschen! DAS sollte jedem zu denken geben der noch ein Fünkchen klaren Verstand hat.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Die Schweiz ohne Welsche und weltoffen-downtown-multikulti-urban-Dörfli Tsüri Basel Bern!
    Win-win!
    Landeier-Hinterwäldler zahlen keine Milliarden mehr für KFA "Zentrumslasten" und ÖV, der sämtliches Leben aus Agglos absaugt...und entgehen dem Stadt-Bünzli-Bussenterror!
    Die weltoffen Tsüri- Beppi-Reitschule-Bünzli machen dann einfach in der EU den Griechen, können endlich ihren Wahn ausleben: Roadpricing für Bünzli-Biotöpler, die sonst nur noch per ÖV raus dürfen (Klima) , und Wölfe am Tsüriberg

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  • D.Z. sagt:

    Auch wenn ein paar Städter – quasi als Ablasshandel für ihren Lebensstil – GLP wählen, so besteht die «linksgrün-urbane Eliten» primär aus Staatsangestellten resp. solche von Branchen, welche sich am Trog der Steuergelder laben. Der Bezug zur wirtschaftlichen Realität fällt solchen Kreisen schwer, denn der Zahltag ist unabhängig davon garantiert. Und jeder weitere Subventionstopf leistet dieser Entwicklung Vorschub.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Wenn es dann noch der SVP-Präsident Chiesa persönlich ist, der die reale Situation "Stadt-Land" offiziell beim Namen nennt, drehen die links/grünen Ideologen und deren Wasserträger (unsere Einheitsmedien) sofort durch! Sie werfen dem SVP-CEO vor, er versuche die Schweiz zu spalten! Dieses Faktum zeigt, was und wie gefährlich die links/grünen Städte für die gesamte Eidgenossenschaft geworden ist! Hoffentlich klatschen die "Noch" - Bürgerlichen nicht nur Beifall, sondern gehen an die Wahlurnen!

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  • Gonzo sagt:

    Die Landwirtschaftsinitiativen haben es deutlich gezeigt, die dekadenten rotgrünen Städter beissen in die Hand die sie füttert.
    Keiner von denen würden auch nur einen Tag Gemüse von Hand jäten.

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  • steinlin sagt:

    Das ist ganz klar ein spezielles Problem, das wir in unserer Demokratie nicht lösen können. Jeder/e wählt so wie er empfindet, auch mir würde es nie einfallen, rot oder grün zu wählen und schon gar nicht diese undefinierbare Mitte ?

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Zur Stärkung der Schweizer Demokratie soll bei jeder Abstimmung das Volks- UND das Ständemehr gelten, am besten auf Bundes- UND auf Kantonsebene (Gemeindemehr).
    So würden die destruktiven Kräfte im Land rasch verschwinden.
    Eine solche Vorlage dürfte gute Chancen haben, denn es liegt in der Natur der meisten Bewohner in den Kantonen und Gemeinden, möglichst viel Autonomie zu behalten (natürlich nicht für die meisten Medien, Politiker und die üblichen Verdächtigen).
    Ich sage das als Städter.

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