15. März 2021
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Gabriela Suter

Die Schweiz muss ihren eigenen Impfstoff produzieren. Die Bürgerlichen blocken. Wie lange noch?

Die Versorgung der Bevölkerung mit Impfstoffen gehört zum Service public. Bis jetzt hat jedoch die bürgerliche Parlamentsmehrheit alle linken Forderungen nach einer staatlichen Impfstoff-Produktion aus ideologischen Gründen abgeschmettert.

Kommt die rechte Ratshälfte nun endlich zur Einsicht?

Denn gewiss ist: Die Produktionskapazitäten von Covid-19-Impfstoffen sind weltweit beschränkt. Das macht die Schweiz extrem abhängig.

Das Aufkommen immer aggressiverer Virenmutationen lässt vermuten, dass es in den nächsten Jahren jährliche Booster-Impfungen braucht, um den Impfschutz aufrechtzuerhalten.

Damit die Schweizer Bevölkerung nicht monatelang im Lockdown auf solche Booster warten muss, sollte die Schweiz so schnell wie möglich zusammen mit der Pharma eine eigene inländische Impfstoff-Produktion aufbauen. Denn jeder Monat, in dem wir auf einen Lockdown verzichten können, wird sich lohnen und eine solche Produktionsanlage sofort amortisieren.

Schafft es die Bürgerlichen, über ihren ideologischen Schatten zu springen und gemeinsam mit den linken Kräften das Covid19-Gesetz noch in dieser Session so anzupassen, dass Investitionen in eine staatliche Impfstoffproduktion möglich werden?

Gabriela Suter ist SP-Nationalrätin des Kantons Aargau.
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14 Kommentare zu “Die Schweiz muss ihren eigenen Impfstoff produzieren. Die Bürgerlichen blocken. Wie lange noch?”

  • holsderkuckuk sagt:

    Die Nationalrätin Suter agiert ganz in der leninistischen-stalinistischen Tradition.
    Was weiss ist , ist in der Logik der Sozialisten schwarz und alle die ihrer Logik nicht folgen können sind Revisionisten und Kapitalisten. Unwahrheiten und Vertuschungen sind den SP Mitgliedern angeboren. Was immer sie von sich geben dient ihrer Machterhaltung der Sicherung ihrer Pründen. Die SP agiert schon seit Jahrzehnten nicht zum Wohl der Bevölkerungsmehrheit, sondern immer nur der Selbstverliebtheit.

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  • olive sagt:

    Denkanstoss von Prof. Bhakdi:

    https://www.youtube.com/watch?v=b_2-msSeyWY&ab_channel=CWLMediaGroup

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  • Realistin sagt:

    Sehr geehrte Frau Suter
    Sagen Sie das Ihrem SP Bundesrat Berset und seinem BAG.
    Es ist seine Aufgabe, die Impfversorgung zu gewährleisten. Ich habe nichts davon gehört, dass die Bürgerlichen vom Angebot der Lonza überhaupt etwas gewusst haben, geschweige denn sich geweigert hätten, auf das Angebot einzugehen.

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  • Andreas K sagt:

    Es macht nicht Sinn, eine staatliche Impfstoffproduktion aufzubauen, wenn bereits zwei Impfstoffproduzenten im Land sind. Wir reden da von einigen hundert Millionen Erstinvestitionen und grossen laufenden Kosten. Der Bund kann sich aber in bestehende Anlagen innerhalb der Schweiz einkaufen und damit privilegierten Zugang zu den Impfstoffen erhalten. Das sollte mit 20 Millionen bezahlt sein. Der Bund hat schon für weniger Nützliches Geld ausgegeben.

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    • Realistin sagt:

      Man hat ja gesehen, wie sinnvoll es ist, wenn man in einem Notfall auf das Ausland angewiesen ist:
      Da werden subito die Grenzen geschlossen und die gekaufte und schon bezahlte Ware wird blockiert und beschlagnahmt.
      Ganz abgesehen davon, dass sicher nichts geliefert wurde und wird, was im Land des Produzenten selber gebraucht wird.
      Schon vergessen?

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      • Andreas K sagt:

        Eben drum ein Einkauf in der Schweiz. Im 2009 hatte die Crucell dem Bund angeboten, sich mit 10 Millionen an einer neuen Produktionsanlage in Thörishaus bei Bern zu beteiligen. Dafür hätte der Bund privilegierten Zugang zu allfälligen Pandemieimpfstoffen bekommen. Die Anlage wäre von der Crucell betrieben und gewartet worden. Stattdessen hat der Bund 180 Millionen für den Schweinegrippeimpfstoff bezahlt. Und nichts daraus gelernt.

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        • holsderkuckuk sagt:

          Bravo Andreas K. Ich glaube die meisten Einwohner der Schweiz wussten von diesem Blödsinn des Bundesrats nichts. Es ist auch bekannt dass die Mainstream-Medien sehr selektiv "ihre objektiven Wahrheiten" verkünden. Die Subventionen in Höhe von 260 Millionen Franken im Jahr 2020 sind für die meisten Tamedia Titel, von denen die TX Group am meisten provitiert, nicht der Erwähnung wert. Auch dieses Jahr muss die der Wahrheit verpflichtete Presse nicht darben, auch 2021 ist bereits gesichert.

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  • D.Z. sagt:

    Warum dieser «Hype» um Vakzine, bei welchen geimpfte Personen das Virus weiterhin übertragen können? Notabene bei einer «Krankheit», welche für die erdrückende Mehrheit der Bevölkerung keine Gefahr darstellt? Richtigerweise wäre eine vergleichbare Impfkampagne wie bei der saisonalen Grippe zu lancieren. Aber das geht nicht, weil so eingestanden würde, dass bei Sars-CoV-2 massiv überreagiert wurde und viel der Massnahmen unnötig waren resp. sind.

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  • Reutimann Werner sagt:

    Tatsächlich muss ich (selbst eher in der Nähe von SVP) dieser SP-Frau zustimmen. Mit einem grossen Vorbehalt: mögen wir diese Aufgabe dem BAG zutrauen, nach dessen 12-monatigen Fehlleistungen?
    Meiner Ansicht nach wäre richtig, wenn der BR ein Abkommen mit LONZA trifft, wonach diese anscheinend benötigten 70 Mio vom Bund zur Verfügung gestellt werden. Voraussetzung, diese Walliser Firma darf den fix-fertigen Impfstoff in Visp ausschliesslich für die Schweiz produzieren.

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  • Bischi49 sagt:

    Die Schweiz muss gar nichts! Aber die Angstmacherei mit Hypermutationen und Boosterimpfungen etc. zeigt um was es geht. Möglichst langer Lockdown als Drohung um die Leute gefügig zu machen, damit Staatswirtschaft und diktatorische Massnahmen geduldet werden und wir dem sozialistischen Paradies näher kommen. Übrigens hätte Herr Berset längst eine Produktionsstrasse bei Lonza haben können. Aber er hat’s vermasselt bzw. wollte nicht.

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  • Edmo sagt:

    Bevor der Staat mit der Produktion von Impfstoff beginnt, sollte er erst mal seine Kontrollpflicht wahrnehmen. Die Zulassung der Corona-Impfstoffe ist ein Ausdruck totalen Staats-Versagens. Die Impfstoffe wurden auf politischen Druck freigegeben. Weder die Wirksamkeit, noch die Sicherheit oder gar Langzeitrisiken wurden sorgfältig und nach den geltenden Regeln geprüft. Das kapitale Versagen der Politik in Sachen Corona ging einfach in die nächste Runde.

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  • heinzkeller sagt:

    Corona-Viren mit Impfungen zu bekämpfen ist Wunschdenken. Grippeviren mittels Impfung zu bekämpfen, war auch immer umstritten. Gebt dem menschlichen Körper gesunde, vitaminreiche Nahrung, Bewegung und freiheitlich eigenverantwortliches Denke! Dann schafft es das wie eh und je.

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  • jameselsener sagt:

    Nein, müssen wir nicht Frau Suter. Wir müssen sicherstellen, dass wir Zugang zur Produktionskapazität von Medikamenten haben. Und dies heisst bestellen und nicht verschlampen, wie es das BAG tut.

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