16. November 2021
Thomas Renggli

Die Schweiz stürmt mit einem Sieg gegen Bulgarien an die WM in Katar. Nati-Trainer Yakin erweist sich als Weltmeister der Coolness

Showdown in Luzern: Zweieinhalb Monate nach seiner Premiere als Nationaltrainer erlebt Murat Yakin bereits den ersten Final – gegen Bulgarien um die direkte Qualifikation für die WM 2022 in Katar.

Der Basler macht vor, wie man den Erfolg bezirzt: mit Charme, Schalk und unerschütterlicher Coolness.

Egal, ob alle Stürmer ausfallen und auch die halbe Verteidigung darniederliegt, Yakin verliert sein Lächeln nicht.

Es ist jene Leichtigkeit, die seinem Vorgänger Petkovic gefehlt hatte – und die dem Schweizer Team im entscheidenden Moment die unerschütterliche Siegessicherheit vermittelt.

Nach einer ersten Halbzeit mit 11:1-Eckbällen und gefühlten 99 Prozent Ballbesitz machen die Schweizer nach der Pause Nägel mit Köpfen. Okafor, Vargas und Itten ebnen den Weg zum Triumph.

Es sind ausnahmslos Spieler, die Yakin in der personellen Not aus dem Hut gezaubert hat.

Gleichzeitig prallt in Belfast der verdutzte Europameister Italien an der nordirischen Wand ab. Die Squadra Azzurra muss im März in die Barrage.

Die Schweiz dagegen kann die erste Winter-WM der Fussballgeschichte planen.

Es ist das Meisterwerk von Nati-Trainer Murat Yakin.

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19 Kommentare zu “Die Schweiz stürmt mit einem Sieg gegen Bulgarien an die WM in Katar. Nati-Trainer Yakin erweist sich als Weltmeister der Coolness”

  • Santenbergler sagt:

    Yakin wird sich zurecht überlegen, Ruefers Liebling je wieder aufzustellen, der vor dem gegnerischen Tor wartet, bis ihm die Bälle gebracht werden, um dann die Hälfte davon entweder nicht zu erwischen, geschweige denn, zu verwerten.
    Was Okafor, Vargas und Co gestern an Einsatz absolviert haben, ist schlicht genial und vorbildlich zugleich. Aber "der Mann aus Sursee" schont sich bei seinen Nati-Einsätzen jeweils lieber für seinen portugiesischen Club.
    Ruefer: nur noch peinlich, sein Gelabber!

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    • Stefan Mueller sagt:

      Verteidige den Sursee-Mann überhaupt nicht...Allerdings, war gestern auch nix mehr vom peinlichen Hintenrum-Ballgeschiebe der Doppeladlerzeit zu sehen...Und mit ihren langen präzisen Bällen...machten die 2 Eidgenossen Frei und Schär, das CH-Spiel entgegen der ehemaligen Schlafwagenzeiten auch schnell!
      Und siehe da ohne Rodriguez, blieb der Ball gar auch nach Einwürfen bei den Schweizern!
      Allerdings geniesst die CH-Internationalmannschaft halt mittlerweile auch als ""Grosser" viel Schiri-Toleranz

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  • Pablo sagt:

    Auch Sie Herr Renggli sind Weltmeister der Coolness.
    Wo bleibt ihre Erklärung zu ihrer gestrigen Fehleinschätzung.
    Entschuldigung, aber ich finde das ziemlich peinlich.

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  • Daborn sagt:

    Die Schweizer Nati gewinnt seit Xhaka verletzt ist, das ist auch bei seinem Club Arsenal so. Yakins Glücksgriff liegt daran, dass er mehr Hymnen-Schweizer spielen lässt. Weiter so, bitte.

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  • ToWa sagt:

    Renggli hat aber sehr schnell das Pferd gewechselt…

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  • crista sagt:

    Herr Renggli, ich vermisse in ihrem Artikel einen wenigstens kleinen Nebensatz zu Ihrer gestrigen Kritik an der Stürmeraufstelling von Herrn Yakin eingehen…..

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    • Stefan Mueller sagt:

      O.k. Ich lag gestern auch total daneben...Die CH-Internationalmannschaft hat das Soll erfüllt gegen einen dankbar-einfachen, auffallend uninspirierten Gegner!
      Allerdings, das Tschütteler-Problem, neben all den Schwalben den Ellbogen und dem Simulieren, bleibt bestehen: mit Modus/Setzliste/Auslosungs-Anfällen Karten-Komödienstadls und jetzt gar 5 ( oder wieviel) Einwechslungen, damit die Grossen Ihr "Potential"...sollte es mal nicht rund laufen......ausschöpfen können!

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      • Silvio Valentino sagt:

        Ich stelle fest, dass Sie also auch von Fussball keine Ahnung haben. Die einzige Konstante in Ihren Posts - egal welchen Bereich sie betreffen - ist ein offenbar pathologischer Ausländerhass, der anstelle von Argumenten vorgebracht wird, und dies in seltsam verschrobener Form. Klarheit im Denken und Klarheit in der Sprache bedingen sich gegenseitig. Hier wird das exemplarisch dargelegt. So gesehen, sind Form und Inhalt bei Ihnen kongruent. Sie lagen nicht nur gestern total daneben, auch heute.

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  • Bischi49 sagt:

    Ich bin beileibe kein Fussballkenner, einfach ein Fan unserer Nationalmannschaft. Das noch Erfreulichere, neben diesem schönen Sieg, ist nach meiner Meinung die Tatsache, dass diese Mannschaft trotz Ausfall wesentlicher Stammspieler auf talentierte Nachwuchskräfte zurückgreifen kann, und trotzdem ihre Schlagkraft nicht verliert, vielleicht sogar im Gegenteil. Es sieht daher gar nicht danach aus, dass diese Leistung nur ein Strohfeuer war.

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  • Rote Pille sagt:

    Wen interessiert schon diese "Nati"? Ich bin weiss, christlich und stolz auf europäische Werte. Mein Herz schlägt für Serbien, Polen und Ungarn (sofern qualifiziert). Mit Doppeladlern eines illegitimen Staates und sonst. Parallelgesellschaftern kann ich - aufgrund meines massiven Rückgrats und Mangel an Naivität - nichts anfangen, sorry.

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  • Manuela1973 sagt:

    Herr Renggli, erinnern Sie sich noch was Sie gestern genau an dieser Stelle über Yakin geschrieben haben? Mit diesem Kurzzeitgedächtnis betreffend der eigenen Positionen hätten Sie es in der Politik weit gebracht 😉

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  • Alpenfurz sagt:

    Sorry, keine Zeit für Brot und Spiele. Wir driften, zusammen mit allen westlichen Ländern, gerade in den Totalitarismus ab.

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