21. Juni 2021
Christoph Mörgeli

Sag, wie hast du's mit der Europa-, Asyl- und Klima-Politik? Die Schweiz wird wie die USA. Es herrscht faktisch ein Zweiparteien-System

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wurde er am Freitagabend in der «Arena» des Schweizer Fernsehens erbracht. Der Titel der Sendung hiess «EU – Ganz rein oder ganz raus?»

Auf der Seite der Befürworter stand als Euro-Turbo der konsequente SP-Nationalrat Eric Nussbaumer. Neben ihm der weniger konsequente Schriftsteller Lukas Bärfuss, der noch 2019 an einer öffentlichen Veranstaltung in Olten gemeint hatte: Die EU-Flagge passe zum lausigen Zustand dieses Gebildes, «man sieht nur noch Sternchen».

Die EU habe ein eklatantes Demokratiedefizit und sei ein Verein, «der in seinen Grundsätzen versagt».

Neuerdings ist Bärfuss für den EU-Beitritt.

Auf der Gegenseite standen die Nationalräte Thomas Matter (SVP) und Regine Sauter (FDP). Wer aber glaubt, die freisinnige Direktorin der Zürcher Handelskammer hätte den Wirtschaftspraktiker Matter unterstützt, hat sich geirrt. Regine Sauter konnte sich nicht einmal durchringen, sich gegen einen EU-Beitritt auszusprechen.

Ob Europapolitik, Rahmenabkommen, Personenfreizügigkeit, Masseneinwanderung, oder Asylpolitik, ob CO2-Gesetz, Klimapolitik, Pariser Abkommen, Gletscher-Initiative, Islamismus, Strafrechts-Verschärfungen oder Uno-Migrationspakt: Es gibt in der Schweiz nur noch zwei Parteien. Die SVP auf der einen Seite und alle anderen Parteien auf der anderen Seite.

Allmählich herrscht hierzulande ein Zweiparteiensystem amerikanischen Typs. Die Frage ist, ob dies auf die Dauer gesund sein kann.

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25 Kommentare zu “Sag, wie hast du's mit der Europa-, Asyl- und Klima-Politik? Die Schweiz wird wie die USA. Es herrscht faktisch ein Zweiparteien-System”

  • Stefan Mueller sagt:

    Selber schuld ....dass sich SVP-ler noch immer zu Äss Ärr Äff-Komödienstadls locken lassen!

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  • peterlinz sagt:

    Neuerdings mischen auch noch 24 global tätige Firmen in der Schweiz mit ganzseitigen Reklamen für die linke LGBTIQ-Community. Wir von der SVP haben nichts dagegen, wer wen oder welche oder was auch immer liebt. Hinter dieser Community steht aber eine neue Werteorientierung . Diese Community war massgebend zusammen mit den BLACK LIVES MATTER und der ANTIFA für physische Gewalt gegen alles, was links der Mitte ist und für die Zerstörung von Geschäften und Polizeistationen in den USA.

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  • Gadsden flag sagt:

    Wenn es das unsägliche Proporz-System nicht gäbe, könnte es egal sein, wieviele Parteien es gibt.

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    • juege sagt:

      Welches sich die bereits damals wohlstandsverblödeten Bürgerlichen von den Sozen aufzwingen liess.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Solange Wischiwaschi-Bünzli auf Scheinbürgerlich hereinplumpsen, wird am "Alle gegen die SVP" nichts ändern!
      Wie die CO2/ No-Billag/ Pro Äss-Ärr-Äff-Abstimmungen beweisen, sind es noch immer die Alten die den Jungen ihre Zukunft versauen wollen, mit ihrem widerlich-satten wohlstandsverwahrlosten Gutmenschentum!
      Und Ja FDP WirLiebenalle...egal welche derer Marionetten vorgeschoben wird...die Fäden an denen Boni-Abzocker-Mänätscher ziehen und zupfen, leuchten immer so herzig im Müllstream-Licht

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  • waschiwischi sagt:

    Naja, das passt doch hervorragend zu unserem staatlichen Sozialisten-Filz-Sender . Der Obermarxist Eric aus dem Oberlinken Genf. Staatszersetzende Demokratiefeine im Netzwerk des alten und längst gescheiterten kommunistischen Utopia.

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  • Cornelius sagt:

    Das linke Moralkartell von der Juso getriebenen SP, den Grünen, der CVP und der FDP Frauen vergewaltigt mit Mehrheitsdiktatur den Wählerwillen und den Schweizer Souverän. Die CVP gab ihr Rückgrat und USP auf: das Einstehen für christliche Werte in einem hochtechnisierten Land. Die FDP verriet ihre Werte: freier Handel, Eigenverantwortung und Respekt. Sie alle liessen sich für kurzfristige vermeintliche Wählergunst von den Linken einspannen, verboten AKWs und erhöhen Steuern. Gendersternchen ahoi

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  • jan schneidler sagt:

    EU ist zu einer Sozialbürokratie verfallen. Einst als Freihandelszone gedacht, greift es immer mehr in allen Bereichen der Mitglieder ein. Im sozialistischen Sinne soll alles zentral geregelt und ausgeglichen werden. Oststaaten halten dagegen, aber BRD als Geldgarant schlägt alles mit der Moralkeule nieder. Maastricht Regeln spielen keine Rolle mehr. Konservative Parteien liegen knapp vor den Linkspopulisten. Wenn es kippt, ist es kaum umkehrbar. Die Schuldenländer und Asylanten freuen sich.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Der Musterknabe Schweiz lässt sich zunehmend von den internationalen Grossgebilden UNO, WHO, EU, Caritas, pro Asyl... regieren. Unsere direkte Demokratie existiert nur noch auf dem Papier. Der Souverän ist nur noch ein kläglicher Statist auf der Theaterbühne der Politik. Vom Volk angenommene Initiativen werden nicht umgesetzt (MEI, Ausschaffungsinitiative...) Unsere Asylpolitik hat sich komplett verselbständigt. Illegale Einwanderung wird nicht mehr bestraft, sondern toleriert....

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    • Marlisa Schmid sagt:

      ... Unsere Grenzen sind offen wie Scheunentore. Das Zauberwort "Asyl" reicht aus, um ohne Papiere und mit ein paar Lügengeschichten als vorläufig Aufgenommener ein unbeschwertes Dasein mit Rundumversorgung geniessen zu dürfen. Publikumswirksam wurde medial betont, dass nun 144 Afghanen ausgeschafft werden sollen. Keiner redet mehr über die 50.000 Eritreer, die sich immer noch in der Schweiz befinden. Und was ist mit den 3200 Eritreern, deren Ausschaffung man uns vor zwei Jahren versprach?

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    • editzorn sagt:

      Es werden schon noch Volksentscheide durchgesetzt, wenn sie denn von links kommen.

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  • oazu sagt:

    Letzter Abstimmungssonntag hat nicht zum ersten Mal 2-Parteien System geziegt. Einzig bei Wahlen gelingt es dem Politfilz von ganz grün-links bis mitten in FDP hinein, vereint mit Megaphon der Medien gegen SVP zu verunglimpfen und zu posaunen, das einigende Thema, hinter dem Wahl der Eigenen hintanstehen muss, Hauptsache WIR haben (Rechtsnatonalen) der SVP verhindert. Ist's bei Grün-Links die Ideologie, wird's durch Mitte in FDP hinein zum Neid, dass SVP in Breite ankommt, sie aber nicht.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Ist wohl eher wie in der von CH-Bünzli-Kommunisten behuldigten/bepilgerten Ex-DDR!
    Denn in den USA ist es im Gegensatz zur Bünzli-CH/Ex-DDR, noch möglich dass Gouverneure, gar Präsidenten gewählt werden, die nicht dem Linksstaatsfilz angehören!
    Und wie neben Blochers Rausschmiss, der Linksstaatsfilz den vergesslichen handlungsfähigen Zwischenmenschlichen und die Schweizerin-des-Jahres-Nummer-II an offiziellen SVP-Kandidaten vorbei-dreckelte?!?
    Oder jeweils die Bundesrichterlein-Komödienstadls?!?

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Ja, die letzte ARENA (am 18.Juni 2021) war einmal mehr ein Paradebeispiel, wie uns die SRG manipuliert: Trotzdem (laut mehreren Umfragen) 80-90% der Stimmbürger(innen) einem EU-Beitritt nie zustimmen würden. standen 3 Befürworter/in) und nur 1 Gegner im Ring! Dieser Gegner (Thomas Matter) wurde sogar von der FDPlerin Sauter dauernd wie ein Schulbube traktiert! Die Angriffe durch Nussbaumer und Bärfuss war nicht überraschend; Wie immer ging es diesen beiden nur um eines; Gegen die SVP !

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  • Angy Scheiwiler sagt:

    Stimmt, wir sind aktuell in einem 2-Parteiensystem angekommen. Dass unser Volk mit dem PMT sich selbst stranguliert, ist tatsächlich hyperdekadent. Wie es mit der Zukunft der Schweiz weitergeht, hängt wesentlich davon ab, ob wir endlich erwachen und realisieren, dass wir bloss Spielball einer übergeordneten, selbsternannten, nicht legitimierten "Elite" sind; und die hat nicht unser Wohl im Sinn, sondern das blanke Gegenteil. Unser künftiges Sein ist ganz klar eine Frage unseres Bewusstseins.

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  • VP-Falger sagt:

    SRF macht den Privaten schon lange den Werbekuchen streitig, obwohl staatlich zwangsfinanziert. Entweder diese Zwansgsfinanzierung muss weg, oder Schweizer Fernsehen und Radio muss werbefrei werden. Alles andere ist Wettbewerbsmonopolisierung. Dasselbe gilt für staatlich subventionierte Printmedien.

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  • Bischi49 sagt:

    Die FDP hat dank dem Abgang von Gössi die Chance, sich neu auszurichten. Es ist zu hoffen, dass sie diese nutzt und wieder zur klaren liberalen Linie bekennt, die die Freiheit hoch hält und an die Eigenverantwortung der Bürger glaubt. Die Schweiz braucht die FDP (und die SVP eine in Vielem natürliche Partnerin auf bürgerlicher Seite). Wenn sich links der SVP ein Jekami-Einheitskuchen ausbildet, ist dies der Niedergang der austariertes Kompromisskultur der Schweiz mit ihren vielfältigen Stimmen.

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  • Robert sagt:

    Das mit dem Zweiparteiensystem ist doch schon lange klar: Es gibt seit einigen Jahren nur noch die SVP und die Anderen, wobei die sogenannten Parteien nur noch Flügel der Linken sind. Es ist noch nicht einmal klar, wer am linksten ist. Eigentlich müsste der Freisinn ja der rechte Fl¨ügel sein; aber ist er das wirklich? Das Dumme ist, dass die Bevölkerung immer noch glaubt, verschiedene Parteien zu wählen!

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Die FDP schaufelt sich so ihr Grab, wenn sie sich nach links ausrichtet, wo sich bereits SP, Grüne, Grünliberale und Mitte um Stimmen und Deutungshoheiten prügeln.

    Die SVP wird dadurch nur stärker. Ich hoffe, dass die Partei das Gegengewicht von 50% zu Gunsten der Demokratie stemmen kann. Man sollte dann aber die Zauberformel, das Kollegialitätsprinzip und die Direktwahl von Bundesräten überdenken. Ich finde das Zweiparteien-System der USA ganz gut, v.a. aber wesentlich ehrlicher.

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  • Realo100 sagt:

    Diese Tendenz lässt sich leider je länger, desto mehr feststellen. Es gibt nur noch links oder rechts, die ausgleichende Mitte existiert kaum noch. Diese Polarisierung ist gefährlich und birgt politischen Zündstoff . Wenn dann noch die staatlich geförderten Medien einseitig „informieren“, ist das Desaster in Sichtweite

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    • Mueller sagt:

      Partei muss parteiisch sein, sonst hat sie keine Meinung! Siehe das Parteikonstrukt „Mitte“ ; einmal so , einmal so ; soess braucht niemand in der Parteienlandschaft! Deshalb werden solche „Parteien“ verschwinden! Es braucht klare Linien , wo das Stimmvolk sich entscheiden kann!

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    • juege sagt:

      Ich möchte mal sagen: Die SVP verkörpert die Mitte, also die Vernunft. Der Rest ist links und verkörpert die Dummheit.

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  • Albert sagt:

    Der Souverän hat leider seit dem EWR-Nein immer ein Parlament bestellt, das mehrheitlich die EU und den Internationalismus vertritt. Dem Souverän war es sogar recht, dass der BR von 1993 bis 2004 als sein wichtigstes Anliegen den Strategischen EU-Beitritt verfolgte und das 1992 deponierte EU-Beitrittsgesuch bis 2016 nicht zurückziehen wollte. Der Souverän verbot sich gar selbst den Mund mit dem CH-feindlichen Antirassismusgesetz und stellt Internationalismus über Selbstbestimmung. Hyperdekadent!

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      Konsequenterweise müsste man über die Auflösung dieses Staates abstimmen, der gar keiner mehr ist oder keiner mehr sein will. Wer nicht mehr will, soll gehen. Eine linke Schweiz kann es nicht geben. Das wäre gegen die DNA eines freien urteilsfähigen Menschen.

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