17. Mai 2021
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Thomas Renggli

Die Bauern sehen sich durch die Trinkwasser-Initiative in ihrer Existenz bedroht. Nun attackieren sie Initiantin Franziska Herren

Thomas und Elisabeth Frauenfelder führen seit vierzig Jahren einen Bauernbetrieb in Maur ZH. Gerne würden sie den Hof dereinst ihren Söhnen übergeben. Doch nun erschüttert die Trinkwasser-Initiative die ländliche Idylle.

Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes verlangt der Vorstoss, dass den Bauern die Direktzahlungen vom Bund massiv gekürzt werden. Viele Landwirte würden vor die Existenzfrage gestellt.

Elisabeth Frauenfelder: «In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Milch- und Weizenpreise halbiert. Wir Bauern müssen immer mehr liefern für weniger Geld.» Dass sie dabei auf die Umwelt zu wenig Rücksicht nehmen, sei eine haltlose Unterstellung: «Wir sind die ersten, die an sauberem Wasser interessiert sind und die Auflagen einhalten.»

Exakt das Gegenteil behauptet Initiantin Franziska Herren.

Für Elisabeth Frauenfelder ein Affront: «Wir müssen uns von einer Fitnesstrainerin ohne jegliche bäuerliche Fachkompetenz, Ausbildung oder Berufserfahrung populistische Behauptungen und Unterstellungen anhören.»

Die leidenschaftliche Bäuerin spricht von einem schmerzhaften «Bauern-Bashing» und einem «Kommunikationschaos»: «Würden wir so arbeiten wie von Frau Herren behauptet, hätten wir unsere eigene Lebensgrundlage und die Zukunft unserer Nachkommen bereits verspielt.»

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15 Kommentare zu “Die Bauern sehen sich durch die Trinkwasser-Initiative in ihrer Existenz bedroht. Nun attackieren sie Initiantin Franziska Herren”

  • Juerg Schneeberger sagt:

    So wie man endlich das InstA als Landesverrat ins Zentrum stellen müsste, so müsste man auch Personen wie die bäuerlich ungebildete, rotgrüne Bauernbasherin und aus einer städtischen Filzblase stammende Frau Herren in die ihr gebührende Kritik stellen.Hören wir dabei auf überanständig zu sein und benennen diese Rebellen als das was sie sind, nämlich eine infantile Hybris der Allmächtigkeit, Personen die nicht erwachsen wurden und ergo eine technokratische, alternativlose Machtpolitik anstreben!

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  • hape sagt:

    Die Initiativen sind nicht zielführend. Egal, ob sie von einer Fitnesstrainerin oder von wem auch immer kommen.
    Auf der anderen Seite stinkt es mir, dass unsere heimatgeschützten Bauern in allen Lebensbereichen Sonderzüglein fahren.
    Bäuerliches Erbrecht, Grundstückgewinnsteuer für "Baulandbauern" sind nur zwei Züglein.
    Würden die Bauern versprechen, auch hier Mass zu halten und gewisse Zöpfe abzuschneiden, so hätte ich auch mehr Verständnis füpr andere bäuerliche Anliegen.

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  • waschiwischi sagt:

    Angesichts der vielen "Daumen-Runter" haben sich die linken Illusions-Gutmensch-Weltverbesserer offenbar in den sozialen Medien zusammengetan, um im im "Weltwoche-Daily" einen positiv Trend zu suggerieren. Erbärmlicher gehts kaum mehr!

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  • Garymh sagt:

    Zum Zustand des Wassers in der Schweiz kann ich nicht fundiert beitragen. Und hier bin ich nicht wirklich alleine.
    Wenn ich jedoch Berichte über die "Verschmutzungswerte" lese, staune ich zuweilen: mit den real gemessenen "Gesundheitsgefährdern" lässt sich doch recht ungefährdet leben. In den meisten Ländern lösen unsere "Grenzwerte* bestenfalls nur Kopfschütteln aus.
    Aber wie gesagt: ich verstehe ja nichts davon und muss deshalb froh sein, dass ich von den Aktivisten aufgeklärt werde...

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  • Paul Streuli sagt:

    Die Fitnesstrainerin würde keine Woche geschweige denn einen Tag mit der Arbeit auf einem Bauernhof zurechtkommen, sie würde vor Erschöpfung zusammen brechen.

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  • Guy Tiger sagt:

    Mein Herz schlägt seit je für eine weniger industrialisierte und sanftere Landwirtschaft. Mein Bauch aber ist gegen beide Agrar-Vorlagen. Ich gebe mir Stimmfreigabe und werde mich enthalten.

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  • Edmo sagt:

    Elisabeth Frauenfelder wehrt sich zurecht gegen die Initianten. Diese ahnungslosen fundamentalistischen Agrarwender wollen einfach den Bauern ans Leder. Es geht nicht um das Trinkwasser, es geht um Ideologie. Noch absurder wird es bei den Pestiziden. Synthetische Pestizide sollen verboten werden. Die Frage nach der Wirksamkeit, den Risiken oder Nebenwirkungen einzelner Produkte wird nicht gestellt. Das Herstellungsverfahren, die Synthese, wird verteufelt. So verblödet muss man erst mal sein.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Städtische Theoretiker(innen) wollen also unserer Landwirtschaft, den Schafhalter und den Stallbesitzern mit ihrer links/grünen Ideologie aufzwingen, was die Bauern zu tun haben, der Wolf angesiedelt werden soll und wie gross die Schweine- und Kuhstallungen sein müssen! Dass in unseren Einkaufsregalen mehrere Meter lange Gestelle mit scharfen und giftigen Waschmitteln aller Art gefüllt sind und diese Giftmittel auch im Grundwasser landen, wird und wurde noch nie mit einem Hinweis erwähnt!

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    • Dyx sagt:

      Im ersten Teil haben Sie recht, Herr Bolliger.
      Unser Brauchwasser versickert aber nicht auf irgendwelchen Böden. Sogar Regenwasser auf dem versiegeltem Boden versickert nicht. Es fliesst durch eine ARA und fliesst in prima Trinkwasserqualität in ein Gewässer. Spuren uA von Kontrazteptiva können immer noch nachgewiesen werden. Dennoch, wie viel Seewasser wird täglich in grossen Ballungszentren getrunken? Die Humanreproduktion funktioniert immer noch prima. Unser Wasser ist heute schon geschützt.

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    • Rolf Bolliger sagt:

      Die vielen angeklickten "Daumen nach unten" zeigen, wie und was die gegenwärtige links/grüne Klimahysterie und einseitige Manipulation bei der Trinkwasser und CO2 - Diskussion (Abstimmungen) erreicht hat: Nicht mehr an Investitionen, technische Möglichkeiten, Sachlichkeit und langfristige Anordnungen denken und glauben! Nur noch glauben, was uns von Morgen bis am Abend in den Lautsprechern, auf dem TV-Bildschirm und in der Einheits-Presse gesagt und aufgezwungen wird! Das macht mir Angst!

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  • Melanie sagt:

    Die Bauern sollen sich zusammenschliessen und massiv Druck machen!!

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    • Stefan Mueller sagt:

      andererseits wie oft haben sich die Bauern von den Linksextremen kaufen lassen?!?
      Mutterschaftsversicherung, Kinderzulagen, PFZ?!?!
      Stimmte bisher immer pro Bauern...allerdings fällt es einem immer schwerer!

      O.k. diesmal wo der spezielle Bünzli-Gutmensch-Volksgenosse einmal mehr wieder per Lügen-Propaganda-Orgie Abstimmungen manipulieren will....um dann im Nachhinein wieder mehr Lohn zu fordern, weil ja alles in der CH so teuer ist, gibt es nur ein 5 x NEIN!

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  • jjg sagt:

    Die Weltwoche müsste diese Fitnesstrainerin und ihre Entourage noch viel mehr ins Zentrum der Kritik stellen. Es scheint, dass es linken und grünen Berufspolitikern gelingt, einen ganzen Berufsstand zu zerstören.

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