16. Juni 2021
Marcel Odermatt

Die Schweizer Fussballer lassen einen Coiffeur nach Rom einfliegen – ein weiterer Beweis, wie ungerecht das CO2-Gesetz gewesen wäre

Die Botschaft der Befürworter war in den vergangenen Monaten immer die gleiche: Automobilisten, Flugzeugreisende und Hausbewohner, die ihr mit Öl heizt – ihr müsst in Zukunft mehr bezahlen. Eure Abgaben an den Fiskus werden massiv erhöht.

Vielen stiess das sauer auf, wie das Nein am Sonntag zeigte.

Wir trennen unseren Abfall, werfen nichts auf den Boden und schalten immer das Licht aus, wenn es geht. Warum sollen wir zusätzlich noch mehr bezahlen, fragten sich viele. Und das unabhängig davon, wie viel diese Menschen verdienen, wie gut es ihnen finanziell geht.

Diese Leute hatte recht – und wie. Das zeigte sich gestern wunderbar an der dekadenten Schweizer Fussballnationalmannschaft.

Die Spieler liessen eigens einen Coiffeur nach Rom einfliegen, damit er ihre Haare mache. Die Kicker demonstrierten, welche Folgen eine Annahme des Gesetzes gehabt hätte: Die Superreichen hätten gar nichts an ihrem Lifestyle geändert und über die Gebühr nur gelacht. Die Normalsterblichen dagegen hätten spürbare zusätzliche Kosten Schultern müssen.

Zum Glück wurde das Referendum ergriffen. Zum Glück können die Schweizerinnen und Schweizer über solche ungerechten Vorlagen abstimmen.

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14 Kommentare zu “Die Schweizer Fussballer lassen einen Coiffeur nach Rom einfliegen – ein weiterer Beweis, wie ungerecht das CO2-Gesetz gewesen wäre”

  • verena sagt:

    Tja, an die Spitze des Fussballsports kommen in der Schweiz in der Regel nur jene, die nicht arbeiten müssen. Andere haben kaum eine Chance. Das erklärt auch wieso viele Namen in der Nati fremdländisch sind und unsere Nationalhymne nicht können,,,,also einmal mehr ein Politikum…..

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    • scavenger sagt:

      Sie glauben ja wohl nicht dass die nie mehr arbeiten müssen, an dem Tag wo sie nicht mehr Spielen geht es bergab , im zarten Alter von ca. sind die Millionen zerronnen , das heisst arbeiten oder Sozialhilfe , es gibt genügend Beispiele . Das Problem ist wenn die Kraft nur in den Waden ist und nicht zwischen den Ohren.

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  • roli sagt:

    In Japan ist es im Sport üblich sich die Haare abzuschneiden, wenn man seine Leistung nicht erbracht hat. Das ist ein Zeichen um Verzeihung zu bitten, dass man es ernst meint und neu anfangen möchte.
    Haare färben dagegen ist einfach nur dekadent

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  • T sagt:

    Schon erstaunlich, dass Sportler mit meist einem IQ von 10 Meter Feldweg, solche Summen verdienen können. Das liegt nur daran, dass die ganze Show von Korruption und Vetternwirtschaft verseucht ist. Gut, es braucht auch noch diejenigen welche jubeln, wenn ihnen die Brotleiber zugeworfen werden. Sie danken es, indem sie daran glauben, was man ihnen vorgaukeln. Da ist es doch scheißegal, ob Doppeladler oder im Motgenrot.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Statt jeweils vor dem Anpfiff die schweizerische Nationalhymne zu singen, wie alle anderen Fussball-Mannschaften, hinterlassen die "CH-Fussball-Staren" laufend grosse "Fussabdrücke" in Sachen Umweltbelastung (mit teuren Luxuslimousinen herumfahren, unglaubliche Jahres-Löhne und persönliche Ansprüche wie eben jetzt der eingeflogene Coiffeur)! CO2 und Spitzensport passen so schlecht zusammen, wie der Teufel und der liebe Gott!

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  • Kurt_W sagt:

    Ich werde jedesnfalls heute Abend den Italienern die Daumen drücken 🤞

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  • ug sagt:

    @Marcus Porcius, somit ein Hoch auf die Autoposer 😀

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  • THINK sagt:

    Gute Stimmung mit wehenden, gelben Haaren:
    Flieg, Doppeladler, flieg!

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  • jjg sagt:

    Auf der Nati herumhacken bringt nichts. Es ist ein Gag, etwas für die gute Stimmung. Ich gönne das den Jungs. Andere machen so etwas auch (Foden). Hopp Schwiiz!

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  • Florence sagt:

    Mir fehlen die Worte,und das will etwas heissen!
    Dieses Benehmen ist eine Ohrfeige für jeden Bürger der Steuern zahlt,vor allem für jeden ,der mit Ach und Krach ans Ende des Monats kommt ohne in ein Schuldenloch zu fallen.
    Wer bezahlt diesen Hairstylist-Quatsch? Wer hat das genehmigt?

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dieses Paradebeispiel aus dem Spitzensport bestätigt den grossen "Fussabdruck" in Sachen Umweltbelastung ! Neben den teuersten Auto-Limousinen und Heriumreisereien per Flugzeug benötigen die "Nationalspieler" also einen Coiffeur, der ebenfalls eingeflogen werden muss! Die fürstlich bezahlten Nationalmannschafts-Spieler aus Afrika oder sonstigen fremden Länder würden lieber endlich vor dem Anpfiff die National-Hymne mitsingen, so wie es alle anderen Teams immer tun!

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  • Marcus Porcius sagt:

    Die Vorlage wurde sicher im ländlichen Teil der Schweiz eher abgelehnt. Wenn ich zudem höre und lese, unsere Jungen hätten die Vorlage gebodigt, dann wird das so sein. 'Die Jugend' besteht aber nicht nur aus FFF und Klima, sondern zu einem grossen Teil aus Autoposern und Autoposer - Sympathisanten aus z.B. Südost - Europa.

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