10. August 2021
Christoph Mörgeli

Die Schweizer Unis dürfen demnächst Drittstaaten-Ausländer aufnehmen. Das ist der falsche Weg

Nationalrat Marcel Dobler, bisher einziger freiwilliger Kandidat für das FDP-Präsidium, hat einen Vorstoss eingereicht. Die an einer Schweizer Universität oder Hochschule ausgebildeten ausländischen Fachkräfte aus Drittstaaten sollen demnach von den jährlichen Höchstzahlen für Aufenthaltsbewilligungen ausgenommen werden, wenn ihre Erwerbstätigkeit von hohem wissenschaftlichem oder wirtschaftlichem Interesse ist.

Und siehe, die Mehrheit beider Parlamentskammern applaudierten und überwiesen Doblers Motion. Der Bundesrat wird demnächst eine entsprechende Botschaft ausarbeiten.

Dieser Weg ist ein Holzweg, der die Massenzuwanderung weiter beflügelt. De facto würden mit dieser Regelung die Universitäten neu das Recht erhalten, Aufenthaltsbewilligungen auszusprechen. Wie freigiebig sie diese Möglichkeit trotz innenpolitischem Zuwanderungsdruck und der hiesigen Akademikerarbeitslosigkeit nutzen würden, zeigt nur schon ihr gegenwärtiges Gejammer über den Druck der EU bei gemeinsamen Forschungsprojekten.

Sogar die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH hat festgestellt: «Eine rasch wachsende Bevölkerung ist kein nachhaltiges Wirtschaftsmodell. Ökonomisch und ökologisch klüger wäre es, aus den vorhandenen Ressourcen mehr herauszuholen.»

Die massiv auf Freizügigkeit pochenden Hochschulen mit ihrer beschränkten migrationspolitischen Sicht sollen nicht zur Einwanderungsbehörde werden. Man überlässt ja die Festlegung der Tabaksteuern auch nicht Philipp Morris.

487 11

15 Kommentare zu “Die Schweizer Unis dürfen demnächst Drittstaaten-Ausländer aufnehmen. Das ist der falsche Weg”

  • Josef Hofstetter sagt:

    Wen ich z.B. an die UNI Luzern denke, dann bekomme ich ein Problem, den es, werden laufend neue Fachrichtungen geschaffen, welche nutzlos sind, aber propagandistisch ausgewertet werden. Woher das Geld kommt, für nutzlose Studien ist mir ein Rätsel.

    21
    0
  • Rolf Bolliger sagt:

    Es reicht den Migrations-Träumer(innen) immer noch nicht. wenn die Hörsääle in unseren Universitäten platzen von eng ineinander sitzenden Studierenden! (Viele Studenten(innen) sitzen in den Treppenaufgängen oder sonst in einer noch freien Ecke!). Immer mehr junge Leute aus EU-Länder füllen die UNIs . Nun will man den Angebotsraum auf die ganze Welt ausdehnen! Anderseits verhindern strenge Aufnahmebedingungen jungen Schweizer(innen) einen Studienplatz! Aerzte und Ingenieure holt man im Ausland!

    62
    4
  • lionmo sagt:

    Warum gibt es keine 3-monatige Probezeit für Popo-litiker???

    55
    2
  • Fredi Stutz sagt:

    Eigentlich werden im Parlament grundsätzliche Fragen vermieden wie z.B. wollen wir in der Schweiz Masse anstatt Klasse und ist es sinnvoll die Schweiz gedankenlos mit einer noch sorglosen Migration zu belasten als bisher, die weder qualitativ noch innovativ oder zur Produktivität und Wohlstand beiträgt? Wie kann es sein, dass Parlamentarier so offensichtlich mit Tomaten in den Augen herumlaufen und die Lebensqualität in der Schweiz ständig und völlig unnötig auf Spiel setzen? FDP im Abgrund!

    181
    3
  • Stefan Mueller sagt:

    Gerade Mörgeli weiss doch was an Bünzli-Unis so alles abgeht...
    wo mittlerweile Heerscharen von Mutti-Knechten das Sagen haben...(oder zumindest es glauben).
    Wenn wir an all die Versager Blender Schwätzer und Volksbetrüger denken, die an Bünzli-Unis chillten (o.k. ob man für Hirnschäden bei Typen mit ein paar Klavierstunden, Dauerstudentli etc. den Unis die Schuld geben kann) allerdings all die Heimatmüden und Verfassungsbrecher von Josic Quarkwalder Flurischaden Cacaroni etc. ist alles dabei!

    177
    4
  • Elba sagt:

    Mit ausdrücklicher Betonung "in realen Berufen". Leider sitzen immer mehr "Vertreter des Steuerzahlers" im Nationalrat, die in irgendeiner Form Staatsangestellte sind und nur noch darauf aus sind, möglichst viel Steuergeld in die eigene Tasche und in die Taschen der "Kolleg****Innen" gleicher Politreligion zu lenken.

    160
    2
    • Stefan Mueller sagt:

      die würden ja alle jämmerlich verhungern, müssten die von eigener Arbeit leben!
      Speziell die widerlichen Juso-Kindli-Secondo-Schwätzer, Wermut Fucinelle Arschlan Badran Molina usw, wo es anscheinend in deren Genen steckt...sich vor Arbeit Verantwortung und Mühsal zu drücken/davonzuschleichen um den Choleriker/Chaoten-Müll aus ihren Sippen in fremde Länder und Gesellschaft zu tragen, voller Hetze Hass Diffamierung und Denunziantentum, wie sie es in den Heim-Bananenrepubliken eingeimpft bekamen!

      152
      2
  • Florence sagt:

    … und was kann man dagegen tun?

    46
    1
    • holsderkuckuk sagt:

      Antwort an Florence. Es ist sicher nicht einfach das zu ändern. Jeder der mit dem heutigen Larifari Betrieb in der Politik nicht einverstanden ist, muss in seinem Umfeld, bei Wahlen oder Abstimmungen, versuchen die Leute zum nachdenken zu bewegen. Steter Tropfen höhlt den Stein. Es ist bezeichnend für diese 246 Bundespolitiker, dass der "numerus clausus" für Inländer die Medizin studieren möchten nicht aufgehoben wird. Ausländische Ärzte wie Sand im Meer, aber für Einheimische wenig Chancen.

      112
      1
  • Edmo sagt:

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut. Natürlich ist es sinnvoll, Leute, die in unserem Land hervorragend ausgebildet wurden, auch hier zu beschäftigen. Doch die Hochschulen werden das System gnadenlos missbrauchen. Sie werden massenhaft Überschussakademiker mit einem nutzlosen Abschluss im Fach Zeitgeist in unsere bereits sinnlos aufgeblähten Behörden einschleusen. Wo Gendersternchen als der Weisheit letzter Schluss gelten, muss dringend die Bremse angezogen werden.

    193
    3
    • holsderkuckuk sagt:

      Aber Edmo! Wir brauchen doch Gender Dozenten wie die Gender-Dozentin Frau Sch(m)utzbach an der Uni Basel, die wie über Nacht aus einer keifenden Tochter des grossen Kantons zu einer keifenden Schweizerin gemacht wurde. Leistungs-ausweis: Die SVP ist rechtsradikal, Taxichauffeure sollten SVP Mitglieder nicht beförden müssen! Alles im Namen der Forschungsfreiheit. All diese Studierten die uns die Dezimierung und gleichzeitig den Weltuntergang verkünden, können doch nicht ernst genommen werden.

      79
      2
      • peterlinz sagt:

        Die Frage stellte ich mir schon lange; wie kann es sein, dass wir eine Frau Schutzbach mit ihren abstrusen absonderlichen Ideen überhaupt die Gelegenheit geben, ihren Mist zu erzählen, sie noch einzubürgern anstatt, dass sie wieder in ihr gelobtes Heimatland abgeschoben wird. Früher durften Ausländer keine Politik betreiben; heute übernehmen sie die mediale F¨ührungsmacht. Personenfreizügigkeit sei dank.

        105
        1
  • VP-Falger sagt:

    Einwanderung durch die Hintertüre und am Volkswillen vorbei. Bravo Herr Mörgeli, dass Sie diesen Missstand thematisieren. Unsere Berufspolitiker in Bern sind bereits schön abgehoben und dekadent geworden. Wir brauchen dringend wieder ein Milizparlament mit Menschen, die den Hauptanteil ihres Einkommens in realen Berufen erarbeiten müssen.

    318
    5

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.