11. Dezember 2020
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Beat Gygi

Die SP macht auf Grossherzigkeit mit fremdem Geld

Die Corona-Krise bietet den Politikern erstklassige Gelegenheiten, um sich als wohltätige Umverteiler von öffentlichem Geld in Szene zu setzen. Es ist auffällig, mit welcher Leidenschaft sich die SP plötzlich um das Wohlergehen der einfachen Leute und des Gewerbes sorgt.

Soeben in der Stadt Zürich: Der SP-Politiker Florian Utz legte sich im Gemeinderat ins Zeug für die spezielle Unterstützung des Gewerbes – und nutzte dies gleichzeitig, um dem öffentlichen Personal auch einen Einmalzuschlag, quasi einen Bonus zuzuhalten. Und eigentlich hätte er auch eine einmalige Zulage für das Pflegepersonal durchbringen wollen, aber eine spezielle Bevorzugung eines einzelnen Berufsstandes war dann doch nicht möglich.

Wie geht das auf? Umverteilung in der Krise für Staatsangestellte, die ja einen sicheren Job und keine Risiken eines Verdienstausfalls haben? «Das eine tun und das andere nicht lassen», sagte Utz. Grossherzigkeit gegenüber den Staatsangestellten wie auch gegenüber den Gewerblerinnen und Gewerblern, die in Not seien. Damit ist viel gesagt: Es geht mehr ums Umverteilen mit maximaler Applauswirkung als um das Gewerbe.

Das gilt auch für die nationale Ebene, wenn sich die Co-Präsidenten Cédric Wermuth und Mattea Meyer mit dem Weibeln um staatliche Unterstützung für KMU – gerade als ob sie irgendwie viel mit der Welt des Gewerbler zu tun hätten.

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