28. Juni 2021
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Thomas Renggli

Zürich will Velo-Highways und weniger Parkplätze. Grosse Verlierer ist das Gewerbe. Wer bezahlt künftig für die Strassen?

Der Verkehrs-Richtplan, der ab Mittwoch im Zürcher Gemeinderat besprochen wird, erstrahlt im rotgrünen Glanz: 100 Kilometer neue Velo-Wege, neue Buslinien, flächendeckende Tempo-30-Zonen für Autos – und ein deutlicher Abbau von Parkplätzen.

Links-Grün will den Plan-Entwurf mit dem Satz ergänzen: «Die Flächen für den Motorfahrzeug-Verkehr sollen auf das notwendige Minimum reduziert werden.»

Nicht alle habe daran Freude.

Die SVP spricht von einem «Feldzug gegen den Autoverkehr». Das Gewerbe bangt um seine Existenz. Denn Velofahrer gehören in der Tendenz nicht zu den besten Kunden von Geschäften im höheren Preissegment.

Ausserdem stellt sich die Frage: Wer bezahlt die Verkehrsabgaben, wenn keine Autos mehr rollen? Die Velo-Fahrer?

Besonders hitzig wird in der Parkplatz-Frage gerungen. Auf dem Spiel steht der historische Parkplatzbeschluss. Die Zahl der Parkplätze im Kreis 1 wurde auf dem Stand von 1990 (7700) eingefroren.

Parkplätze, die seither oberirdisch abgebaut wurden, mussten unterirdisch ersetzt werden.

Auf Druck von AL, Grüne und SP wackelt dieser Konsens – und dürfte trotz Opposition von SVP und FDP schon bald beerdigt werden.

Viele Bewohner von benachbarten Gemeinden reiben sich verwundert die Augen. Doch sie besitzen eine Alternative. Niemand ist schliesslich gezwungen, die Einkäufe in der Stadt Zürich zu erledigen.

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34 Kommentare zu “Zürich will Velo-Highways und weniger Parkplätze. Grosse Verlierer ist das Gewerbe. Wer bezahlt künftig für die Strassen?”

  • T sagt:

    Wenn man die Website der "Critical Mass" anschaut, wird einem eine kommunistisch geballte Faust, in Form eines Fahrrades entgegen gestreckt. Auch ist natürlich keine Organisation oder Person dafür verantwortlich. Clever gemacht und ganz klar ein Arm der Terrororganisation ANTIFA. Da tummeln sich Linksterroristen, wie ein Fotograf der sagt: "Wer nicht Antifaschist ist, ist Faschist!" Dieses Gesocks hat sich überall breit gemacht und terrorisiert das System. Mit Hilfe der linken Stadtregierung!

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  • Realistin sagt:

    Ich gehe schon seit vielen Jahren nicht mehr in Zürich einkaufen.

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  • Josef Hofstetter sagt:

    In Zürich wurde am Freitag wieder demonstriert von den Velofahrern. Diejenigen welche die Strassen finanzieren wurde blockiert. Bei einer nächsten Demo sollen jeder Demonstrant eine Betrag von Fr. 100.00 für die Benützung der Strasse bezahlen. So können diese wenigstens einen kleinen Teil an die Kosten beitragen.

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  • THINK sagt:

    Keiner der 9 (NEUN!) Stadträte ist mit Leib und Seele der Stadt Zürich verbunden. Der rote Aargauer Wuschelkopf* als Vorbeter*in und das Putzfrauengesicht und krasser Versager*in für die Sicherheit und den Verkehr neben 7 (SIEBEN!) angepassten, selbstherrlichen und amtsgeilen Zwerg*innen haben die Stadt Zürich (meine seit über 80 Jahren Geburts-, Ausbildungs-, Arbeits- und Familienstadt) mit ihrem "Regieren" definitiv zerstört. Abwählen bringt nichts mehr! Zürich gehört dem Tingel-Tangel.

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  • Peter Rossa sagt:

    ja, der "historische Parkplatzkompromiss" hat gezeigt: mit Fanatikern und Psychopathen darf man keine Kompromisse eingehen, Verträge sind für diese Leute bloss dazu da, um gebrochen zu werden.
    Letztlich sind also die bürgerlichen Parteien selber schuld.
    Der Einkauf wird somit statt persönlich vor Ort noch viel mehr per e-mail stattfinden mit der dazugehörenden anfallenden Flut von Verpackungsmaterial, wogegen wieder neue "Umweltmassnahmen" ergriffen werden müssen, bis gar nichts mehr läuft.

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  • D. Keller sagt:

    Links/Grün in Zürich zeigt exemplarisch, dass sie weiterhin konsequent mot. Individualverkehr ausmerzen wollen.
    Deshalb verstehe ich nicht, dass z.B. die Weltwoche immer so gegen E-Autos wettert. Man macht sich so zu Verbündeten von Links/Grün. Die wollen nämlich gar keine Autos.
    Das Credo von Weltwoche, SVP und FDP sollte sein: seht her, mit E-Autos (BEV) beweisen wir, dass man umweltfreundlich, klimafreundlichen und freiheitlich mot. Individualverkehr leben kann.

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    • lionmo sagt:

      So umweltfreundlich sind E-Autos nicht..Das fängt bei der Herstellung sn und endet mit der Frage: wohin mit der Batterie?

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      • D. Keller sagt:

        Also ich schnüffle lieber am Auspuff eines E-Autos als eines Verbrenners. Moment, E-Autos haben ja gar keinen Auspuff und stossen während des Betriebs Null Schadstoffe aus.
        VW produziert ihre ID Modelle (inkl. Batterie) bilanziell CO2 neutral. Noch nicht perfekt, aber nah dran - und weltweit bisher einzigartig!
        Und wenn man ein BEV jetzt noch mit Strom aus Wasserkraft lädt, was in der Schweiz fast der Normalfall ist, ist man seeehr umwelt- und klimafreundlich unterwegs - und freiheitlich.

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    • Guy Tiger sagt:

      Mit sog. E-Autos lösen wir kein einziges unserer Verkehrsprobleme.

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  • coronistan.blogspot.com sagt:

    Straßen? In der Schönen Neuen Grünen Welt des Corona-Klima-New Normal braucht es keine Straßen mehr. Hat der Auto nicht kapiert, was geschieht?

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    • D. Keller sagt:

      Genau. Die Grünen wollen keine Autos mehr. Selbst wenn sie sauberer als der ÖV wären (was bei einem BEV je nach Mitfahrerzahl der Fall ist).
      Nach über 30 Jahren Grünenargument "Autos sind umwelt- und klimaschädlich" tut sich mit den E-Autos (BEV) eine historische Chance auf, dieses Hauptargument zu pulverisieren. Stattdessen wettern die Rechtsbürgerlichen gegen E-Autos - und Links/Grün machen die Städte derweil noch komplett autofrei.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Die zu "rot/grünen Polithochburgen" gewordenen Städte werden langfristig Milliardenschäden im Gewerbe anrichten! Dazu werden die Velofahrer (und die vielen "Verkehrsanarchisten") ja die wegfallenden Verkehrsabgaben (Steuern, Parkplatzgebühren, usw.) mit keinem Rappen ersetzen (bezahlen)! Die Velofahrer werden zudem medial zu "Klimaretter" hochgelobt und werden alle (auch absurden!) Forderungen durch zwängeren! Da ist allen sachlich denkenden und handelnden PolitikerInnen geraten, zu handeln!

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    • Stefan Mueller sagt:

      Keine Angst,
      sobald die 68er-Brut selber über schulpflichtige Balgen verfügt...zügelt sowas ja eh auf's Land, wo die Bünzli wegen den paar Ausländern/Kopftüchli immer so Amok laufen!
      Oder sie bauen/kaufen sich wie die Kommunisten Leupi Aeppli Mauch Wolf, wenn sie nicht wie ihre Volksgenossen-Spezial-Kommunisten Riklin Vischer-sälig etc. in verbilligten Stadtwohnung hausen, ihre Millionen-Villen, und schicken ihre Brut auf Privatschulen, damit die dann Rum-saubannerlen in weloffen-downtown-Tsüri

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    • lionmo sagt:

      Man dürfte nur noch normale Velos zulassen und keine E-Bikes mehr…Wenn die Super(oderSuppen)-Grünen selber trampen müssten hätte es wahrscheinlich noch 50 % Velos auf unseren Strassen.

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  • Bischi49 sagt:

    Die Stadt Zürich erlebt einen Boom, vorläufig noch. Warum? Wegen massiv verbesserter Erreichbarkeit dank der S-Bahn. Wer hat’s gebaut? Der Kanton. Was hat die Stadt vom Durchgangsverkehr entlastet? Die Westumfahrung. Wer hat’s gebaut? Bund und Kanton. Was hat die Stadt getan? Tempo 30 Zonen, Velowege und Abbau von Fahrspuren. Die grün-linke Stadt lebt von fremdfinanzierten Wohltaten. Was wäre wenn man den Lastenausgleich einfach abstellen würde, wegen nicht erfüllten Verpflichtungen?

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  • VP-Falger sagt:

    Für Demonstrationen werden Bewilligungen verlangt, für terroristische Zusammentrottungen und Verstösse gengen die Verkehrsverordnung offen bar nicht, auch werden die Täter nich zur Verantwortung gezogen. Sind nur die von unseren Medien genannten Staat und Personen Korrupt?

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    • Josef Hofstetter sagt:

      Wer war an erster Stelle bei der Demo, natürlich das Fernsehen und die Presse, Gerade SRF hat hier ausführlich berichtet und Werbung und Unterstützung für die Demonstranten gemacht.

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  • Edmo sagt:

    Das Auto ist der Inbegriff von Mobilität und Freiheit. Für die Rotgrünen gibt es nichts schlimmeres als freie und mobile Bürger. Da muss der Kampf gnadenlos ausgefochten werden. Das Volk soll gefälligst den ÖV nutzen oder das Fahrrad. Dieses hat den Segen Maos schon seit der Kulturrevolution und gilt deshalb als ebenso heilig wie das Milliardengrab ÖV. Ich reibe mir die Augen verwundert über den allgegenwärtigen Maoismus in den Städten. Über Parkplätze wundere ich mich längst nicht mehr.

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    • D. Keller sagt:

      Darum wären E-Autos (BEV) die Bürgerliche Antwort.
      Aber dieses Thema hat man leider zu lange verteufelt, auch hier in der Weltwoche.
      Das Rennen läuft jetzt: setzen sich BEV schneller durch als die linksgrünen Städte Strassen abbauen? Die Bürgerlichen haben es in der Hand.

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  • Realo100 sagt:

    Das Schlimme isr, dass sich der Veloterror auch auf den Trottoirs ausbreitet, dass Fußgänger oft beinahe über den Haufen gefahren werden. Ich befürchte, dass die Lage eskalieren wird wenn es nicht gelingt, die sozialistisch-kommunistische Stadtregierung in die Schranken zu weisen

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Wie wärs, wenn man die Zuwanderung auf dem Stand von 1990 einfrieren würde?
    Dann hätte es genügend Platz für Velofahrer und man müsste nicht bauen.

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  • T sagt:

    Öko-Terrorismus at its best! Genau, meidet die Stadt. Gebt Euer Geld dort aus, wo Ihr willkommen seid.

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