31. August 2021
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Florian Schwab

Die Stadtzürcher SP will Lasten-Velos subventionieren – ein neuer verkehrstechnischer Rückschritt und Angriff auf den Steuerzahler

Es ist der letzte Hipster-Schrei: Die Muskelkraft des Lasten-Velo-Fahrers trägt ein Gewicht von bis zu einigen Dutzend Kilogramm von A nach B. Ihre Ladefläche lässt die Gefährte recht klobige Ausmasse annehmen. Sie sind nicht selten über zwei Meter lang. Es gibt sie mit oder ohne Elektromotor.

Geht es nach der SP der Stadt Zürich, sollen die Lasten-Velos die Lösung sein für den von der Linken verursachten Mobilitäts-Notstand. Sie sollen Gewerbler zufriedenstellen, denen die Parkplätze vor der Tür zusammengestrichen werden. Und sie sollen das Auto für das Einkaufen in der Stadt überflüssig machen.

Daher will die SP solche Velos subventionieren. Vermieter sollen Zuschüsse erhalten, wenn sie ihren Mietern die Gefährte zum Teilen zur Verfügung stellen.

Der praktische Nutzen ist relativ gering. Älteren Leuten ist das Herumpedalen nicht zuzumuten. Es kann immer nur eine Person zum Einkaufen fahren. Und bei ein paar Getränkekisten ist Schluss. Dazu will man sich gar nicht vorstellen, wie die Zwei-Meter-Schnecken den Verkehr ausbremsen. Für Velowege sind sie zu gross.

So unpraktisch die Lasten-Velos sind, so teuer sind sie auch. Preise von 5000 Franken sind keine Seltenheit. Würde die Stadt für jeweils fünf Wohnungen ein solches Gefährt mit 2500 Franken sponsern, beliefen sich die Gesamtausgaben auf 115 Millionen Franken. Die finanziellen Eckwerte des SP-Vorschlags sind zwar noch nicht bekannt.

Klar ist jetzt schon: Der Lasten-Esel ist einmal mehr der Steuerzahler.

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15 Kommentare zu “Die Stadtzürcher SP will Lasten-Velos subventionieren – ein neuer verkehrstechnischer Rückschritt und Angriff auf den Steuerzahler”

  • simba63 sagt:

    Die einzige "Fähigkeit" welche die Roten haben, ist das Geldausgeben von andern Leuten. Selber etwas Konstruktives leisten ist nicht drin. Ergo hat man genug Zeit, mit irgendwelchem Schwachsinn die Bevölkerung zu drangsalieren und zu piesacken. Dass man dann mit der Zeit verblödet und infantil wird ist das logische Resultat.

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  • peterlinz sagt:

    Ein grosser Teil der Bürger bezahlt praktisch keine Steuern. Je mehr wir solche Schmarotzer haben, desto mehr Geld wird für Unfug ausgegeben. Die Bundessteuer ist heute bereits eine Reichtumssteuer. Die Wohlfühloasen der Städte können sich dank guter Verkehrslage, internationale Anbindungen , hohen Beamtenlöhnen und Erträgen aus der Wirtschaft jeden Schwachsinn leisten. Politiker, die sparen wollen, werden abgewählt. Völliger Irrsinn, irgend-welche Velos zu subventionieren. Bürokratismus.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Hahaha! Das ist der Witz des Jahrtausends.Die sind nun komplett übergeschnappt! Die Inder sind von der Rikscha auf Autos umgestiegen, und die Zürcher gehen den umgekehrten Weg. Freue mich schon auf die armen Velofahrer, die sich mit einem 6türigen Kleiderschrank oder einer 4m Wohnwand auf ihren Gefährten durch die Strassen quälen und sich gegenseitig blockieren.Diese wohlstandsverwahrloste infantile Welt, diese geklonte Dummheit, alles einfach nur noch abartig. Bin gespannt, wie das alles endet.

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  • Der Michel sagt:

    Und weder eine Parallele zu den deutschen GrünInnen, die - sollten sie nach den BT-Wahlen was zu sagen haben, wovon leider auszugehen ist - Lastenfahrräder in Deutschland mit einer Milliarde (!!!) Euro subventionieren wollen.

    Wie komplett durchgeknallt müssen eigentlich *sämtliche* Sicherungen sein, um sowas überhaupt nur in Erwägung zu ziehen ???

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  • Stefan Mueller sagt:

    Einmal mehr, erschöpfen sich die Anfälle der Bünzli-Linkschaoten auf's kopieren von Muttistan-Fürzen!

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  • Arnold Ganz sagt:

    Wenn man in der Politik bei den Bierideen angelangt ist, ist dass ein untrügliches Zeichen für aufkommende Planwirtschaft. Es soll alles nach den Vorstellungen der Scheuklappen tragenden Ideenträger geregelt werden. Es ist vor allem nicht erstaunlich, dass Innovationen dieser Art unter den linken Politikern weit verbreitet sind. Dort ist man sich bewusst und hat sich daran gewöhnt, dass die Kostenfragen ihrer Aktivitäten, durch den Steuerzahler zu tragen sind.

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  • Edmo sagt:

    Die Linken lernen es nie. Wenn etwas subventioniert werden muss, damit es gekauft wird, ist es unbrauchbar. Wäre es brauchbar, würde es auch ohne Subventionen gekauft. Doch die Linken wollen einfach alles erzwingen und jeden ködern oder vergewaltigen, um ihren dummen, ideologischen Willen durchzusetzen. Wie blöd muss man sein, um solche Leute zu wählen?

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  • Janosh sagt:

    Ein Hauch Asien in unseren Grossstädten? Ich erinnere ich mich an die hupenden Blechkarossen, die qualmenden Motorräder und die von schwitzenden Asiaten gezogenen Dreiradtaxis welche sich tagein tagaus die Strasse teilten. Ich bezweifle die Bereitschaft unserer Stadtbewohner in der Schweiz, den Rikscha-Taxis ebenso nachsichtig Platz zu machen!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Was laufend in den rot(grün regierten Städte an absurden Vorschläge produziert wird, ist oft nicht nur völlig unmachbar sondern auch noch mit einem Unterhaltungswert für Normalbürger belastet! Wer in zwangsgeräumten, autofreien Städten schwere Güter einkaufen oder transportieren muss, wird künftig einfach in den Vororts-Shoppings einkaufen gehen! Diese wirtschaftlichen Verluste des städtischen Gewerbe interessiert die linken Polit-Ideologen und ihre Klientel (!) nicht!

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  • Putin sagt:

    Das ist ja ein Spatzenschiss im Vergleich zu den Millionen die der Staat für angebliche nützliche Coronaviren Massnahmen verschleudert! Was ändert das noch an den totalen Staatsschulden?

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  • eduardkeller sagt:

    Solchen Unfug haben die Deutschen Grünen im Wahlprogramm und dieser Unfug soll mit einer Milliarde subventioniert werden. Sinnvollerweise sollten Esel und Kamele angeschafft werden. Mit dem anfallenden Dung könnte klimaneutral gekocht werden. Das wäre CO2 Kompensation in der Schweiz. Sommarugas CO2 Kompensation in Ghana könnte rückgängig gemacht werden.

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  • St. Jakob 1444 sagt:

    Der größte Witz daran ist, dass Basel-Stadt Lastenvelos schon subventionierte und dann das Programm wieder eingestellt hat. Grund: Ein abgestelltes Lastenvelo beansprucht 3 Normalveloparkplätze. Veloanhänger sind viel besser und auch günstiger.
    Dank Corona gäbe es zwar eigentlich genug Stoff für Schnitzelbänke, aber ein paar über die Dummheit der Zürcher sind immer willkommen und garantieren auch immer ein lachendes Publikum...

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  • Realo100 sagt:

    Die nächsten Wahlen kommen bestimmt, wer dann noch schläft und nicht abstimmt, ist selber schuld. Schickt die rotgrünlinken Landesverräter (SP & Co) in die Wüste!!!

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