14. Juni 2021
Nicolas A. Rimoldi

Die Strategie von FDP-Präsidentin Petra Gössi ist an der Realität zerschellt. Die Parteiführung sollte geschlossen zurücktreten

Letzte Woche sprach mich ein altgedienter Parteifreund an: «Seit 50 Jahren bin ich im Freisinn - was die Partei heute macht, ist unser Untergang». Er hat Recht, und es geht vielen wie ihm.

Die Partei-Elite um Petra Gössi hat die Freiheit aufgegeben, unsere freiheitliche Schweiz verraten und verkauft. Den Willen der Parteibasis überging sie. Wer sich parteiintern für liberale Werte einsetzte und gegen den Niedergang des Freisinns wehrte, wurde zum Schweigen gebracht, rausgeekelt, diskreditiert oder gar ausgeschlossen. Petra Gössi hochstselbst griff mehrfach zum Telefon, um mich aus Sektionen, in denen ich Mitglied bin/war, auszuschliessen.

Ich bin nur einer von vielen. Die Mehrheit läuft uns davon. Ortsparteien sterben, landesweit verzeichnen sie einen historischen Mitgliederschwund. Seit der Administration Gössi verloren etliche Ortsparteien über die Hälfte ihrer Mitglieder, die alte Garde ging, viele Jungfreisinnige erschaffen nun neue freiheitliche Alternativen.

Das Nein zum CO2-Gesetz zeigt, dass viele Freisinnige mit der grünliberalen Richtung Mühe haben. Und das Resultat zum Covid-19-Gesetz ist ein beachtlicher Erfolg für echte Freisinnige. Gössis Heimatkanton Schwyz lehnt es mit 59.07 Prozent deutlich ab! Wir kämpfen weiter.

Die Schweiz verdient einen liberalen Aufbruch. Der aktuelle Kurs der FDP verhindert diesen. Die Parteiführung sollte sofort geschlossen zurückzutreten und den Weg frei für eine liberale Wende machen - sonst überlebt die FDP nicht. Das wäre der Tod der Schweiz, die wir alle lieben.

Der Jungfreisinnige Nicolas A. Rimoldi ist Mitinitiant der Protestbewegung Mass-Voll!

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18 Kommentare zu “Die Strategie von FDP-Präsidentin Petra Gössi ist an der Realität zerschellt. Die Parteiführung sollte geschlossen zurücktreten”

  • Stefan Mueller sagt:

    Reines Wunschdenken Hr. Rimoldi...haben Sie denn nicht mitbekommen wie Ihre Oberanständigen nach dem EU-Vogt-Diktat, sämtliche ( BEI DENEN ÜBLICHEN) undemokratischen hinterhältigen widerlichen Volksbetrugs-Anfälle auslebten, ....ob der Kasachstan-Totsch der grusige Portmann der Nosic oder der Schübli-Cacaroni ja gar mit gefakten..ups schrieb beinahe "Umfragen" also mit wiederlichen bestellten und vom Pharma/Chemie-Filz bezahlten GfS ( Genossen-fake-Schmarotzer) das Volk betrügen wollten?!?

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  • Realo100 sagt:

    Soeben wurde gemeldet, dass Frau Gössi zurückgetreten sei…to whom it may concern: bitte folgen Sie ihrem Beispiel 😉

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  • hm.baechler sagt:

    Lieber Nicolas
    leider ist das ein weiteres Mal, wo ich mich frage, quo vadis und denke, man sollte die Jungfreisinnigen an die Spitze stellen, dies auch bei Alain Schwald aus dem Zürcher Säuliamt, es ist zum heulen.
    Danke dass ihr weitermacht und nicht aufgebt

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  • hape sagt:

    Was sagt da wohl Gössis politischer Ziehvater, alt NR Franz Steinegger dazu?

    Mit Gössi hat der wohl ein Kuckucksei ausgebrütet. Denn Steinegger war noch ein Freisinniger. Nicht grad Alfred Escher, doch immerhin den freisinnigen Ideen verpflichtet.

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  • mikueder sagt:

    Danke Nicolas für Deinen unermüdlichen Einsatz! Und danke dass du so Klartext sprichst! Hoffe, dass du noch viele junge und jung gebliebene erreichen wirst. Danke, danke, danke!

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  • Fritz sagt:

    Interessant Ausführungen. Eine Frage Herr Rimoldi: Es gibt viele verschieden Definitionen von 'liberal'. Wie definiert der Jungfreisinn diesen Begriff?

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  • Hans Peter sagt:

    Herr Rimoldi, Sie sprechen auch mir sowas von aus dem Herzen.
    Dezidiert liberale Idealisten, für die bürgerliche Freiheit noch weit mehr bedeutete als Steuervorteile für einen kleinen Zirkel, haben unseren liberalen Bundesstaat als mutige und nonkonformistische Vorreiter aus der Taufe gehoben. Deren Saat Innovationskraft hat dieses klimatisch und naturschatzarme Land stark gemacht.
    Die heutigen Karrieristenwindhunde in den Parteikadern drohen das ganze Land seit Jahren in den Abgrund zu reissen.

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  • Alois Fischer sagt:

    Nach diesen kläglichen Auftroitten im Staatssender sollten die Lautsprecher einer abgehobenen Parteileitung – mit Selbstzertifikaten zum Thema der elitären Demokratie ausgestattet – direkt zur den Freunden der GLP transferiert werden.
    Gössi, Walti, Fiala, Müller, Meier, Noser, Fluri, Portmann … ausmisten und dorthin bringen, wo sie sich wirklich zuhause fühlen. Die Strategie der Umerziehung der Parteimitglieder funktioniert nicht und hoffentlich nie.

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    • waschiwischi sagt:

      Richtig Herr Fischer, nur haben Sie den 36-jährigen spätpubertierenden Ständerat und CO2-Turbo-Träumer Damian Müller vergessen. Sollte er Stil und Charakter haben, dann sollte dieser ebenfalls ins grüne Sekten-Lager wechseln. Nur dann ist sein Sitz im Ständerat und ergo sein Einkommen Geschichte. What else.

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Ich finde die Mass-Voll cool. Wenn sie die Gössi aus dem Posten entfernen, dann umso besser. Ich kann deren Geschwätz fast nicht mehr ertragen.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Auf die Frage der Moderatorin, ob sie noch die richtige Person an der Spitze der FDP sei, antwortete sie mit ihrem üblichen dämlichen Grinsen und betete ihr gewohntes Programm hinunter als wäre alles bestens. Keine Einsicht, sondern eine peinliche Nonchalance, als wäre sie aus Teflon, an der alles abperlt wie Wasser auf Entenfedern. Auch die andere Verliererin M Meyer grinste hämisch, als der SVP Präsident seine Meinung äusserte. Gössi muss weg, bevor die Partei komplett zerschellt.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Das Resultat an der Urne über das CO2-Gesetz sollte eine klare Aufforderung sein, dass die gesamte FDP-Leitung zurücktreten muss! Vorallem Petra Gössi hat die FDP zerstört und vollständig geschwächt! Wenn im Herbst nationale Wahlen wären. käme die einst stärkste Partei in das grösste Verlust-Tief aller Zeiten! Niemand, ausser der Souverän, ist der gestrige Sieger! Die linksideologischen Medien sind aber die grössten Verlierer und alle, staatsgläubigen Ideologen sind gestern geweckt worden!

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    • holsderkuckuk sagt:

      Die grossen Zeitungsverlage sind die Profiteure, nun werden sie bis in in alle Ewigkeit subventioniert wie die Bauern. Der Unterschied ist: Die Bauern produzieren nicht nur Mist. Es ist bedauerlich, dass Stimmberechtigte diesem Covid-19 Gesetz zugestimmt haben, obwohl die Abstimmungsbroschüre nicht vollständig informierte. Falsche oder fehlende Informationen, sollten eine Anullierung der Abstimmung bewirken. Wo sind die Staatsrechtprofessoren die sich sonst zu jedem Unfug vernehmen lassen?

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      • Stefan Mueller sagt:

        Bauern schwätzt der Gutmensch...von Tier-/Landschaftsschutz/Wald/Wolf etc. bis eben Pestizide...permanent drein, damit der Linksstaatsfilz mittels Gesetz Vorschriften Bussenteror etc. das Bauern verteuert bis unmöglich macht...also etwa Corona Hoch3!
        Peinlich, die widerlichen Milliardärsclans Ringier Coninx Wanner geichzusetzen, die gerade WIEDER 180 Mio, nach 250 Corona-Milliönchen von Linksstaastfilz absahnen wollen, um mit der apportierenden Journaille den jährlichen Zustupf zu erschleichen!

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