06. Juli 2021
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Matthias Rüb

Zusammenhalt in Europa: Die Uefa zeigt, wie das Zusammenleben auf dem Kontinent nach der Pandemie aussehen könnte

Hört man auf die einschlägigen Sirenengesänge zumal der deutschen Politik, steuern wir seit dem Eröffnungsspiel der Fussball-EM vom 11. Juni geradewegs in die Katastrophe der vierten Viruswelle.

Innenminister Horst Seehofer von der CSU schilt die Uefa «absolut verantwortungslos», obwohl nur die geimpfte, genesene und getestete Zuschauer in die Stadien dürfen.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach macht die Uefa gleich für den kommenden «Tod von vielen Menschen verantwortlich», weil sie lauter Superspreader-Events organisiere.

Ebenso gut kann man behaupten, die Uefa werde künftig viele Menschenleben retten helfen: Seit dem Spiel der Dänen gegen die Finnen wissen Millionen Fernsehzuschauer, wie sie bei einem plötzlichen Herzstillstand einen Menschen mittels anhaltender Thorax-Kompression und anschliessender Defibrilation zurück ins Leben bringen können.

Mit der reisenden EM hat die Uefa viel für die Kohäsion im erweiterten europäischen Kontinent getan. Von Baku bis London bringt mitreissender Fussball die Völker zusammen, macht sie stolz auf ihre ethnisch diversen Nationalteams.

Dagegen spalten die Hohen Priester der politischen Korrektheit mit ihren Regenbogenfahnen Europa.

Die Uefa lehrt uns die Rückkehr zur verantwortungsvollen Normalität, dessen Begleiter das Virus bleiben wird. Die staatlich alimentierten Angst-Propheten wollen den Ausnahmezustand verstetigt sehen bis zum Sieg über die letzte Virus-Variante, den es nicht geben kann.

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6 Kommentare zu “Zusammenhalt in Europa: Die Uefa zeigt, wie das Zusammenleben auf dem Kontinent nach der Pandemie aussehen könnte”

  • holsderkuckuk sagt:

    Die hohle Phrase, der Sport verbindet die Völker kann so nicht stehen bleiben. Die Sportverbände stellen sich über die Nationen, sie sind das Mass aller Dinge. Im Fussball wird bedenklicher Sportchauvinismus angeheizt . Die meisten Zuschauer wollen nicht Fussball sehen, sondern dass ihre Mannschaft siegt . Der Sport ist Opium für das Volk, es wird abgelenkt. Den Regierenden kommt das gelegen. Panik treibende Lemminge der Politk können so ihre fragwürdigen, chaotischen Massnahmen durchsetzen.

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Es ist natürlich für die überheblichen Deutschen rein grosses Problem im Fussball verloren zu haben. Da muss man doch diejenigen welche weiter gekommen sind angreifen

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  • Collina sagt:

    1)Fuer eine Auswechslung hat man 10 Sekunden Zeit, dann darf der Gegner weiterspielen; und wenn der auszuwechselnde nicht draussen ist, gibts Freistoss fuer den Gegner 20 Meter vor dem Tor.
    2)Ab 75. Minute laeuft Zeit nur noch, wenn Ball im Spiel ist.
    3)Keine Unentschieden mehr: wie im Eishockey muessen Teams auf 8 reduziert werden und nach 15 Min gibts Penaltyschiessen. Und dies ab dem Juniorenalter, dann lernen die endlich, wie man Elfemeter schiesst und weniger nervoes ist

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  • Tinu sagt:

    Nicht der Schiri soll entscheiden, der liegengengebliebenen ‚schwer verletzten‘ Spieler mit Ausschluss von mindestens 15 Minuten oder Auswechslung, so einfach wäre das.
    Die würden so schnell wieder auf denBeinen stehen.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Ach wass.
    Mit all den Auslosungs-Prozedere und NUN der halben Mannschaft die ein/ausgewechselt werden kann, sowie den Zahlungen, sichert die UEFA den grossen Verbänden zu, dass Kleine klein gehalten werden!
    Zudem könnte die UEFA, auch endlich endlich bei Schwalben, Ellbogen-Checks, dreckigen Fouls Simulieren etc. nur schon mit der Androhung von Rot, ...dank VAR...dem Sport dienen, und die verblödenden bunten Karten durch Zeitstrafen ersetzen, z.B. Gelb gleich 30 Minuten Ausschluss!

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  • Der Michel sagt:

    Was mich ehrlich interessieren würde: Ich habe noch nirgends sonst gelesen, dass die GGG-Regel auch für die Stadien gilt. Ist das belastbar, auch z.B. in Stadien im Ausland während der EM?

    Vielen Dank für eine Info!

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