27. April 2021
Wolfgang Koydl

Die Uni Zürich ehrt Deutschlands Mister Corona, Lothar Wieler. Liebe Schweizer, nehmt uns den RKI-Leiter doch grad ganz ab!

Meist kennt man ihn aus dem Sport – den Funktionär. Er verwaltet eine Sportart, für die er selbst zu schlecht war. Gianni Infantino würde kein Scheunentor treffen, Andrea Gaudenzi (Wie, nie gehört?) keinen Federer-Aufschlag retournieren.

Funktionäre gibt es überall, und überall gilt: Wo es für den Job nicht reicht, bleibt der Verband – ob Metzger, Journalist oder Bauer. Das Schönste: Der Funktionär kann den Praktikern Vorschriften machen.

Auch der Chef des deutschen Robert-Koch-Institutes, das früher mal Bundesgesundheitsamt hiess, ist ein Funktionär: Lothar Wieler. Von Beruf ist er Tierarzt, hat aber wohl noch nie ein Kalb entbunden.

Seit über einem Jahr ist er das amtliche Gesicht der Seuche, ein selten sattelfester Mister Corona. Dafür, nicht für Verdienste um die Tiermedizin, hat ihm die Uni Zürich einen Ehrendoktor med. vet. verliehen. Nun ja, vielleicht sieht man im Virus ein kleines Tierchen.

Eine kleine Bitte: Liebe Schweizer, wenn ihr Wieler so gut findet, wollt ihr ihn nicht haben? Wir geben ihn gerne ab. Corona kriegen wir auch ohne ihn ganz gut nicht in den Griff.

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10 Kommentare zu “Die Uni Zürich ehrt Deutschlands Mister Corona, Lothar Wieler. Liebe Schweizer, nehmt uns den RKI-Leiter doch grad ganz ab!”

  • andreaswerb sagt:

    Der in der Sache treffende Kommentar bedarf einer Korrektur: Andreas Gaudenzi, Chef der ATP, war selbst ein veritabler Tenniscrack und hat es in der Weltrangliste immerhin auf Platz 18 gebracht. Sein einziges Profimatch gegen Rodger Federer gewann der Italiener 2002 in Rom 6:4, 6:4. Er wusste also Federers Aufschläge sehr wohl zu retournieren. Insofern tun Sie Gaudenzi Unrecht, wenn Sie ihn mit dem Tierarzt vergleichen, denn dieser hat sich in der Corona-Krise als maximal unfähig erwiesen.

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  • Realistin sagt:

    Was soll man da zur Uni Zürich noch sagen? Man sollte ihr die Steuergelder streichen.

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  • verena sagt:

    Lieber Wolfgang Koydl
    Bei allen Ehren, dass ihr uns ein Geschenk machen wollt.
    Macht Lothar Wyler den Prozess. Unsere mentale Unterstützung habt ihr auf jeden Fall.
    Wenn ihr dann schon am prozessieren seid, haben wir hier auch ein paar Wylerlastige Personen....:)

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  • Edmo sagt:

    Herr Koydl, eigentlich müsste ich ob Ihres Angebotes richtig erbost sein. Doch ich verstehe, dass es ausschliesslich Ihrer Verzweiflung entsprungen ist und ich es nicht persönlich nehmen darf. Trotzdem muss ich Ihnen mitteilen, dass wir hier nicht alles mit uns machen lassen. Nachdem der Bundesrat schon das InstA in Brüssel beerdigt hat, lassen wir uns jetzt nicht als Ersatz Lothar Wieler unterjubeln. Einen Rest Stolz haben wir noch!

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    • holsderkuckuk sagt:

      Wir können die Verzweiflung gut verstehen, aber wir sind selbst gut versorgt. Vielen Dank. Tauschvorschlag wir nehmen das Angebot an und schenken euch die ganze Führungsriege der Uni Zürich. Bundesrat A. Berset kann ihn in seinem Team von höchst qualifizierten Unfachleuten unterbringen. Aber Vorsicht, Geschenke nehmen wir nicht zurück.

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  • Heidi sagt:

    Leute wie Herr Wieler, die ohne jegliche Evidenz schamlos Panik betreiben, gehören vor ein Gericht und nicht mit einem Ehrendoktortitel ausgezeichnet! Was für ein Hohn für alle, die für ehrliche Verdienste einen Ehrendoktortitel erhalten haben.

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  • winner16 sagt:

    Normalerweise stellt man Verbrecher an der Bevölkerung vor ein Kriegsgericht und verleiht nicht noch Ehrendoktor-Titel!

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  • olive sagt:

    Nein danke, wir haben selber genug solche, wie man am Beispiel der Uni Zürich sieht.

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