24. Februar 2021
Rolf Hürzeler

Die versicherten Sklaven

Entschuldigungen als Ritual; Ablasshandel, um Sühne zu leisten: Mit dem Versicherungsmarkt Lloyd’s of London ist die unendliche Geschichte um ein Kapitel reicher.

Die Geschichte des privaten Londoner Versicherungsmarkts Lloyd’s reicht ins 17. Jahrhundert zurück. In jener Zeit wurden Handelsschiffe versichert, die auch Sklaven transportierten. Dafür entschuldigte sich Lloyd’s wortreich im letzten Juni, nachdem BLM-Aktivisten das Unternehmen ins Visier genommen hatten.

Das änderte zwar gar nichts am schrecklichen Schicksal der Afrikaner vor mehr als 200 Jahren, aber Lloyd’s hoffte, aus dem Schneider zu sein. Vergeblich, die versicherten Sklaven blieben ein Lieblingsthema der BLM-Propagandisten. Jetzt sucht Lloyd’s einen Archivar, der die Geschichte aufarbeiten soll.

Kein Einzelfall, die Pub-Kette Greene King, in einem etwas anderen Markt als Lloyd’s tätig, musste kürzlich Ablass leisten und ethnische Lobbyisten finanziell unterstützen. Ein Gründer des Unternehmens betrieb vor Jahrhunderten eine Plantage in der Karibik.

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12 Kommentare zu “Die versicherten Sklaven”

  • Meinrad Odermatt sagt:

    "Im Zusammenhang mit dem Sklavenhandel entwickelte sich ein für die Briten sehr profitabler Dreieckshandel: Baumwollstoffe und andere Manufakturwaren wurden von britischen Häfen nach Westafrika verschifft und dort gegen versklavte Afrikaner eingetauscht. Diese wurden zu den Plantagenkolonien auf den karibischen Inseln transportiert. Auf dem Rückweg brachten die Schiffe durch Sklavenarbeit erzeugte Produkte wie Tabak, Rum, Baumwolle und Zucker nach Großbritannien." Quelle: www.lernhelfer.de

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  • Peter Fred Pfaendler sagt:

    Dokumente von 1732 (Guinea) und 1793 (Dahomey) illustrieren , dass das Sklaventum und grausame Leibeigenschaft in Afrika zum Alltag gehörten. Die Missionare und Kolonialisten waren da eine Erlösung von den allmächtigen African Chiefs. Das ist politisch natuerlich nicht korrekt, aber cancelt die scheinheilige Cancel Culture weitgehend.

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  • Edmo sagt:

    Es ist unfassbar, welche Macht rassistische Organisationen wie BLM heute haben. Sie leben einen unsäglichen, gewalttätigen Faschismus ungeniert aus und werden von den Medien als die grossen Heilsbringer gefeiert. Unternehmen wie Lloyd's können nur noch durch schleimigen Opportunismus und grosse Ablasszahlungen an die Gutmenschen der organisierten NGO-Mafia dem weltweiten Dauer-Shitstorm entkommen.

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  • Martino sagt:

    Leider kommt diese Entschuldigungskultur bei uns auch zunehmend in Mode. MIGROS und Coop knicken bei jedem kleinsten tweet von irgendeiner achsokorrekten Person ein. Beispiele sind der Mohrenkopf oder die Papiertüte mit dem gefährlichen design

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  • Mueller sagt:

    Die BLM sind die allergrössten Rassisten; ihr Hass richtet sich gegen Weisse, gegen Männer und gegen Alte!

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  • Tenor sagt:

    Das ist Terror! Die inzwischen etablierte Entschuldiguns-"Kultur" der Angegriffenen zeigt die Angst, welche dieser auslöst.
    Wo Angst ist, ist ein Auslöser: Ich werde den Eindruck nicht los, dass BLM im Hintergrund mit Mafia-Methoden operiert.

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  • j.thurnheer@hispeed.ch sagt:

    einfach nur lächerlich!! Was icht nicht verstehe, ist, warum, wenn "vernagelte" Leute einen "Furz" loslassen, man darauf einsteigt, anstatt zu sagen: "du stinkst, hau ab"....

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