25. Juni 2021
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Marcel Odermatt

Die Zahl der Grenzgänger hat sich in 25 Jahren verdoppelt. Das zeigt den unglaublichen Migrations-Druck, den die Schweiz zu gewärtigen hat

Die Zahl der Grenzgänger ist seit der Jahrtausendwende explodiert. Das belegen die neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik. 343’000 Personen fanden Ende des vergangenen Jahres in der Eidgenossenschaft ihr Einkommen, vor 25 Jahren waren es noch halb so viele.

Besonders betroffen von dieser Entwicklung ist der Tessin: 29 Prozent der Werktätigen kommen aus dem angrenzenden Italien in den Südkanton. Aber auch in die Kantone Genf (24 Prozent), Jura (19 Prozent), Basel-Stadt (18 Prozent) und Neuenburg (12 Prozent) strömen die Grenzgänger in Massen.

Rechnet man die 663.524 Menschen dazu, die per Saldo in der letzten Dekade einwanderten, demonstriert sich eindrücklich, was in jüngster Zeit bezüglich Migration in diesem Land passierte. Wie oft in der Vergangenheit ist die Schweiz wieder ein Sonderfall in Europa. Ein Sonderfall, was die Zuwanderung betrifft.

Stellen wir uns für einen Moment vor, welche Debatten geführt würden, wenn andere Länder sich in einer vergleichbaren Situation befinden würden.

Dass es der Schweizer Politik nicht gelingt, die EU und die Nachbarstaaten für diese Fakten zu sensibilisieren ist eines der grössten Versäumnisse der aktuellen Politik im Bundeshaus.

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27 Kommentare zu “Die Zahl der Grenzgänger hat sich in 25 Jahren verdoppelt. Das zeigt den unglaublichen Migrations-Druck, den die Schweiz zu gewärtigen hat”

  • scavenger sagt:

    Die Grenzgänger bezahlen ja nur einen Steuersatz von 4.5% , der internationale Aufenthalter der hier wohnt und arbeitet hat, aber einen ausländischen Wohnsitz deklariert zahlt noch weniger Steuern als der Grenzgänger je nach Kanton, zumTeil gar nichts. Die meisten von diesen sind Deutsche die praktisch Steuerfrei hier in der CH leben. Uebrigens für einen Schweizer der in Deutschland in der selben Situation is wie ein Deutscher hier, gilt dieses Abkommen des internationalen Aufenthalter nicht

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    • Kodama sagt:

      Ich bin seit mehr als 12 Jahren Grenzgänger! Ich bin Unternehmer, zahle alle Steuern und Abgaben in der Schweiz. Ich beschäftige von Anfang an eine Schweizer Mitarbeiterin und zahle auch Miete.
      Mein Slogan war immer " Ich komme nicht in die Schweiz um etwas zu holen, sondern zu bringen " !
      Wir zahlen jährlich Steuern und Abgaben im mehrfachen fünfstelligen Bereich und auch die Vermögenssteuer.
      Wir schätzen die Schweiz als wirtschaftsfreundlichen Standort, sowie die gute Infrastruktur!

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  • Fede sagt:

    Dieses Argument der CH, als extrem wichtiger Arbeitgeber in den Grenzregionen, sollte noch viel stärker thematisiert werden von unseren Aussenpolitikern. Stelle man sich nur mal vor, was würde in all‘ den umliegenden Regionen passieren, ohne diese vielen Löhne die in die angrenzenden Regionen fliessen, ausbleiben würden..?
    Diese Verhandlungsstärke sollten wir uns bei all‘ dem „Knatsch“ mit der EU,, viel mehr zu Nutzen machen.

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  • Pitch sagt:

    Nehmen wir doch das positive daran: wir profitieren von den im Ausland ausgebildeten Fachkräften, unsere Betriebe werden dadurch leistungsfähiger und flexibler. Das Ausland ist abhängig von uns weil ohne die CH viele Grenzregionen verarmen würden. Das gibt uns eine Position der Stärke.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Toll auswendig gelernt, die Nebs-Verschen!
      Das sind alles Leute die, nur einen Teil der Lasten tragen, dafür aber für massiv mehr Mehrkosten sorgen!

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    • Realistin sagt:

      Glauben Sie das?
      Tatsache ist, dass die Konzerne und Arbeitgeber dank den Ausländern Milliarden kassieren, während der Schweizer Bürger Milliarden an Kosten für die Ausländer zahlt: Strassen, ÖV, Schulen, Spitäler, immer höhere Mieten und Hauspreise, CO2 Abgaben, weil "die Schweiz" angeblich zu viel Energie brauchen, immer höhere Preise für alles, was Platz braucht, zum Beispiel Parkplätze usw., usf.. Ausserdem bezahlen wir die zunehmenden ü45 Arbeitslosen, usw.. Es gäbe noch viel aufzuzählen.

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  • Ferdinand Bohn sagt:

    "Migrationsdruck" hin oder her, aber wer hat die Politiker gewählt, die diese Migration zuliessen und förderten? Waren es die Marsmenschen, oder die Schweizer? Und warum fanden keine schweizweiten Plebiszite statt, die die Politik zwang, die Migration zu minimieren? Diese Fragen mögen die Schweizer sich stellen und ehrlich beantworten.Die negativen Folgen spüren die Schweizer an den fast unbezahlbaren hohen Mieten, enormen Preisen für Immobilien,zu dichter Bebauung, heftige Konkurrenz um Arbeit

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    • T sagt:

      Vergessen Sie nicht die vielen Fluri's, welche den Schweizern in den Rücken fallen. Auch die Staatspropaganda, im Sinne der Fluri's ausgestrahlt und zwangsfinanziert, tut ihr Übriges. Rundfunk ist Rotfunk und verfehlt ihre Wirkung nicht.

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    • Realistin sagt:

      Sie haben recht. Niemand als wir Schweizer selbst sind schuld. Auch ich, die ich immer nein gestimmt habe, aber leider in der Minderheit bin.
      Es ist in Ordnung, dass wir Schweizer auch die Konsequenzen für das tragen, was abgetimmt wird. Und wenn die Regierung sich um Abstimmungsergebnisse foutiert und macht, was sie will, und die Schweizer dann die Durchsetzungsinitiativen regelmäässig ablehnen und der Regierung damit recht geben, sind sie erst recht selber schuld.

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    • peterlinz sagt:

      Immerhin hat die Schweiz die Masseneinwanderungsinitiative (insbesondere im Tessin) angenommen. Auf Druck der EU wurde sie praktisch nicht umgesetzt. Freier Personenverkehr ist ein EU-Dogma. Darum auch der Brexit. Was sonst noch alles kommt gemäss dem UN-Migrationspakt ist viel schlimmer als der sogenannte Klimawechsel. In Afrika und dem westlichen Asien beträgt die jährliche Zahl der Geburten rund 50 Millionen. Aber die wirren Ziele von LBTGIQ sind offenbar massgebender.

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  • Florence sagt:

    … und Sie wüssten wohin ! Wenn ich das wüsste, wäre ich schon lange wieder aus Italien ausgewandert.
    Die Situation in Basel und Umgebung muss wirklich dramatisch sein. Die Politiker legen es darauf an dass sich die Leute am Ende die Köpfe einschlagen.
    Das ist der Plan: Die Menschheit vernichten! Zuerst ruiniert man sie finanziell, dann körperlich.
    Das Ganze ist ein großes Welttheater, und wir mittendrin.
    Wenn Sie einen Ort finden, lassen Sie es mich dann wissen?
    Herzliche Grüße!

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    • Florence sagt:

      Das sollte meine Antwort an Markus Schudel sein.

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      • markus.schudel@gmx.ch sagt:

        Ja, und das ist nur eine von etwa 30 Baustellen in der Stadt. Glauben Sie mir, das ist NUR möglich, weil Novartis und Roche jährlich xig hunderte von Millionen Franken Steuern in diese 37 Quadratkilometer buttern und dafür frei walten können (Personen-Freizügigkeit).

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    • VP-Falger sagt:

      Einige meiner U.S. Bekannten und ihres Zeichens Multimillionäre wandern nach Niccaragua aus. Dort haben sie ein Ressort für Millionäre eingerichtet, ein Resort von ehemaligen U.S. Bürgern, die ihre Pässe abgegeben haben, weil sie den Steuerterror der Demokraten nicht mehr mitmachen wollten. Erinnern wir uns: Jeder Bürger mit USA-Pass wird nach U.S. Recht besteuert, egal wo er seinen Lebensmittelpunkt hat.

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      • scavenger sagt:

        Aber in den USA gibt es keine Vermögenssteuer wie in der Schweiz , nur monetary gain muss versteuert werden , wie überall auf dieser Welt , es gibt auch kein Eigenmietwert , die AHV wird praktisch nicht versteuert sowie Pensionskasse. Nicht so wie in der Schweiz wo der Rentner noch bestraft wird weil er sein Leben lang gearbeitet hat und dem Staat nicht zur Last gefallen ist. Nach 65 brauchen sie auch keine Private Krankenkasse mehr weil dann Medi Care die Kosten übernimmt.

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  • Janosh sagt:

    In welchen Kantonen explodierten die Koronazahlen zu Beginn der Pandemie? Ja richtig...! Und zu verdanken haben wir den Salat dem Abkommen über den freien Personenverkehr, da Grenzgänger beim Eintritt in unser Land nicht kontrolliert werden dürfen. Um die freundnachbarschaftlichen Beziehungen nicht zu gefährden nahmen wir tausende von Toten in Kauf, da das 'preisgünstige' Pflegepersonal in Spitälern und Heimen die Seuche einschleppten!

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  • VP-Falger sagt:

    Diesen Ausfluss aus Neuchâtel sandte ich gestern meinem Schulfreund unter dem Tiel "Subventionieren von EU-Bürgern" zu: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-84093.html. Vielfach doppelt so hohe Löhne schleppen die Grenzgänger nach Hause, als sie in ihren Heimatländern bezahlt bekämen. Dann soll die Schweiz auch noch Erpressungsgeld an die EU zahlen... In welcher Absurdität leben wir eigentlich?!

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    • VP-Falger sagt:

      Die Reaktion : Und jetzt schliesst die EU die Schweiz von einem 19 Milliarden Forschungsprojekt aus! Wieso wollen so viele Studenten den Master in der Schweiz machen? Ganz einfach weil die Studiengebühren sehr niedrig sind und auch vom Staat subventioniert sind. Warum zeigen wir denen nicht, dass die Schweiz souverän ist und selber bestimmen kann ob Ja oder nein. Doch die letzte Abstimmung hat gezeigt, dass wir zu viel Doppelbürger haben die nicht bereit sind für die Schweiz einzustehen.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Wie gesagt: Ich halte die vielen Deutschen in Basel im Kopf nicht mehr aus. Sie arbeiten auf der Post (obwohl diese Filialen schliesst und Personal abbaut), als erfolgreiche Bussenverteiler in Basler Polizeiuniform, sie machen mittlerweile in meinem Mietshaus die Hälfte der Bewohner aus, sie telefonieren und schreien lautstark in Trams, auf der Strasse, in Cafés. Usw. usw. usw.

    Stoppt endlich diesen Wahnsinn!!!

    Ich würde sofort auswandern, wenn ich eine Chance sähe und das Geld dafür hätte.

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    • markus.schudel@gmx.ch sagt:

      PS: Noch so ein Müsterli: Während der ganzen "Pandemie" seit Frühjahr 2020 wurde ich hier in Basel etwa zehnmal gemassregelt, meine Maske richtig über die Nase zu ziehen, also in Trams, S-Bahn, Geschäften, Post etc. Meistens erfolgte das äusserst aggressiv und schnoddrig.

      Raten Sie mal, woher sechs der zehn selbsternannten Massregler*innen herkommen? - Richtig!

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      • Bischi49 sagt:

        Das erinnert mich sehr an ein Erlebnis in Berlin vor ca. 5 Jahren. Sonntag Mittag, Sonnenschein, Fussgängerstreifen mit Rotlicht über relativ schmale Einbahnstrasse, weit und breit kein Auto sichtbar. Meine Frau und ich überqueren. Hinter uns ruft‘s laut und empört: „S‘ist denn Rot“….. Einfach unvergesslich!

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      • scavenger sagt:

        Es ist ja bekannt dass die Deutschen das unbeliebteste Volk auf der Welt sind , aber das Wissen die auch ,hier in den USA geben sie sich zum Teil als Schweizer aus , weil sie sich schämen Bürger einer solchen Nation zu sein.

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    • Silvio Brandolin sagt:

      Was mich beunruhigt, ist - nebst den vom Ausland finanzierten NGOs und Gruppierungen - die grosse Anzahl Ausländer/innen, die in unseren Bildungsanstalten, im Gesundheitswesen, in kantonalen und eidgenössischen Ämtern Positionen bekleiden, die einem gesteuerten "Marsch durch die Institutionen" gleichkommen. Ihre in den Medien vorgetragenen Anliegen: Impfung (auch durch Zwang bzw. Pflicht), Genderideologie und - sprache, LGBT, EU-Beitritt, weg vom Föderalismus usw.. Eine richtige Fünfte Kolonne.

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  • Silvio Valentino sagt:

    Das Tessin, Odermatt, das Tessin - nicht "der".

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    • Beri sagt:

      Danke Herr Schulmeister
      Das Kanton Tessin oder der Kanton Tessin? Sicher ist DAS Tessin richtig, wenn man es als Gebiet meint. Wenn man es als Kanton meint , ist DER richtig.

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      • Silvio Valentino sagt:

        Ja ja, "man" meint es hier als Gebiet. Sie können sich drehen und winden wie Sie wollen, "der Tessin" ist und bleibt falsch. Der Kanton ist richtig - aber Sie müssen nicht Behauptungen widerlegen, die ich nicht gemacht habe.

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