19. Mai 2021
Christoph Mörgeli

Doris Leuthard will das Rahmenabkommen retten. Warum? Weil sie es Jean-Claude Juncker versprochen hat

Bundesrätin Viola Amherd (Mitte) unternimmt den verzweifelten Versuch, das Rahmenabkommen mit der EU zu retten. Sie will die bisherigen bundesrätlichen Vorbehalte gegen die Unionsbürger-Richtlinie preisgeben und erhoffte sich davon ein Entgegenkommen der EU beim Lohnschutz. Leider schwächt Amherds ungelenke Diplomatie auf dem öffentlichen medialen Marktplatz die Stellung der Schweiz gegenüber Brüssel.

Zur Ehrenrettung von Viola Amherd muss gesagt sein, dass hinter ihren Winkelzügen ihre Parteikollegin und Vorgängerin Doris Leuthard steht. Und hinter dieser wiederum ein paar Wirtschaftsfunktionäre, Konzernmanager und ziemlich sicher Avenir Suisse, an deren Spitze der Lebenspartner der EU-Beitrittsfanatikerin Christa Markwalder (FDP) steht.

Doris Leuthard pflegt auch beste Beziehungen zum Mitte-Bundeskanzler Walter Thurnheer. Sie weibelt für den Rahmenvertrag, weil sie als Bundespräsidentin dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker am 23. November 2017 bei dessen Besuch in Bern die Unterschrift der Schweiz versprochen hat. Nur wurde damals von der Gastgeberin verpasst, dem Staatsbesucher Juncker mitzuteilen, dass in der Schweiz nicht Doris Leuthard das letzte Wort hat.

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27 Kommentare zu “Doris Leuthard will das Rahmenabkommen retten. Warum? Weil sie es Jean-Claude Juncker versprochen hat”

  • Peter Rossa sagt:

    das Problem diese "Versprechens" von Doris L. können wie uns auf alle Fälle ersparen; Junker hat es sowieso ebenfalls längst vergessen, ich nehme an, er war ja eh betrunken

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  • Janosh sagt:

    Seit der Strafanzeige, welche die 'JUNGE SVP' wegen geheimer Absprachen der damaligen Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga mit ausländischen Regierungen einreichte, verhält sich Frau Sommaruga in Sachen Rahmenabkommens erstaunlich zurückhaltend.

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    • VP-Falger sagt:

      Ich sag's ja soch seit langem auch in meinen VP NEWS: Es gibt einen Angstmacher Artikel im Strafgesetzbuch. Eingeklagt gehören zivilrechtlich allle Angstmacher von den Parlamentarier --ausnahmsweise auch *Innen* geschrieben -- sowie die ganze korrupte, vom Bund MIT STEUERGELDERN finanzierte Medienlandschaft. Die wenigen aufrechten Verfassungsverteidiger ausgenommen.

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Zu ex-BR Doris Leuthard bleibt mir ein Tagesschau-Bericht in wacher Erinnerung. Ist jetzt um die 10 Jahre her. Am Ausgang einer Konferenz wurde sie von einem SRF Journalisten gefragt, was sie denn von einer zukünftigen Weltregierung halte. Ihre Antwort war, dass sie das für eine gute Idee halte. Die Konferenz war womöglich das Bilderberger - Treffen von 2011 in St.Moritz. Könnte zeitlich passen.

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      Kommentar nicht fertig. Versehentlich gesendet. Im weiteren ist ja bekannt, dass Leuthard bis heute an UNO Projekten beteiligt ist. Die Dame ist jetzt in die Supra-Nationale Sphäre aufgestiegen. Die immer mehr Kompetenzen an sich reisst. Selber schon ein bisschen Teil der Weltregierung der "Global Elites". "One people on one planet" oder anders ausgedrückt "Wir machen jetzt Demokratie, ob Euch das passt oder nicht".

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      • T sagt:

        Kuschelt Doris eventuell mit Schwab und fabuliert vom grossen Reset und dem Green Deal?

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        • Meinrad Odermatt sagt:

          Die Frage kann man selber beantworten. Es geht da leider schon um viel mehr als um "Fabulieren." Mehr zum "Great Reset" - "Weltumbau-Programm" über das wir natürlich nie abstimmen werden, wobei die CO2 Abstimmung Teil davon ist, finden Sie hier:

          https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/511786/Der-Great-Reset-ist-keine-Verschwoerungstheorie-sondern-eine-Realitaet

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  • johann6a sagt:

    Ich habe den starken Verdacht, dass ex-BR Leuthard noch eine andere Sorge umtreibt: Ohne ein Rahmenabkommen gibt es kein Stromabkommen, und ohne Stromabkommen wird die "Energiewende" scheitern, die Leuthard der Schweiz aufgedrückt hat, weil die notwendigen Stromimporte nicht zur Verfügung stehen.

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    • Realistin sagt:

      Das wäre ein Segen für die Schweiz !
      Die Schweiz muss unbedingt dafür sorgen, dass sie stromunabhängig wird. Wir haben ja mit Corona erleben dürfen, wie schnell Verträge nichts mehr gelten und jedes Land für sich schaut, Deutschland allen voran. Wenn die uns den Strom abstellen können, sind wir geliefert.

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    • juege sagt:

      Und mit Stromabkommen erst recht. Allein haben wir wenigstens noch die Möglichkeit, die Stromdurchfuhr durch unser Land zu unterbrechen, wenn es das Europäische Stromnetz "hinderesträhled*.

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  • ulrich vogt sagt:

    Was stimmt überhaupt in Mörgelis Bericht? War er life bei den Verhandlungen dabei, was hat er dazu phantasiert und zurecht gerückt, dass es eine tolle Story gibt, die zu vernichtenden Kommentaren über Doris Leuthard Anlass gibt. Es wird viel behauptet und gelogen, auch in der Weltwoche. Und eine Ex Bundesrätin mit Dreck zu bewerfen, was nützt eigentlich das? Das ändert rein gar nichts am heutigen Tag. Jeder Kommentar wirft auch einen Schatten auf dessen Verfasser oder Verfasserin.

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    • T sagt:

      Na ja, wenn hoch bezahlte Verantwortliche mit ihren Taten dafür sorgen, dass es dem Land und der Bevölkerung dadurch dreckig gehen wird, dann darf doch dieser Dreck auch dazu benutzt werden, damit auf die Verursacher zu werfen, oder!? Verantwortlich, aber niemals dafür die Verantwortung tragen. Das betrifft nicht nur Doris unter der Dusche.

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    • Florence sagt:

      Wenn sie sich nur endlich raushalten würde aus Angelegenheiten die sie nichts angehen.ALT-Bundesräte (und diese hier sieht ganz schön alt aus, nach all dem Mist den sie produziert hat) sind weg vom Tisch.
      Es ist einfach erschreckend ,dass so viele unserer Landsleute nicht sehen dass dem BR die Schweiz ,ihre Bürger und deren freie Unabhänigkeit völlig schnuppe sind. Wofür haben unsere Ahnen eigentlich gekämpft?

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      • Realistin sagt:

        Die Schweizer teilen das Schicksal jedes Volkes: Es kommt und geht. Zur Zeit gehen wir, ziemlich schnell. Eigentlich sind wir schon gegangen. Denn die paar übrig Gebliebenen dieser Vorfahren haben hier nicht mehr viel zu sagen.

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    • lionmo sagt:

      Ja genau Herr Vogt Ihre Kommentare auch . Aber Sie Herr Vogt waren bei den Verhandlungen dabei....!!??
      Es ist überhaupt eine Affenschande und eine eher neuere Unart,dass sich Alt-Bundesräte immer noch überall einmischen. Das sollte blitzschnell verboten werden. Die hatten ihre Zeit,wenn sie sie nicht recht genutzt haben sollen sie schweigen.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Der 78-jährige ETH-Vogt meint wohl wie alle Linksverdrehten, es sei anständiger, AMTIERENDE BUNDESRÄTE mit Dreck zu bewerfen, wie es Blocher Maurer und Parmelin tagtäglich aus der Vogt-Ecke erfahren durften!
      Man muss wirklich langsam den Hut ziehen vor den Juso-Kindli, die wenigstens das eine Mal, bei den alten weissen Männern die die Klappe halten sollten...recht zu behalten scheinen!
      Ein Verfasser-Schatten-Betroffener: wenn dafür der Lügen-Schatten die Versager à la Dauergins etc. trifft....

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  • Arnold Ganz sagt:

    Die Rettungenversuche durch Altbundesrätin Leuthard hielten selten was sie versprochen haben, weil sich ihre Überzeugungen meist um 180 Grad wendeten, bevor es zu deren Umsetzung kam. Als Beispiel sei die Totalwende genannt von der Kernenergie zur Energiestrategie 2050. Auch der Versuch, die Schweiz zum „eigenen Vorteil“ , mit Hilfe von Jean Claude Juncker, in die EU zu überführen, ist gründlich in die Hosen gegangen. Auf die „Hilfe“ von Doris Leuthard können wir künftig bedenkenlos verzichten.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Sogar in Pension stehende "Alt-Bundesräte(innen)" stellen sich noch auf die Seite der "Schweizabschaffer" und weibeln zusammen mit den bekannten EU-Treuen und Wirtschafts-Kapitänen im Land (in den Medien-Redaktionen) umher, um das zum Scheitern anstehende "Hutgrüssen" auf der aufgestellten Fahnenstange zu retten! Warum kommt dieser "neue Gesslerhut" aus der maroden EU nicht endlich an die Urne? Die fürstlich bezahlten EU-Bürokraten können das "Nicht-EU-Land" Schweiz nie als Melkkuh nützen!

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  • Stefan Mueller sagt:

    Wäre die Frivola am Herd doch besser in der Uisserschwyz geblieben!
    Dass Dauergrins noch immer versucht, trotz ihrem peinlichen Kriecherleben etwas zustande zu bringen, tja....
    Zumal sich ja schon deren jahrzehntelange Müllstream-Applaudierer-Behuldiger über die lustig machten, da ausser "Duschen-mit-Dorissli" und der Kuhdecke, nix von deren Wursteln und rummerkeln übrig ist!
    Dass sich der EU-Kriecher-Linksstaatsfilz nur noch Ausschuss-Personal leistet, sieht man ja an Mosersirene/Portmann etc!

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  • Janosh sagt:

    Welcher Teufel reitet Viola Amherd, dass sie die bundesrätlichen Vorbehalte gegen die Unionsbürgerrichtlinie preisgegeben will??? Frau Amherd ist in ihrem Departement von klugen Strategen und Taktikern umgeben. Will sie eventuell beim 'EU-Kochtopf' bereits jetzt etwas Druck ablassen, damit ein für die Gemeinschaft negativer Entscheid in der Kampfflugzeugbeschaffung von Brüssel eher geschluckt wird?

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  • T sagt:

    Ja die Doris. Sie hat einiges kaputt gemacht. Also wieso nicht ganze Arbeit leisten und die Schweiz abschaffen?

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Wenn man doch so viele Fehler zu verantworten und Lügen mitgetragen hat (z.B. Energie & AKW, Postauto, Billag/ Serafe etc.) wie Leuthard, versteh ich nicht, warum sie sich nicht irgendwo auf einer einsamen Insel im Südpazifik in einem Mausloch versteckt, sondern weiterhin grinsend Forderungen herausproletet. Da kotz ich nur noch. Wer stoppt söttige Kriminell☆innen?

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    • Stefan Mueller sagt:

      Hat eventuell gar was mit Intelligenz zu tun!
      Schliesslich schlich die sich nicht dank Leistungsausweis (o.k. wer aus dieser Ecke kann das schon) im Linksstaatsfilz unter.
      Sondern weil die jeden der wollen zum "Duschen mit Dorissli" einlud!
      Kenne Bürger, wo die als kleine peinliche Anwältin von der Kanzlei (wo der der Vater das Pöstchen organisierte) ausgewechselt werden musste, da totales Unvermögen deren Marke war/ist!
      O.k da auch Klavierspielerinnen/Apparatschiks als Bundesrätli wekeln dürfen

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