30. August 2021
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Florian Schwab

Economiesuisse will Nutzungs-Gebühren für die Strassen einführen. Dabei ist der Kosten-Treiber im Verkehr die vom Verband befeuerte Einwanderung

Der Wirtschaftsdachverband wärmt einen alten Ladenhüter auf, das sogenannte «Mobility Pricing»: Das GA soll abgeschafft werden und alle Passagiere Billets kaufen müssen. Und anstelle der Strassenverkehrssteuer und der Autobahnvignette ist eine individuelle Verrechnung nach effektiver Nutzung geplant.

Bei seinem Einsatz für das «Verursacherprinzip» im Verkehr lässt Economiesuisse eine wichtige Tatsache diskret unter den Tisch fallen. Der wichtigste Kostentreiber im öffentlichen Verkehr und im Strassenverkehr ist die Zuwanderung. Zwischen 2000 und 2020 hat die Bevölkerung von 7,2 auf 8,5 Millionen Personen zugenommen.

Die Anzahl Autos stieg von 3,5 Millionen auf 4,7 Millionen. Und die vom öffentlichen Verkehr bewältigten Personenkilometer nahmen von 12,6 Milliarden auf 21,7 Milliarden zu.

Wenn die SBB jetzt mit ihren Infrastruktur-Investitionen nicht nachkommen und die Strassen der Belastung zunehmend nicht gewachsen sind, dann ist das eindeutig auf die Einwanderung zurückzuführen, welche Economiesuisse im Rahmen der Personenfreizügigkeit mit verursacht hat.

Sicher, mehr Kostenwahrheit könnte insbesondere im öffentlichen Verkehr nicht schaden, wo die Einnahmen aus Tickets und Abos nur etwa die Hälfte der Ausgaben decken. Vor allem aber müsste, im Sinne des Verursacherprinzips, Economiesuisse die vielen Milliarden Franken an Zusatzkosten bezahlen, die infolge der Einwanderung angefallen sind und anfallen.

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16 Kommentare zu “Economiesuisse will Nutzungs-Gebühren für die Strassen einführen. Dabei ist der Kosten-Treiber im Verkehr die vom Verband befeuerte Einwanderung”

  • peterlinz sagt:

    Eigentlich müssten diese Zusatzkosten durch die EU bezahlt werden. Statt dessen bezahlen wir ohne Gegenleistung sogenannte Koäsionsmilliarden zG von korrupten EU-Staaten.

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  • Edmo sagt:

    Economiesuisse will alles teurer machen. So einfach ist es. Das «Mobility Pricing» käme ja nicht anstelle von heutigen Kosten, sondern oben drauf. Das bisschen Strassenverkehrssteuer und die Vignette, die abgeschafft werden sollen, würden mehrfach durch die Benutzungsgebühren abgezockt. Die immensen Abgaben auf den Treibstoff würden erhalten bleiben und von Sommaruga unter lustvollem Stöhnen laufend weiter erhöht. Die Öko-Diktatur lässt grüssen. Economiesuisse fährt voll darauf ab.

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  • T sagt:

    Ecoschiss? Ist das die Heuschrecken-Organisation, welche alles zerstört und dann weiterzieht, wenn nichts mehr zu holen ist?

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  • Gonzo sagt:

    Was ist eigentlich schlimmer, wenn sich das Klima in hundert Jahren um 1 Grad erwärmt oder wenn im selben Zeitraum die Bevölkerungszahl der Schweiz um 100 Prozent steigt?

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  • hape sagt:

    Exgüsi wenn ich da sehr direkt werde: Economiesuisse und Avenir Suisse sind beides Sauhaufen, die nur ein Ziel kennen, nämlich den Mittelstand in den Ruin zu treiben, dem Bauernstand das Land wegzunehmen (irgendwo müssen ja die Einwanderer leben) und jedem Schweizer, der sich erlaubt, individual zu Verkehren, das Porteminnaie zu leeren.

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Das mit den Strassengebühren habe ich schon lange erwartet. Wer soll die Strassen finanzieren, wenn E-Autos nichts mehr dazu beitragen. Es wird einfach verschwiegen von Frau Sommaruga.
    Die nächste Überraschung kommt noch, wenn nicht mehr genügend Strom vorhanden ist. Man will ja auch die KKW stilllegen. Wer kann mir erklären, woher der fehlende Strom kommen soll. Heute Info CKW, Erneuerbare Energien 46.8 %, davon Wasserkraft 37,9 % Sonne 1.9 % Wind 0,1 %, Gegensatz Kernenergie 53,2

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  • Bischi49 sagt:

    Bleiben wir beim Thema Kostenwahrheit und nehmen diesen Grundsatz zum Nennwert, unabhängig von der immigrationsgetriebenen Auslastung der Verkehrssysteme. Für den Motorisierten Individualverkehr hiesse das, Abschaffung von Benzinzöllen, Treibstoffzollzuschlägen, Vignette und LSVA, etc. Und Einführen einer Gebühr pro gefahrenem Kilometer, ob belastungs- und zeitabhängig bleibe dahingestellt. Ungedeckt heute rd. 20…30 Rp/l Treibstoff. Für den öffentlichen Verkehr aber Billettpreise mal 2 bis 3!

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    • Stefan Mueller sagt:

      der Haken...wie bei Massenzuwanderung, MWST, Gebühren/Abgaben, Bussenterror nach Einkommen/Vermögen; ..hat der Linksstaatsfilz mal eine Limite installiert...wo wie bei KK-Prämien, MWST, 2-Mio.-Erbschaftssteuer-Limite, beim Alf-igen Badran Anfall, Vermieter sollen sich Corona-Diktat-Mieten ans Bein streichen, also nur die bis 5000.-. etc. etc...wo die eigene Klientel, also das eigene Wahlvieh vom Filz mittels Trickserei ausgenommen werden kann, wird dann jederzeit an der Stellschraube hantiert!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Wie in der Economiesuisse), ist auch bei den rot/grünen Klimahysteriker(innen), die enorm hohe Einwanderung kein Thema! Die verblendeten Profiteuren verordnen lieber Verbote, Umbauten und Verkehrsänderungen, statt gesamtheitlich zu denken und zu agieren! Es liegt an uns, an der Urne unsere bewerten Werte, die Direktdemokratie und freie Lebensform zu verteidigen! Immer mehr "der Staat muss - der Staat soll" wird die Schweiz langfristig zum unterdurchschnittlichen Armenland bringen!

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  • Stefan Mueller sagt:

    Tja,... Ekelconomiesuisse mit ihren 6 Apparatschiks, den 64 ""Mitgliedern"" und 75 Lakaien und Vasallen...ein toller Haufen von Heimatmüden und Secondos, die als Marionetten und Lobbyisten der Bankster-Halunken-Heuschrecken (laut Anstandslinken) dafür sorgen dass die Plätzchen der Abzocker-Boni-Mänätscher immer schön fett und schmierig bleiben!
    Auf deren Homepage ist locker nachzulesen welche Kreaturen ungeniert von Schweizers Kohle leben, gegen die er/sie dann mit ihren Lügenorgien hetzen!!!!

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  • oazu sagt:

    Nutzungsgebühren für Strassen? Zahlen wir nicht schon ca 1 CHF pro Liter Treibstoff genau zu diesem Zweck, und Güterverkehr obendrauf LSVA, die Gewerbe auf alle als Letzkunden abwälzt. Ach ja, diese Einnahmen leitet unsere Bundesverwaltung inzwischen auf alles andere um, massiv auf ÖV, auf nicht teuer genug gebaute Velowege, auf AHV, auf Umweltprojekte, uvam; einfach überall wo (links-grün) politisch Opportunitäten locken. Von NGO befeuert behauptet man nun, Privatverkehr zahle Kosten nicht.

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  • VP-Falger sagt:

    Bravo Herr Schwab! Ursachenbkämpfung ist ein rotes Tuch für die Politik. Nein, Symptombkämpfung, im Volksjargon Pflästerlipolitik genannt, ist das Credo unserer rot-grün beherrschten Politgarde. Das Freizügigkeits- und Zuwanderungsdiktat haben sich jedoch die Wähler selbst auerlegt, indem sie diese Politiker gewählt haben.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Bis das Ziel eine 8-Millionen-Schweiz ist, stimme ich konsequent gegen alles, was von Grün, Links, Mitte kommt - in diesem und im nächsten Leben.

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