03. Juni 2021
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Wolfgang Koydl

Ein Herz für junge linke Frauen: Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser wirbt für Annalena Baerbock als deutsche Kanzlerin. Warum nur?

Unlängst stellte die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wieder mal ihre Kenntnisse unter Beweis. Sie sprach über die Rolle von Tiefkühlhähnchen bei der Energieversorgung und vom Strom, der Steuern zahle, wenn er «in Speicher reingeht» und «wieder rausgeht».

Fraglich, ob Baerbock damit in der freien Wirtschaft eine Stelle fände. Aber sie will ja nur Kanzlerin werden.

Nun hat sie höchsten kapitalistischen Segen erhalten. Der Ex-Chef von Siemens empfahl sie als beste Kandidatin. Sie erinnere ihn an Angela Merkel, erklärte Joe Kaeser. Wie die Kanzlerin könne sie sich «unglaublich schnell» einarbeiten.

Das wäre auch dringend nötig.

Was treibt Kaeser? Kennt er nicht den roten Kern der Grünen? Hat er ein Herz für junge, linke Frauen? Er solidarisierte sich mit Schlepperfrau Carola Rackete und wollte Luisa Neubauer, die deutsche Greta, im Aufsichtsrat.

Lenin soll gesagt haben, dass die Kapitalisten das Seil verkaufen würden, an dem man sie hängen werde. Kaeser geht weiter. Er spleisst den Galgenstrick gleich selbst.

Aber selbstverständlich aus Jute. Nicht Plastik.

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14 Kommentare zu “Ein Herz für junge linke Frauen: Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser wirbt für Annalena Baerbock als deutsche Kanzlerin. Warum nur?”

  • peterlinz sagt:

    Wie man aus dem zweiten Weltkrieg weiss, wird ein grosser Teil der Wirtschaft permanent sich den herrschendem staatlichen oder auch zivilem Mainstream unterwerfen. Dies zeigt auch die Anbiederung an die EU und die Uebernahme des Diversitäts- und Genderblödsinn. Die Abschaffung der Nationen durch ein grünes Weltbild gehört auch dazu.

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  • Konrad Kugler sagt:

    Was soll das Gerede, Es geht doch um viel mehr. Warum steigen die Auto-Manager auf Elektro um. Da frage ich mich, ob die keinen Verstand haben. Die lassen sich von Brüssel mit idiotischen Werten schikanieren, statt mit einem Wink nach unten einen Streik auszurufen. Der wäre billiger gewesen als die Strafzahlungen. Und Brüssel hätte eine saubere Watschn kassiert. Dort sitzen Menschenfeinde.
    Der Käser hat doch schon einer Grünen einen Platz im Vorstand angeboten.

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  • Juerg Luethard sagt:

    Kaeser, alter weisser Mann, so wie Biden.

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  • Silvio Valentino sagt:

    Nein, Olive, Mueller, Schudel ... nein nein nein. Mit den Lüsten und Dünkel eines alten Mannes, der sich bei jungen Frauen anbiedern will, haben Kaesers Aussagen nichts zu tun. So einfach gestrickt sind die Bossen der Wirtschaft und Hochfinanz im Fall dann doch nicht. Es geht um den "Grossen Umbruch". Bei Schwab könnt ihr nachlesen: Neue Märkte, gigantische Umwälzungen und Profite, alle Macht den Konzernen (Politiker*innen sind bloss Angestellte), keine Macht dem Volk - pardon - der Bevölkerung.

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    • olive sagt:

      @S.V. Eben, und dazu dient das Zeitgeist-surfen.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Auffallend aber, dass greise weisse Männer immer erst zu Welterrettern werden, wenn sie als Halunken ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben!
      Natürlich stecken hinter Gretchen und den Täubeli-Kindli, Green-preis etc. die Halunken-Buden der Ex-SNB-Bankster-Dealer-Bünzli-Rockstars wie auch die der Gates Soros etc etc.
      Allerdings wer sich dermassen widerlich verdreht wie dieser alte Käse-Schleimer...muss wohl ohne Charakter und ohne Rückgrat geboren worden sein!

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  • coronistan.blogspot.com sagt:

    Kaeser will vor allem die deutsche Wirtschaft zu zerstören. Jeder in einer führenden Position, der Mitglied der Klimasekte und/oder der Coronasekte ist, sollte als Terrorist und Staatsfeind verhaftet und für alle Zeiten ins Loch geschmissen werden.
    https://ogy.de/zxf8
    https://ogy.de/fxhv
    https://ogy.de/zxf8

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Menschenkenntnis und Erfahrung unerwünscht, sonst bessert sich ja nichts. Mit diesem Anforderungsprofil kommen viele in Frage. Man nimmt dann die, die WOLLEN und nicht die, die KÖNNEN. Wenn es nur Deutschland betreffen würde, könnte es uns ja wurst sein.

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  • olive sagt:

    Tscho Kaeser, geboren als Josef Käser, mag die jungen Frauen und ist ein braver Zeitgeist-Surfer.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Lolita-Romanze? Graumelierter, solventer knapp 70-jähriger Mann bäumt sich ein letztes Mal gegen das Altern auf und verliebt sich in ein naives, lebensfrohes, ehrgeiziges Mädchen...

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  • Stefan Mueller sagt:

    Dass der greise weisse Kaeser, dem es zu peinlich ist sich Josef zu nennen, oder der sich damit einen Künstler-Status verschaffen will, nun nach einem Leben als Halunke plötzlich auch ein Gutmensch sein will, erstaunt nun wirklich nicht!
    Tatsächlich; ob der Milliardär-Grabscher Wyss in USA, der Äss Ärr Äff -Weck, der EU-Turbo Cottier, die Duce-Couch pine, oder auch nur 78-jährige-ETH-Vogts,
    die Jusos scheinen mit ihrem peinliche-alte-weisse-Männer-Credo nun doch immer häufiger recht zu bekommen!

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  • T sagt:

    Sorry, ich meinte natürlich den Satz von Lenin.

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  • T sagt:

    Ja, dass sind diejenigen, welche sich der Diktatur anbiedern um dann davon vermeintlich zu profitieren. Solange sie am Anfang als nützliche Idioten fungieren, ja. Am Schluss wird aber der Satz von Stalin seine Wahrheit behalten.

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