17. März 2021
Christoph Mörgeli

Ein hoffnungsloser Fall: Der Zürcher Alt-Anarchist und Millionär Steff Fischer versucht die Aggressionen der Autofahrer gegenüber Velo-Rowdys zu verstehen

Schillernder kann eine Karriere kaum verlaufen: Der Stadtzürcher Steff Fischer hat ehedem Gesetze gebrochen und Häuser besetzt. Dann wurde er Immobilienbesitzer und verdiente Millionen. Ein linker Anarcho ist er dennoch geblieben, vor allem als Verkehrsteilnehmer.

Wie 20 Minuten berichtet, ist der fanatische Velofahrer Steff Fischer im letzten Herbst temporeich über ein Rotlicht gezischt. Was ein erschrockener SUV-Fahrer mit Hupen quittierte. Was wiederum Steff Fischer mit dem Stinkefinger quittiert haben soll. Auf der Stauffacherbrücke kam’s zu einem Handgemenge. Neulich traf man sich auf der Staatsanwaltschaft wieder.

Steff Fischer will kein Geld: «Ich möchte lieber die Aggression gewisser Autofahrer gegenüber dem Veloverkehr verstehen.» Er habe im Moment nur denken können: «Typisch SUV-Fahrer!»

Denkbar wäre natürlich auch, dass gewisse Velofahrer wie Steff Fischers eine gewisse Aggression verspüren. Nämlich gegen Mitmenschen, die grosse Autos lenken. Velo-Rowdys wie er haben nämlich im Verkehr ihrer rot-grünen Stadt ohnehin die Meinung, die Verkehrsregeln seien nur für die andern gemacht.

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9 Kommentare zu “Ein hoffnungsloser Fall: Der Zürcher Alt-Anarchist und Millionär Steff Fischer versucht die Aggressionen der Autofahrer gegenüber Velo-Rowdys zu verstehen”

  • M. Rohrbach sagt:

    Als E-Bike-Fahrerin mit über 30000 gefahrenen Km halte ich mich an die Verkehrsregeln und fahre auch nie kurz vor Kreiseln rechts vor. Das mache ich trotz der gleichbleibend 20% an ignoranten Autofahrern, die mit zu wenig seitlichem Abstand überholen, die Überholdistanz unterschätzen,
    oder sonst das Gefühl haben, es dem E-Bike-Fahrer zeigen zu müssen und ihn skrupellos gefährden.
    Merkt es Euch: Es hat nichts mit dem Velofahrer zu tun. Nein, es ist einzig der eigene Charakter, der zählt.

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  • Florence sagt:

    Velofahren sollten eine Fahrprüfung ablegen müssen und ihre Vehikel eine Nummer tragen. Bussen und Fahrausweis-Entzug ,genau wie bei Autofahrern, gehandhabt werden. Wie sonst begreifen sie dass die Straße nicht ihr privater Spielplatz ist?

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Wer sich öfters in den Städten als Fussgänger oder Strassenmotorfahrzeugfahrer befindet, weis, welches "Rowdytum* sehr viele Velofahrer betreiben! (auf den Trottoirs fahren , über die gelben Fussgängerstreifen fahren, ohne nach links und rechts zu sehen, bis hin zu den Rotlichtampeln überfahren!) Dass solche Rowdys oft aus linksideologischen "Umweltschützer-Kreisen" stammen, beweist auch der Linksextremist Steff Fischer aus Zürich! Velofahren wäre eine gute Alternative, aber bitte anständig!

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    • THINK sagt:

      Die Steuerzahler werden dereinst (bei ausgewechselter Stadtregierung und ausgemistetem Parlament) einiges an Steuergeldern aufwenden müssen, um die baulichen Veränderungen und torlikonhaften Signalisierungen gegen den (per Verkehrs- und Treibstoffsteuer und mit erheblichen Versicherungsprämien belasteten) Autoverkehr zu Gunsten der ewigen Velorowdys (kostenlos und meist unbeherrschte eBikes schneller als erlaubt und gegen jede Verkehrsordnung anonym herumkurvend) verkehrstauglich zu gestalten.

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  • Edmo sagt:

    Als Lenker eines grossen SUV sollte man sich von aggressiven Kampfradlern nicht erschrecken lassen. Wesentlich gescheiter ist es, den Überblick zu behalten und dem Radfahrer-Rowdy einen gehörigen Schreck einzujagen. Das geht auch ohne zu hupen sehr gut. Radfahrer wie Steff Fischer müssen nicht die vermutete Aggression gewisser Autofahrer verstehen, sondern einfach lernen, dass unmögliches Verhalten auf der Strasse für sie schlagartig zur brenzligen Situation werden kann.

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  • T sagt:

    Der Ökosozialismus in einer Ökodiktatur ist auch hier schon allgegenwärtig.

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