14. April 2021
Thomas Renggli

Eine Uni hat herausgefunden, dass es nur wenige dunkelhäutige Fussball-Goalies gibt. Der Grund ist natürlich Rassismus – was sonst

Die Rassismus-Debatte nimmt im Fussball groteske Formen an. Eine Studie der Humboldt-Universität in Berlin kommt zum Ergebnis, dass weder in der ersten noch in der zweiten Bundesliga ein einziger Torhüter mit schwarzer Hautfarbe spielt – bei einem Gesamtanteil von 20 Prozent an dunkelhäutigen Spielern in beiden Ligen.

Die Integrationsforscherin Tina Nobis führt dies auf Diskriminierung zurück und spricht von «Racial Stacking». Dieser Begriff bezeichnet den Umstand, wenn weisse Personen auf wichtigen Positionen übervertreten sind.

Widerspruch kommt vom (dunkelhäutigen) früheren Spieler David Yelldell, dem derzeitigen Torhütertrainer des Drittliga-Leader Dynamo Dresden. Er habe nie erlebt, dass jemand aufgrund seiner Herkunft davon abgehalten wurde, auf einer bestimmten Position zu spielen.

Vielleicht ist ja tatsächlich alles trivialer – was ein Blick auf den Pausenplatz beweist. Dort müssen meistens jene Kinder ins Tor, die als Feldspieler nichts taugen.

Fehlen in einer Bevölkerungsgruppe also die Torhüter, ist dies fussballerisch als Kompliment zu werten.

Und überhaupt: Der beste Spieler der Fussballgeschichte heisst Pelé. Er ist dunkelhäutig – und wollte garantiert nie Goalie sein.

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13 Kommentare zu “Eine Uni hat herausgefunden, dass es nur wenige dunkelhäutige Fussball-Goalies gibt. Der Grund ist natürlich Rassismus – was sonst”

  • Brunoli sagt:

    Das ist sicher nicht Racial Stacking, wie diese Tina Nobis sagt. Mich dünkt, dass diese studierte Frau wirres Zeug redet. Was sie sagt, ist daneben. Ich frage mich, wie jemand solch falsche Beurteilungen machen kann. Man sollte diese Universitäten schliessen. Was die lehren ist mehr als fragwürdig. Man kommt auf den Gedanken, sich zu fragen, ob die eventuell an einem kranken Hirn leiden.

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  • Gadsden flag sagt:

    Warum gibt es nicht eine Untersuchung zu den Hautfarben der 100-Meter-Läufern? Wo bleiben da Weisse und Asiaten?

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  • Gadsden flag sagt:

    Ich glaube, in Brasilien will niemand im Tor stehen.

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  • Guy Tiger sagt:

    Irgendeine Studie ohne Peer-Review oder sonstige akadem. Würdigung zu zitieren ist nicht die hohe Schule des Journalismus.

    Heute sind Universitäten wie Fachhochschulen überfüllt mit Studenten die im Semestertakt irgendwelche "scientifc studies" abliefern müssen. Dabei werden zum Teil bewusst haarsträubende Thesen herbeigezogen, die keiner Würdigung standhalten. Das ist absolut legitm, weil es ein wichtiger Teil des wissesnschaftlichen Lernens ist.

    Das Problem ist das unreflektierte zitieren.

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  • Mueller sagt:

    Wenn wir 20% schwarze Spieler haben, sind die extrem übervertreten gegenüber des weissen Spieleranteils!? Wo bleibt die Gender-Rassismus Sittenpolizei?!

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  • gian sagt:

    "Racial Stacing" auch beim anspruchsvollen Mannschaftssport Handball.
    Staatsssender WDR hat herausgefunden: "Deutschlands Handballspieler seien zu „weiß und deutsch“, um den Sport für Menschen mit Migrationshintergrund attraktiv zu machen."
    Aber wo Schatten ist, ist auch Licht: Keine Neymar-Schwalben, keine Rudelbildungen, kein Protestknien, keine Millionenverträge für Ersatzspieler und keine Hooligans.

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  • Edmo sagt:

    Seit die Studenten an den Unis nur noch den dekadenten Zeitgeist gelehrt bekommen, können sie logischerweise nur noch schwachsinngen Output generieren. Tina Nobs ist Integrationsforscherin. Was heisst das? Sie ist in allen zeitgeistig wichtigen Belangen wie Rassismus, Feminismus, Genderismus, Islamismus, Moralismus und LGBTQ bis zur völligen Verblödung gehirngewaschen worden. Voller Stolz präsentiert sie die Resultate.
    Die meisten Unis könnten zum Wohle des Volkes sofort geschlossen werden.

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  • T sagt:

    Absolut richtige Analyse!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Vorallem an staatlichen Hochschulen scheint der Drang nach "der Suche einer Nadel im Heuhaufen" eine wichtige und unausweichliche Hauptbeschäftigung geworden zu sein: Das Wort "Rassismus" wird zum eigentlichen Waffenauflegebord der moralischen "Schützengraben" in den linksideologischen Schulstuben! Der letzte Satz in obigem Bericht klärt auch diesen absurden Vorwurf sachlich und gründlich auf!

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  • Tenor sagt:

    Was mich dabei irritiert, ist die Willkür, mit der der Rassismusvorwurf ausgeteilt wird. Weshalb nicht monieren, dass die Humboldt-Universität in ihrer gesamten Geschichte zuwenig dunkelhäutige Rektoren hatte? Zum Beispiel! Es gäbe bestimmt weitere Möglichkeiten. Warum nicht "zuwenig dunkelhäutige Chefs in Mohrenkopf-Fabriken"? Oder "zuwenig dunkelhäutige Gemeindepräsidenten in Möriken-Wildegg"... Sollte an Universitäten nicht Sinnvolles gelehrt werden? Spinnen die eigentlich?

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