08. Februar 2021
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Alex Baur

Eines muss man Corona-Minister Berset lassen: Er beherrscht das Spiel mit der eingebetteten Presse virtuos

Bevor der Zuchtmeister via Sonntagspresse seine Zukunftspläne durchsickern liess, bereiteten die üblichen Scharfmacher schon mal das Terrain vor. Alles nach dem gewohnten Drehbuch.

Zwar sinken alle Indikatoren trotz hektischer PCR-Testerei seit Monaten ständig. Doch via Twitter prophezeite Privatdozent Christian Althaus bereits am Freitag einen exponentiellen Anstieg des ominösen Briten-Mutanten. Der «oberste Kantonsarzt» Rudolf Hauri, der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger und Taskforcerin Nicola Low doppelten über alle Kanäle nach: Noch mehr scharf bitte!

Gesundheitsminister Alain Berset gewähre dem Volk im März zwar «ein, zwei Zückerchen», zitierte die NZZ am Sonntag eine amtsinterne Quelle, doch die Peitsche liegt allzeit bereit. Will heissen: Die «befristeten» Massnahmen sollen nach Ablauf der Frist Ende Februar weitergeführt und eventuell sogar verschärft werden.

Wer einen Aufschrei oder wenigstens eine Kontroverse um Nutzen und Kollateralschäden des Corona-Regimes erwartete, ging fehl. Die Hofberichterstatter schnappten die dargereichten Primeur-Häppchen brav auf und bellten wie befohlen.

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6 Kommentare zu “Eines muss man Corona-Minister Berset lassen: Er beherrscht das Spiel mit der eingebetteten Presse virtuos”

  • Bernd Seeber sagt:

    Ich bin kein Virologe, noch sonst ein Spezialist, versuche aber bei der ganzen Hysterie auf dem Boden zu bleiben. Hat jemand schon daran gedacht, dass mit der Impfung Corona Tests überflüssig sind? Unabhängig von der angewandten Methode wird ein «geschwächter» Corona Virus injiziert der die Bildung von Antigenen unseres Immunsystems stimuliert. Nach einer Impfung müsste demnach jeder geimpfte einen positiven PCR Test aufweisen und nach einiger Zeit auch einen positiven Antigentest?

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  • Peter Rossa sagt:

    BR Berset zeigt in seinen öffentlichen Auftritten stets ein geradezu majestätisch-fürstliches (einstudiertes) Gehabe: Er stolziert herein, hängt seinen Mantel gebieterisch in die Luft und sofort tritt ein/e wohl dressierte/r Lakai*In herbei und nimmt den Mantel in Empfang und gleich darauf dasselbe mit dem Borsalino-Hut. Eine Szene, die ganz und gar unschweizerisch wirkt, sondern völlig überheblich royal. Sozialdemokratie (!?) Vor dem Gesetz sind alle gleich, ein paar halt gleicher !

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  • Juerg Schwaller sagt:

    Die Hybris unserer unfähigen Schweizer „Eliten“ und ihrer Entourage ist unbeschreiblich. Sie sind empathieloses unteres Mittelmass und zerschlagen in ihrer Selbstüberschätzung Strukturen, ohne zu wissen, wo es hin- und wie es weitergehen soll. Der Bürger, der mit seinen Steuern devot den ganzen Politfilz mitfinanziert, wird absichtlich falsch informiert und systematisch belogen.

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  • Stefan Manser sagt:

    Bitte nennen wir es nicht "befristete Massnahmen", sondern der Entzug unserer Grundrechte! Wer hilft uns in der Schweiz, damit wir unsere Grundrechte wieder erhalten? Wo ist hier die Verhältnismässigkeit, die Grundlage für den Entzug der Grundrechte?

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  • Bischi49 sagt:

    Der selbsternannte Volksdompteur Berset „gewährt ein, zwei Zückerchen“. Diese Denkweise der „amtsinternen Quelle“ lässt tief blicken und ist vermutlich kongruent mit dem obersten Verantwortlichen und Chef der Truppe. Desaströs, diese Anmassung und Herablassung von uns, den Bürgern unterstellten Funktionären. Ein solcher Laden gehört ausgemistet.

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    • LST1977 sagt:

      Was ist das blos für eine Politik heutzutage? Nur schon der Ausdruck " ein, zwei Zückerchen" ist per se schon eine herablassende Haltung gegenüber dem Volk. In deren Verständnis sind wir wie Affen im Käfig, die sich über ein Zückerchen freuen sollen!
      Nein, wir sind keine Affen, die sich auf Zückerchen freuen, wir wollen wieder unsere alte Schweiz zurück, vor der Berset Diktatur!

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