08. Februar 2021
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Beat Gygi

Empörung über Corona-Tote – wie Schriftsteller Lukas Bärfuss sein Kapital maximiert

Auch der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss versucht, Corona publizistisch möglichst gut zu nutzen. Dieser Tage sagte er im Interview mit dem Tages-Anzeiger, die vielen Covid-Toten seien eine Folge des Mangels an Demut und Selbstkritik.

Oder: In der Schweiz komme an erster Stelle das Geld, alles andere sei sekundär. Das höre niemand gern.

Er erklärt auch, wie er darauf kommt: Kein Artikel von ihm habe derart grosse Resonanz gefunden wie jener vom vergangenen März im Spiegel mit dem Titel: «Das Kapital hat nichts zu befürchten, der Mensch schon». Der Text habe enorme Aggressionen ausgelöst.

Der Schluss daraus: Wer Super-Einschaltquoten sucht, muss mit Klassenkampf-Argumenten kommen, mit dem Vorwurf, die Gier der Wirtschaft sei schuld an den vielen Toten. Bärfuss: «Es überwiegt der Geiz, die Angst vor den finanziellen Folgen.»

Resonanz im Publikum, das ist das Kapital der Schriftsteller.

Also ist die Rechnung für Bärfuss klar: Aufmerksamkeit kommt an erster Stelle, alles andere ist sekundär.

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