13. August 2021
Christoph Mörgeli

Ernst Cincera ist für die Linken noch immer ein Feindbild. Sie begreifen nicht, dass die Schweizer den Kommunismus nicht wollten

Als «exklusive Recherche» verkauft ein Journalist der TX-Medien das Studium einiger Akten nebst ein paar Gesprächen mit Zeitgenossen über den «Subversivenjäger» Ernst Cincera (1928–2004).

Der 31-jährige Verfasser nennt als Cinceras Vorbild einen gewissen Instruktions-Major namens «Zolli». Wobei der Rechercheur vergisst, den vollen Namen dieser charismatischen Persönlichkeit zu recherchieren: Es handelte sich um den späteren Divisionär Lorenz Zollikofer (1913–2002).

Zollikofer, Cincera, das gesamte Schweizer Bürgertum und fast die ganze Sozialdemokratie wollten den Kommunismus nicht. Und dieser existierte leider bis 1989 unter anderem im europäischen Osten sehr real.

Genauso wie die dortigen Atomsprengköpfe, die marschbereiten Panzer-Divisionen, die Subversion und die Westspionage. Der Hitler-Stalin-Pakt, die Nieder-Walzung der Demokratie 1953 in Berlin, 1956 in Ungarn und 1968 in der Tschechoslowakei – all das war fürchterliche Wirklichkeit.

Und die Schweizer wollten das alles nicht. Sie leisteten Widerstand. Auch und besonders Ernst Cincera.

Der Arbeitersohn war vom Kommunismus zum Bürgertum konvertiert – und als Konvertit von einer gewissen Besessenheit.

Cincera diente den Linken damals als Feindbild, und er tut es noch heute. Weil sie den Kommunismus damals unbedenklich fanden.

Und ihn heute noch immer unbedenklich finden.

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21 Kommentare zu “Ernst Cincera ist für die Linken noch immer ein Feindbild. Sie begreifen nicht, dass die Schweizer den Kommunismus nicht wollten”

  • ulrich vogt sagt:

    An Mueller und Konsorten: Bundesrat Furgler sagte seinerzeit zu einem Nationalrat: "Ich stelle mein Pult tiefer, damit ich Ihnen folgen kann". Lesen Sie Orwell 1984, dann wissen Sie, was Überwachung ist, oder gehen Sie nach China und schlagen Sie mal dort öffentlich Krach gegen die Regierung wie bei uns. Interessant ist, dass bei der Weltwoche immer eine einzige Meinung vertreten wird und alle andern offenbar Vaterlandsverräter sind. Nur weil sie es wagen, unabhängig zu denken.

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    • Mueller sagt:

      Ein Sozi denkt nie unabhängig; sein Geist ist im kommumistischen Manifest hängen genlieben!

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      • Stefan Mueller sagt:

        Erstaunt nun wirklich nicht wie der weisse greise Vogt aus dem ETH-Sumpf...als strammer weltfremder Kommunist umherbärböckt!
        Dass bei der WEWO..blabla..: 99,9% der Bünzli-Müllstreamer hämmern dem gemeinen Gutmenschen in Bünzlistan bis aufs Komma, den identischen linksversifften Müll ein. Da ist dann natürlich eines der 2-3 Blätter mit anderer Meinung logo sofort gemeingefährlich!
        Und der Gag des Tages einmal mehr vom Vogt: unabhängig denken?!?! tönt wie li(e)beral oder..Sozial..hihi.."-demokrat"

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        • ulrich vogt sagt:

          Haben Sie ein Problem mit der ETH? Sind sie gescheitert? Eine Bessere Ausbildung für Ingenieure gibt es nicht. Aber man muss auch etwas leisten und nicht nur unverständliche und abschätzige Sätzlein schreiben. Das Niveau hier ist bedenklich, auch das der Redaktion.

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          • Stefan Mueller sagt:

            Und schon wieder voll daneben, der weisse greise ETH-Vogt!
            Habe NULL-Problem mit der ETH.
            Aber die Typen, die bei jeder Gelegenheit umherposaunen, dass sie mal ein paar Semesterlein absolviert haben, à la Wermut-Dauerstudentli, Klavierspielerin oder einfach-trollig-herumvogten...
            Und logo, das tiefe Niveau der Anderen, wenn das eigene im untersten Schubladenbereich umherdümpelt...typisch Linksfilz-chaotisch!
            P.S. in meiner Welt wird man nach Leistung/Können und nicht nach Zufall/Kürsli bewertet!

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    • olive sagt:

      "Eine Diktatur muss bekämpft werden, bevor sie etabliert ist
      Danach wird es schwierig. "
      und
      "Wie man den Widerstand bricht und die Freiheit abschafft"
      bei Vera Lengsfeld ehem. DDR-Bürgerrechtlerin
      zu lesen

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      • olive sagt:

        Oder lesen Sie mal diesen Text
        https://www.achgut.com/artikel/holt_mich_hier_raus_50_jahre_stanford_prison_experiment
        "Der Psychologe aus Stanford sieht gewisse gesellschaftliche oder kollektive „Rahmenbedingungen“, die böse Handlungen und Gewalt förderten. Und diese Liste hat es in sich: Am Anfang stehe eine akute oder als akut empfundene Bedrohungslage, die es um jeden Preis zu bekämpfen gelte. Wer hier schon an die Gegenwart denken muss, liegt nicht falsch, und auch die folgenden "

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        • olive sagt:

          "Beobachtungen lassen Rückschlüsse auf die Gegenwart zu: Jeder Mensch könne ein sadistisches Monster werden, sobald neben der als akut empfundenen Notlage besonders scharfe Anweisungen einer vertrauenswürdigen Autorität, ein ausreichender Gruppendruck und zur endgültigen Überwindung aller Skrupel Anonymität und ein subjektives Gefühl des Rechthabens hinzuträten."

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Cincera war und ist bei den linksextremen Umverteiler(innen) bis heute ein "Feindbild" geblieben! Ich habe kürzlich in einem Gespräch mit einem solchen "Kommunisten-Träumer" folgende Aussage gehört: "Was der rechtsextreme Cincera damals war, ist heute der Blocher und "seine" SVP!" - Ja, so denken heute die meisten aus dem rot/grünen Ideologenkreis! Unter einem "Gutmensch" verstehe ich etwas mehr Toleranzbereitschaft und Menschlichkeit! Leider vermitteln solche Hassfiguren genau das Gegenteil!

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  • T sagt:

    Nicht nur in der Schweiz herrscht der Kommunismus bereits in Gestalt des grünen Klimasozialismus.

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  • Stefan Mueller sagt:

    ETH-einfach total hirnverbrannt gell Vogt!
    Cincera sah bloss voraus, dass die Brut der 68er, mit Hetze gegen Andersdenkende bis Niederknüppeln durch Linksmob, Kommunisten-Agitations-Secondo-Schwätzern Wermut Fucinelle Arschlan Badran Molina etc. als Heimatmüde/Staatsspeck-Parasiten-Taktgeber, samt gleichgeschaltetem Müllstream, vorbestraften Bundesrichterlein-Linkschaoten gewählt vom Linksfilz-Volksgenossen, und Klavierspielerinnen im BR mit all den Vögten uns ein DDR-Paradiesli bescheren werden

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    • Martin Niederhauser sagt:

      Schlagworte,Beleidigungen,Wortverdrehungen (Arschlan)Faule Sprüche,blöde Sprüche.Aussagekraft gleich null!

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      • Stefan Mueller sagt:

        Und schon wieder, dass der Niedrighauser eingestehen muss, mit Textverarbeitung so seine lieben Mühe zu haben!
        Natürlich könnte es auch daran liegen, dass es sich bei dem um den typischen Linkfilz-Staatsknecht handelt:
        trotz des hohen greisen Alter, noch immer als Kindli-Juso rumzutäubelen, und dies 24/7, egal ob im Büro oder bei den 3 Kindern seiner Frau!
        Nochmals eben, wer mit 20 nicht links ist......

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  • oazu sagt:

    Bin überzeugt dass es heute weit mehr Cincera-Aktivitäten in linken und grünen Kreisen zusammen mit ihren NGOs gibt als es je Cinncera auf der anderen Seite gab. Mit Hilfe von Social Media und Blog-Analysen werden mit Sicherheit "schwarte Listen" mit "Klimaleugnern", "Rechtsnationalen" bis zu SVP-Symatisanten in deren Schattenorganisationen angelegt.

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  • Albert sagt:

    Seit 1992 sind wir leider keinen Schritt weitergekommen. Die Linken sehen nicht nur im Kommunimus und im Sozialismus immer noch das Heil, sondern auch in der Aufgabe der Selbstverantwortung. In ihren Augen kann die EU und der Internationalismus überhaupt und sowieso alles besser, als wir selbst. Freiheit ist ihnen der grösste Dorn im Auge.
    Unfreiheit, Zwang und Bevormundung sind die Mittel ihrer Wahl gegen die Vernunft ihrer Gegner, denn an Argumenten fehlt es ihnen total.

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  • Mueller sagt:

    Auch das wieder ein Beweis für die Unbelehrbarkeit der Sozialisten! Das Kennzeichen aller Dogmatiker von Religion bis zum Umweltfanatismus.

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  • ulrich vogt sagt:

    So einfach ist die Rehabilitation von Cincera nicht, wenn man sich über den Datenschutz Gedanken macht. Ein Privatarchiv über Fichen von verdächtigen Personen hat Cincera betrieben, und was er damit im Hintergrund bewirkt und bei wem er sich beliebt gemacht hat, steht hier nirgends. Kritischen Zeitgenossen, die gegen den Mainstream antraten, wurde öffentlich "Moskau einfach" angeraten. Und das in der freiheitlichen Schweiz. Wer die Weltwoche kritisch liest, merkt etwas.

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    • Peter Eschmann sagt:

      an Vogt: Und jetzt fichiert der Staat. Da wird Cincera ja zum Klacks. Sind Daten einmal im Netz, immer im Netz. Nein, kaum erfasst, werden sie spätestens nach 14 Tagen gelöscht versichert man uns. Ich vermute mal, Herr Vogt, Sie haben blaue Augen.

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    • Realistin sagt:

      Kritische Zeitgenossen beobachten mit Unglauben und Entsetzen, wie in der einst freiheitlichen Schweiz der Staat die Bürger total überwacht. Mit Covid Zertifikaten, mit dem Befehl zur Kontaktdaten Sammlung in Restaurants, Clubs etc., mit der Abschaffung des Bargeldes, mit der Aufstellung von Videokameras an allen Orten etc..
      Was ist dagegen die Sammlung einer Privatperson? Und wieso betrachten Sie nicht die Gegenwart?
      Können oder wollen Sie nicht sehen Herr Vogt?

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      • Martin Niederhauser sagt:

        Es geht bei Corona nicht darum zu wissen wo die Person ist,sondern wo das Virus,kst.Seit anderthalb Jahren leben wir jetzt in dieser Pandemie und es weigern sich immer noch welche,dies endlich zu kopfen.Die Daten werden nach einiger Zeit,abhängig von der epidemiologsichen Lage ,wieder gelöscht,

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