19. Februar 2021
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Florian Schwab

Es ist der feuchte Traum der linken Volkserzieher: Mit dem indirekten Gegenvorschlag zur Burka-Initiative schwingt sich die Gleichstellungs-Lobby zur Super-Behörde auf

Bei einem Nein zum Burka-Verbot tritt der indirekte Gegenvorschlag in Kraft. Wie Katharina Fontana geschrieben hat, will der Bund damit «quer durch alle Lebensbereiche» das «Zusammenleben von Mann und Frau» regulieren. Statt sich wie bisher für die Gleichheit im Erwerbsleben einzusetzen, sind die Gleichstellungsbüros für die ganze «Gesellschaft» zuständig.

Der Auftrag ist offen formuliert. Im besten Fall verpulvert die Gleichstellungslobby einfach mehr Steuergeld in Werbekampagnen. Den Zeitgeist-Surfern fällt neben Küche («Männer an den Herd!») und Schlafzimmer («Vertrag vor dem Beischlaf») sicher so einiges ein.

Das Problem ist nur: Wie das Beispiel der Lohngleichheit im Erwerbsleben zeigt, ist es nur ein kleiner Schritt von der Kampagne zum Zwang.

Der Gegenvorschlag ist gefährlich. Es ist der feuchte Traum der linken Volkserzieher: Sie haben die Machtausweitung der staatlich finanzierten Gleichstellungsindustrie hinter der Burka verschleiert.

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13 Kommentare zu “Es ist der feuchte Traum der linken Volkserzieher: Mit dem indirekten Gegenvorschlag zur Burka-Initiative schwingt sich die Gleichstellungs-Lobby zur Super-Behörde auf”

  • danke sagt:

    Liebe Realistin, vertrauen Sie weiterhin auf Ihre Gefühle.
    Die Schweiz eine Fassadendemokratie; Gerichte ausser Kraft gesetzt und Abstimmungen und Wahlen manipuliert, sind längst keine Science-Fiction-Szenarien mehr.
    Wenn sich in den USA die Demokraten 2016 und die Republikaner 2020 über massiven Wahlbetrug beklagen, dann dürfte daran garantiert was sein.
    Aufgepasst!
    Zu glauben, was in den USA geschehe, könne bei uns nicht passieren, könnte sich schon bald als tödlichen Irrtum herausstellen.

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  • danke sagt:

    Mit einem Burkaverbot müsste logischerweise auch die Maskenpflicht fallen?! Oder verstehe ich da was falsch?
    Ich dachte immer, es gehe beim Thema Burka nicht um Menschenrechte von Frauen, sondern um ein Verhüllungsverbot. Egal wofür wir uns entscheiden.Das Perfide und äusserst Gefährliche an der Sache ist was ganz anderes. Nämlich, dass uns Bundesrat und Parlament künftig Gegenvorschläge unterbreiten, die sich bei genauer Betrachtung als ganz grosse Fallen entpuppen. Also aufgepasst!

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    • Gabriela Sibold sagt:

      Warum darf ein Gegenentwurf direkt in Kraft treten, ohne dass das Volk zuerst darüber abstimmen kann?
      Vor 2020 war das doch meines Wissens immer abstimmbar?

      Leider ist es nicht so, dass bei einem ja, die Maske automatisch fällt, da aus gesundheitlichen Gründen ausgenommen ist, soll defakto die Maskenpflicht sogar verankeret werden.

      So oder so auf der ganzen Länge eine Falle!
      Auf meiner FB Seite findet ihr ein Video, wo es detailiert erklärt wird. Bitte ansehen und selber prüfen, danke!

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  • gaero007 sagt:

    Fliegen Sie mal von Teheran nach Genf nachdem der Pilot ankündigt wir haben Iranischen Boden verlassen sind Toiletten dauerbesetzt -rein gehen Frauen in einer Burka und raus kommen- top gestylte modische Frauen. Diese sind die ersten welche die Burka ablegen wollen!
    Es sind die Ayatollas und die Ehemänner welche ihre (wunderschönen) Frauen verbergen wollen.
    Wenn wir Weltverbesserer sein wollen, sollten wir das Übel und nicht das Symptom zu beseitigen versuchen.

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  • Realistin sagt:

    Ich bin aus liberaler Sicht für das Burkaverbot. Wer versteckt und vermummt herumlaufen will, gehört nicht in einen libralen Staat.
    Ausserdem finde ich es zwingend notwendig, dass in der heutigen Zeit rechtzeitig gewisse fortgeschrittene Anfänge gestoppt werden.

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  • Edmo sagt:

    Es gibt gute Gründe, die Initiative anzunehmen. Doch der Gegenvorschlag ist ein zwingender Grund für die Annahme der Initiative. Wer nein sagt, schiesst sich dank parlamentarischer Dummheit selbst ins Knie. Die Volkserzieher lassen zur Zeit einfach gar nichts aus. Es bleibt einem nur der maximale Widerstand an der Urne.

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    • Realistin sagt:

      Je länger desto mehr habe ich das Gefühl, dass Widerstand an der Urne nicht mehr ausreicht.
      Und das bei vielen Themen.

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    • Gabriela Sibold sagt:

      Warum darf ein Gegenentwurf direkt in Kraft treten, ohne dass das Volk zuerst darüber abstimmen kann?
      Vor 2020 war das doch meines Wissens immer abstimmbar?

      Leider ist es nicht so, dass bei einem ja, die Maske automatisch fällt, da aus gesundheitlichen Gründen ausgenommen ist, soll defakto die Maskenpflicht sogar verankeret werden.

      So oder so auf der ganzen Länge eine Falle!
      Auf meiner FB Seite findet ihr ein Video, wo es detailiert erklärt wird. Bitte ansehen und selber prüfen, danke!

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  • jjg sagt:

    Genau. Der Gegenvorschlag wäre eine Katastrophe. Noch mehr Bürokratie, Sozialindustrie, Kosten. Und damit verbunden: noch mehr Steuern.

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  • VP-Falger sagt:

    Der Gegenvorschlag-Automatismus ist eine der grössten Fehlleistugen der Schweizer Pseudo-Demokratie. Die Wählerschaft wird damit gezwungen, etwas zuzustimmen, dem Sie gar nicht zugestimmt haben. Unser Parlament und unsere Regierung leisten sich in letzter Zeit Demokratie- und Souveränitäts-Fehlleistungen am laufenden Band. Der Bundesbrief liegt schon im ausgehobenen Grabe und wartet darauf zugeschüttet zu werden.

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  • Florence sagt:

    Ich denke ,vor lauter Gleichberechtigung der Frau hat man ein grösseres Problem der Ganzverhüllung aus den Augen verloren: die Gefahr des Terrorismus.. Unter diesen Verhüllungen kann alles stecken.
    Dass von einer Burka - einem Symbol des fanatischen Islamismus - Gefahr ausgehen kann ist viel wichtiger ! Religiöse Frauen können ein Kopftuch tragen aber das Gesicht muss frei sein . Wenn man in ein anderes Land zieht, nimmt man die Gepflogenheiten dieser Kultur an und nicht umgekehrt!

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  • Bischi49 sagt:

    Der indirekte Gegenvorschlag ist wohl der tiefere Grund, weshalb sich Linke vehement gegen die Initiative einsetzen (neben dem von politischer Inhaltsleere zeugenden: es ist gegen die SVP). Aus liberaler Sicht müsste man gegen das Verhüllungsverbot sein. Für Demos das in einem kantonalen Polizeigesetz zu regeln. Meinen, mit dieser Vorschrift etwas gegen die Unterdrückung der Frau zu tun ist Symbolpolitik, ein Tummelfeld der Linken. Der Gegenvorschlag zwingt zum Ja, führt ins Dilemma.

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